Feuerwehr Zeulenroda-Triebes

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Tauchgang nach Gasflaschen

2005-11-22 | >>

Taucher der FFW Zeulenroda im Auftrag der Talsperrenmeisterei in Vorsperre

An der Vorsperre Riedelmühle haben vergangene Woche aufmerksame Bürger fünf im Wasser liegende große Gasflaschen gesehen. "Glücklicherweise", so Klaus Zipfel, Teamchef der Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Zeulenroda, "wussten die Bürger auch, wohin sie die Informationen weitergeben müssen". Trotz der schnellen Nachrichtenübermittlung war die Uferzone entlang der Vorsperre in Richtung Wanderhütte Langenwolschendorf bereits zwei Tage später beräumt worden. die Talsperrenmeisterei Zeulenroda vermutete nun, dass der Besitzer sie entweder wieder aus dem Wasser geholt oder sie an anderer Stelle erneut entsorgt hat.

Um sich Klarheit darüber zu verschaffen, beauftragte sie die Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Zeulenroda mit einem Tauchgang in der Vorsperre Riedelmühle.

Am Sonntagnachmittag waren Klaus Zipfel und Olaf Werner bereit zu einem Tauchgang. Bei drei Grad Außen- und fünf Grad Wassertemperatur nicht gerade ein Vergnügen. Wohl auch aus diesem Grund wünschte sich Olaf Werner noch schnell einen heißen Tee und frische Quarktorte, die bei dem Zeulenrodaer Klaus Zipfel auf die beiden wartete. Aber erst nach getaner Arbeit!

Vermutet wurde, dass die Flaschen nun in tieferes Gewässer entsorgt wurden, so dass die beiden Männer nicht mit einer einfachen Schnorchelausrüstung, sondern schon mit der kompletten Tauchermontur ins Wasser gingen. Also 30 Kilo im Huckepack. Klaus Zipfel zweifelte am Erfolg der Mission.

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Anfangs wurde in der Randzone geschnorchelt. Das hier eineinhalb bis zwei Meter tiefe Wasser bietet zu dieser Jahreszeit klare Sichtverhältnisse. Zirka 150 Meter von der Wanderhütte entfernt in Richtung Damm der erste Fund. Ein ziemlich neuer Wagenheber nebst einer zirka 15 Kilo schweren Gasflasche lagen in zwei Meter Wassertiefe. Nun begaben sich die Taucher in tiefere Zonen der Vorsperre. Tatsächlich wurden auch zwei weitere Flaschen in drei Meter Tiefe gefunden. Der Fund am Ende: zwei Stickstoff- und eine Sauerstoffflasche, die ziemlich neu sind. Die Gegenstände wurden geborgen und der Talsperrenmeisterei übergeben. Nach genauerem Betrachten konnte festgestellt werden, dass die Flaschen registriert sind und man so vielleicht den Besitzer ausfindig machen kann, das hofft zumindest Klaus Zipfel.

Quelle: OTZ/H.Henze; Ausgabe 2005-11-22

Taucher der FFW wieder in Aktion

2005-07-03 | >>

Ein Bericht aus der Ostthüringer Zeitung von Karsten Schoß, Ausgabe 5. Juli 2005

In letzter Zeit waren die Feuerwehrtaucher aus Zeulenroda des öfteren im Wasser anzutreffen. Meist tauchten sie im Bereich der Zeulenrodaer Talsperrenbrücke und suchten nach entsorgten Diebesgut. Für ihre am Sonntag stattgefundene Ganztagsschulung allerdings hatte sie sich das Trandbad Zeulenroda ausgesucht.

Im Hinblick auf die in den nächsten Jahren zu erwartende Freigabe für den Badebetrieb stand diesmal der ehemaligen Schwimmerbereich im Mittelpunkt. Dort wurde unter anderem das Unterwasserkommunikationsgerät getestet, und die Taucher mussten auf dem Grund nach Gegenständen suchen, um diese dann auch in möglichst kurzer Zeit auch zu bergen. Außerdem wurde das Orientierungstauchen mit Leinenführung geprobt, war vom Taucherchef Klaus Zipfel zu erfahren.

Kameraden mit Übungen frisch gehalten

2005-01-06 | >>

Tauchergruppe der Zeulenrodaer Feuerwehr hebt nicht nur Gold-Schmuck aus der Talsperre

Ein Bericht aus der Ostthüringer Zeitung von Karsten Schoß, Ausgabe 2005-01-06.

Zu den 3024 aktiven Mitgliedern, die in den 144 Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Greiz zuverlässig ihren Dienst versehen, gehören auch die sieben Kameraden der Tauchergruppe der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda. Am vorletzten Tag des alten Jahres beschlossen sie mit einem Tauchgang in der Talsperre Zeulenroda das Ausbildungsjahr.

20050106_01 Feuerwehr Zeulenroda-Triebes Gerade in den Wintermonaten sind die Tauchübungen und -einsätze sehr kompliziert. Bei einer Wassertemperatur von 1,4 Grad kann es zum Einfrieren der Atemgeräte kommen, vor allem dann, wenn die Taucher aus dem Wasser kommen. Die Gruppe um Leiter Klaus Zipfel schloss ein Jahr ab, in dem keine schweren Havarien zu verzeichnen waren und in dem man am 7. August sogar auf Gold in der Talsperre Zeulenroda stieß. Dort hatte man eine Geldkassette gefunden, in der sich neben dem gestohlenen Familienschmuck einer Greizerin auch noch deren Ausweispapiere und wichtige Unterlagen befanden. Die Polizei konnte alles der Besitzerin übergeben.

Aber nicht immer sind es die spektakulären Dinge, wie ein Auto im Braunsdorfer Teich oder Tresor-, Spielautomaten- und Waffenfunde auf dem Grund des Zeulenrodaer Meeres, die den Feuerwehrtauchern bei ihren Einsätzen begegnen. Wer aber nun denkt, dass die Taucher unter der Talsperrenbrücke auf dem Grund etwas liegen sehen, irrt sich. In 20 bis 23 Meter Tiefe ist die Sichtweite oft nur einen halben Meter, und dazu kommt noch eine Schlammschicht, in der alles versinkt, was über die Brücke geworfen wird. Nur mit viel Erfahrung und geschulten Sinnen erkennen die Taucher, ob etwas im Schlamm verborgen ist.

Meist sind es die vielen Aus- und Weiterbildungen, mit denen sich die Kameraden im Taucheranzug "frisch halten". Allein 2004 waren es rund 500 Stunden. Klaus Zipfel und Frank Schneider drückten zudem die Schulbank und bildeten sich bei den Tauchertagen in Aufkirchen fort. Sie erwarben die Berechtigung, weiter selbst Taucher auszubilden. Eine besondere Wertschätzung wurde Klaus Zipfel zuteil. Er wurde auf Grund seiner Kenntnisse in die Prüfungskommision für Feuerwehrtaucher zur Durchführung von Prüfungen an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule - LFKS - Bad Köstritz berufen.

Aufgrund seines Engagements gelang es, die Feuerwehrtaucher der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda im Land Thüringen weiter bekannt zu machen. Man erinnerte sich auch plötzlich im Innenministerium wieder an die Zeulenrodaer Taucher. Klaus Zipfel meint dazu: "Wenn wir seit 13 Jahren keine Mittel vom Land erhalten haben, so ist das eine Schande. Wir hoffen nun, dass es ab 2005 aber etwas besser läuft."

Was den Tauchern auch fehlt, ist geeigneter Nachwuchs. Es ist nicht so leicht diesen zu finden, denn hier müssen neben dem Wollen auch die gesundheitlichen Werte stimmen. Demnächst sollen junge Kameraden aus der Weckersdorfer Ortswehr und aus Niederböhmersdorf bei der Ausbildung im Waikiki-Sportbad getestet werden.

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