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2011-05-18 | >>
Egal, ob Schafsköpfe, Autokennzeichen, Goldschmuck, Mopeds, Waffen oder Gasflaschen das, und noch vieles mehr, haben Mitglieder der Feuerwehrtauchergruppe Zeulenroda-Triebes schon aus der Talsperre geborgen.
In diesem Jahr feiern die Taucher ihr 20-jähriges Jubiläum. Das soll morgen ab 19 Uhr, je nach Wetterlage vor oder im Taucherhaus, gefeiert werden. "Es soll nichts Großes sein. Der Rost wird brennen, wir haben einige Gäste eingeladen, und wir hoffen auf interessante Gespräche", sagt Klaus Zipfel, Leiter der Tauchergruppe.
Auf Vorschlag von Max Schöpp, einem Mitarbeiter des Landratsamtes Zeulenroda, ist die Feuerwehrtauchergruppe Zeulenroda 1991 von vier Hobbytauchern gegründet worden. In den ersten Jahren war die Tauchausrüstung in den Räumen der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) untergebracht, von 1994 bis 1995 im Keller des Strandbades Zeulenroda. Dann mussten Taucher und Ausrüstung erneut umziehen und fanden von 1996 bis November 2009 Unterkunft in den Tauchergaragen an der alten Brauerei. Am 21. November 2009 zogen die Taucher in das Taucherhaus der Feuerwehr Zeulenroda-Triebes.
Auf diese Räume im Meisterweg mit etwa 100 Quadratmetern sind die acht ausgebildeten Feuerwehrtaucher zwischen 22 und 59 Jahren stolz. Alles ist perfekt geordnet, eine rote Notfallkiste steht gleich griffbereit neben der Tür. Sie beinhaltet eine Tauchflasche, Vollgesichtsmaske, Jacket, Flossen, Lampe, Trockentauchanzug, Messer und Schutzhandschuhe.
Mehr als 45 Einsätze, Aufträge, Kontrolltauchgänge und Bergungen haben die Taucher in den zwei Jahrzehnten hinter sich. Klaus Zipfel will die Gruppe leiten, so lange es geht. "Mit dem Nachwuchs sieht es leider schlecht aus", sagt er. Der müsse aus der Feuerwehr stammen, sportlich fit sein und Interesse haben.
Quelle: Ute Flamich; OTZ-Onlineausgabe 18.05.11
Falscher Mut, richtiges Handeln2011-04-21 | >>Feuerwehrtaucher erklärt Kindern im Spatzennest seinen Job
Niemals in ein unbekanntes Gewässer springen! Und schon gar keine Mutprobe von der 20 Meter hohen Talsperrenbrücke machen! Was angeblich einige junge Leute hin und wieder für den ganz besonderen Kick nach der Disco nutzen, kann das Leben kosten.
Von den schwebenden Bäumen unter Wasser, die sich bei Gasbildung nur wenige Meter unter der Oberfläche befinden, erzählte Klaus Zipfel gestern Kindern in der Langenwolschendorfer Kita "Spatzennest". Dort war der Chef der Feuerwehrtauchergruppe Zeulenroda bei der Hortgruppe und den Schulanfängern der Spatzengruppe zu Gast. Und hatte natürlich seine komplette Ausrüstung dabei. Nils Lautenschläger durfte die Luft aus der Druckflasche testen, Leonie Kirst dann Brille, Handschuhe und Flossen anlegen.
Was die Taucherinstrumente alles anzeigen und wie die Kommunikation mit dem Verbindungsmann am Ufer funktioniert, erfuhren die Kinder im Detail. Auch über die Funde in verschiedensten Gewässern berichtete Zipfel den jungen und Mädchen anschaulich. Etwa von einem Portemonnaie in der Talsperre, das schon Muscheln angesetzt hatte. Oder von einem VW, der im Steinbruch bei Pahren liegt. Aber ebenso von der Suche nach Vermissten, die die Taucher meinst nur noch tot bergen können, erzählte er. Und hatte etliche Ratschläge für die Kinder parat. Die eigene Sicherheit sei bei Rettungsaktionen immer das Wichtigste, das sollen sie genauso wenig vergessen, wie die Notrufnummern 112 und 110.
Der spannenden Besuch gestern Nachmittag fand im Rahmen des Projektes "Schützen, Helfen, Retten" statt, das der Kindergarten dieses Jahr macht. Vorigen Sommer beim Ferienprogramm habe man Klaus Zipfel als Rettungsschwimmer im Triebeser Freibad erlebt, sagte Erzieherin Anja Thoß. Jetzt lud man ihn zu dem Vortrag ein.
Quelle: OTZ/St.B. 2011-04-21
Horn im Schlamm: Zeulenrodaer Taucher auf Kontrollgang2011-02-18 | >>So, lassen wir die Luft raus, sagt Klaus Zipfel und öffnet das Ventil. Binnen Sekunden ist er mit seinem Begleiter unter der Wasseroberfläche verschwunden, auf der beide gerade noch lässig in Rückenlage schaukelten. Nun künden nur noch aufsteigende Luftblasen vom Kurs, den die zwei Feuerwehrtaucher rund um die Talsperrenbrücke nehmen. Diesmal finden sie ein Parforcehorn und einen Einkaufswagen.
Zeulenroda. Kurz vor 13 Uhr war es, als Klaus Zipfel und André Kneupel gestern wieder einen Routine-Tauchgang vom Quingenberger Ufer aus unternahmen. Dick eingepackt in ihren Anzügen aus Trilaminat, in denen ein Luftpolster für Isolation und bei Bedarf auch für Auftrieb sorgt. Die Neopren-Handschuhe bieten diesen Luxus leider nicht. Als die beiden Männer nach 20 Minuten wieder aus den Fluten steigen, steht ihnen die Kälte ins Gesicht geschrieben. Ich habe meine Hände teilweise gar nicht mehr gespürt, berichtet André Kneupel nach der Aktion im zwei Grad kalten Wasser.
Das Eis ist geschmolzen, deshalb rangen sich die beiden Zeulenrodaer zu der Kontrolltour durch, die auch Übungszwecken dient. Es sei gut, die Talsperre aus dem Effeff zu kennen. Im Stausee befinden sich noch viele Bäume und eine Menge Gestrüpp, drei Meter hoch, erzählt Klaus Zipfel. Wenn du dich da nicht auskennst, kommst du nicht wieder raus.
Bis zu 18 Meter tief war das Duo gestern abgetaucht. Das Schmelzwasser sorgte dabei für schlechte Sichtbedingungen. Einen halben Meter weit, mehr war nicht zu erkennen. Größere Funde waren gestern ein Einkaufswagen vom Kaufland und ein Parforcehorn. Beides steckte aber so tief im Schlamm, sagt Zipfel, dass es größeren Aufwand erfordert, es rauszuholen. Aber das macht ja keinen Schaden.
Bei früheren Tauchgängen waren schon Fahrräder, zwei offene Geldschränke oder auch ein Portemonnaie mit Ausweispapieren gefunden worden. Wenn im Mai die Frühjahrszirkulation beginne, sei die Sicht top. Zipfel: Dann tauchen wir nochmal richtig ab.
Auf dem Internet-Videoportal YouTube sind seit längerem einige Unterwasserfilme zu sehen. Viele Leute würden Klaus Zipfel fragen, wie es denn eigentlich in der Talsperre aussehe. Dort könnten sie nun selbst nachsehen, meint Zipfel, der die Videos eingestellt und sogar mit Musik unterlegt hat. Filme sind zu finden auf dem Videoportal www.youtube.com. Suchwort: Talsperre Zeulenroda
Quelle: Steffen Beikirch; OTZ-Onlineausgabe 2011-02-18
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