Feuerwehr Zeulenroda-Triebes

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Bis an die eigenen Leistungsgrenzen

2009-09-05 | >>

39 Angehörige der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda absolvieren Wochenendschulung

Nicht selbstverständlich und nicht alltäglich ist der Dienst der Einsatzkräfte der Feuerwehr Zeulenroda. Brände, Verkehrsunfälle, Hilfeleistungen, Ölspuren, Einsätze nach Unfällen mit gefährlichen Stoffen spiegeln die Vielseitigkeit der Einsätze wider.

Bis zum heutigen Tag musste die Feuerwehr Zeulenroda in diesem Jahr zu 80 Einsätzen ausrücken. Bei jedem wird von den Kameradinnen und Kameraden professionelles Handeln erwartet. Dazu muss jeder Handgriff sitzen, Technik richtig bedient werden. Richtiges taktisches Vorgehen und umsichtiges Handeln entscheiden meist über den Ausgang und manchmal über Leben und Tod. Jede Einsatzkraft muss sich blind auf den Nebenmann, auf die anderen und die Einsatzleitung verlassen können. Das setzt eine kontinuierliche Ausbildung voraus. 40 Stunden pro Jahr sind für jeden aktiven Feuerwehrangehörigen vorgeschrieben. Die Feuerwehr Zeulenroda führt 14-tägig Ausbildungen durch, um den Leistungsstand der Kameraden zu erhalten und zu erhöhen. Leider nicht genug, denn aus persönlichen und beruflichen Gründen können nicht alle Kameraden regelmäßig an der Ausbildung teilnehmen.

Aus diesem Grunde wurde im Jahr 2001 die Wochenendschulung eingeführt. Sie findet regelmäßig Anfang September statt - so auch am vergangenen Wochenende. Die Leitung der Feuerwehr Zeulenroda hatte sich vorgenommen, verstärkt Teambildung und Teamarbeit zu fördern und den Teilnehmern Belastbarkeit und Herangehen an die eigenen Leistungsgrenzen abzufordern.

39 Teilnehmer und die Einsatztechnik der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda wurden von Freitag bis Sonntag im Schullandheim Zeulenroda stationiert. Nach einer theoretischen Schulung, in der Karsten Klug, Mitarbeiter der Energiewerke Zeulenroda, Grundsätze zum Thema "Erdgashavarien" schulte, fand gegen 21 Uhr im Bürokomplex der Raster-Zeulenroda GmbH eine Einsatzübung statt, bei der ein Brand in der vierten Etage des Komplexes angenommen wurde. Der pünktlich zu Übungsbeginn einsetzende Starkregen machte es den Einsatzkräften nicht leichter, ihre Aufgaben zu erfüllen. Trotzdem konnte die Übung nach einer Stunde erfolgreich beendet werden.

Am Samstagvormittag machten sich die Teilnehmer mit den Objektbedingungen an der Zeulenrodaer Rötleinschule vertraut. Eine Begehung im Schulkomplex und eine anschließende Einsatzübung waren wichtig, ist doch die Schule einer der Einsatzschwerpunkte in Zeulenroda.

Am Samstagnachmittag betraten die Teilnehmer "feuerwehrtechnisches Neuland" im Kletterwald Koala bei Lederhose. Bewältigung unterschiedlicher Parcours in Höhen bis zu 12 Metern ließen sie an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stoßen, zumal die Bewältigung der Parcours in voller Einsatzbekleidung abgefordert wurde.

Am Sonntag um 9.07 Uhr heulten dann die Sirenen der Stadt zur letzten Einsatzübung des Wochenendes. In einem leer stehenden Wohnhaus in Zeulenroda, Flur Tscherlich, wurde ein Wohnungsbrand inszeniert. Bereits kurze Zeit nach dem Eintreffen waren alle Verletzten gerettet und der Brand gelöscht. Die Einsatzleitung schätzte die Übung als gelungen ein.

Nach Herstellung der Einsatzbereitschaft und Reinigung der Fahrzeuge und Ausrüstungen beendete Stadtbrandmeister Frank Tschochner die Wochenendschulung. Die Stützpunktfeuerwehr blickt auf ein erfolgreiches Ausbildungswochenende mit zirka 17 Ausbildungsstunden je Teilnehmer zurück. Die Leitung der Feuerwehr bedankt sich bei allen Teilnehmern für die erbrachten Leistungen, die hohe Einsatzbereitschaft und den guten Teamgeist, der alle Veranstaltungen begleitete. Besonderer Dank gilt Herrn Klug, EWZ Zeulenroda, der Raster GmbH und dem Zweckverband WAZ Zeulenroda.

Quelle: SBM Frank Tschochner; OTZ-Onlineausgabe vom 07.09.2009

Dreimal zu Feuerwehrübungen ausgerückt

2007-09-09 | >>

Zeulenrodaer Kameraden der Stützpunktfeuerwehr in Theorie und Praxis geschult

Gleich drei Übungen absolvierten die Kameraden der Sützpunktfeuerwehr Zeulenroda am Wochenende. Bereits am Freitagabend gab es nach der Schließung des Marktes einen Probeeinsatz in Zeulenrodas Kaufland-Filiale.

Am Sonnabendvormittag paukten dann 35 Kameraden theoretische Fragen, die sie am Nachmittag gleich praktisch anwenden mussten. Im Dörtendorfer Steinbruch galt es Grundlagen der Einsatztaktik anzuwenden. Die Handhabung der Pumpen und anderer Technik im Einsatz war ebenso gefordert wie das Retten von Personen aus unterschiedlichen Gefahrenbereichen.

Als dann gegen 17 Uhr wiederum die Sirene in Zeulenroda heulte, wurden die Feuerwehrleute in die Heinrich-Heine Straße gerufen. Ein Wohnungsbrand mit starker Rauchentwicklung und zwei vermisten Personen wurde angenommen.

"Bei dem hohen Spektrum von 162 Einsätzen im Jahr sind diese Übungen besonders wichtig und tragen für die Kameraden auch enorm zur Sicherheit im Beherrschen der Technik bei", ist sich Stadtbrandinspektor Frank Tschochner sicher. Besonderer Dank gilt dabei der Firma Rocktäschel, der Firma Neuform Türenwerk Glock sowie der Basalt AG Thüringen für das Üben auf ihrem Territorium.

Quelle: OTZ-Printausgabe; von H.Henze; 2007-09-10

Feuerwehr Zeulenroda testet digitale Kommunikation der Zukunft

2006-09-10 | >>

TETRA-BOS-Funk im Praxiseinsatz untersucht; Kommunikation verschlimmbessert

Anlässlich der Wochenendschulung der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda (vom 8.9. bis 10.9.2006) stellte die Firma Radiodata Funk- und Sicherheitssysteme GmbH aus Dahlewitz bei Berlin den Zeulenrodaer Kameraden drei TETRA-Funkgeräte der neusten Generation aus dem Hause Motorola zur Verfügung. Somit hatten die involvierten Floriansjünger ausreichend Gelegenheit die Geräte der Zukunft im Praxiseinsatz auf Herz und Nieren zu testen.

Kamerad Nico Pelz, welcher im Landkreis Greiz als berufener Kreisausbilder für Sprechfunk bereits vielen Einsatzkräften den Umgang mit der herkömmlichen analogen Funktechnik vermittelt hat, stellte die digitale Zukunft in einer kurzen theoretischen Einführung vor. Die anfängliche Begeisterung beim Kennen lernen der Wundergeräte und deren umfangreichen Funktionen konnte im Praxistest jedoch nicht gehalten werden.

Die Reichweite des TETRA-Funks ist im Vergleich zur derzeitigen Funktechnik im erprobten Modus zur Einsatzstellenkommunikation um einiges geringer. Daher kam es im Übungsfall häufiger zu Aussetzern des TETRA-Funks, während der analoge Funk weiterhin, wenn auch mit teils verrauschter Sprache, funktionierte. Die Ursache dieser Aussetzer ist in den Eigenschaften der digitalen Sprachübertragung zu finden. Innerhalb des Empfangsgebietes weist der TETRA-Funk eine hochwertige Sprachqualität auf. Sobald man jedoch die Grenzen des Empfangsbereiches erreicht, bricht die Übertragung komplett zusammen. Beim analogen Funk hingegen ist die Sprachqualität zwar geringer, jedoch kommt es an Grenzen der Funkversorgung nicht zum totalen Ausfall sondern vielmehr zum immer stärkeren verrauschen der Sprache.

Aufgrund der Erkenntnisse dieser Erprobungsszenarien der Wochenendschulung kann man den TETRA-Funk jedoch nicht allgemeingültig als unqualifiziert betrachten. Zur vollen Funktionsfähigkeit des TETRA-Funks wird zusätzlich eine Infrastruktur an Relaisstellen benötigt. Diese befinden sich deutschlandweit jedoch erst im Planungs- und teils auch schon im Aufbaustadium. In Thüringen steht jedoch noch keine Infrastruktur zur Verfügung und somit mussten sich die Tests zur Wochenendschulung auf ein Minimum des zukünftig Machbaren beschränken.

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