Der Jubel war am Sonnabend groß bei der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Gera-Liebschwitz. In der Geraer Stadtmeisterschaft 2011 im Löschangriff konnten die Vorjahressieger den Wanderpokal verteidigen.
In der Gesamtwertung der acht Mannschaften der Aktiven aus der Stadt Gera und dem Landkreis Greiz hatten die Geraer allerdings das Nachsehen: Drei der vier Wehren aus dem Kreisfeuerwehrverband Osterland ließen auch die schnellsten Feuerwehrleute des Stadtfeuerwehrverbandes Gera hinter sich.
Erstmals hatten beide Feuerwehrverbände einen gemeinsamen Wettbewerb organisiert, der auch erstmals mitten im Stadtzentrum von Gera ausgetragen wurde. "Wir gewinnen", war sich Wolfgang Kröger von der FF Haselbach, dem Kreismeister des Vorjahres, nach der Eröffnung morgens um neun noch sicher. Jeden Sonnabend hatten die Haselbacher trainiert für einen Sieg. Doch es sollte anders kommen. Unangefochtener Kreismeister und zugleich Gesamtsieger des Wettbewerbs wurde die Feuerwehrmannschaft aus Zeulenroda. Die Haselbacher waren mit 27,2 Sekunden auf der Strecke zwischen dem Wasserbassin an der Dr.-Eckener-Straße und dem Ziel am Stadtmuseum für das Löschwasser aus den ausgerollten Schläuchen eine Sekunde langsamer. Noch eine knappe Sekunde mehr benötigte Zelitz für den Löschangriff auf der genormten Distanz. Geras Stadtmeister Liebschwitz hatte Pech, musste den ersten Wertungslauf abbrechen und schaffte mit 29,5 Sekunden im zweiten Durchgang zwar den Sieg auf Stadtebene, aber in der Gesamtwertung nur den vierten Platz.
Ein Achtungszeichen setzte am Samstag Geras Feuerwehrjugend, die mit drei Mannschaften in gesonderter Wertung angetreten war. "Die kleinen Mädchen von Aga sind Spitze", sagte Petra Küttner-Wohlfahrt. Sie war als Zuschauerin gekommen, um ihrem Sohn Yves und der hochgewachsenen Langenberger Jugend die Daumen zu drücken. "Für uns war die Meisterschaft im Zentrum eine Gelegenheit, die Arbeit der Feuerwehr in den Blick der Geraer zu rücken", sagte zum Abschluss der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes Gera, Steffen Höntsch. 2012 soll es wieder einen gemeinsamen Wettkampf geben, dann im Landkreis.
Quelle: Angelika Munteanu, OTZ-Onlineausgabe vom 04.07.11












