Von Heidi Henze OTZ, Ausgabe 2005-07-11
Mit Aufwärm- und Dehnungsübungen, dem wiederholten gedanklichen Abspulen aller Handlungsabläufe im Wettkampf machten sich nicht etwa Leistungssportler fit für einen sportlichen Wettkampf, sondern die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Thüringen und dem befreundeten tschechischen Tlucna, die am Sonnabend nun schon zum achten Male um den begehrten Mühlenpokal in Stelzendorf wetteiferten. Auch Norbert Daßler, stellvertretender Wehrleiter und Feuerwehrvereinschef der Stelzendorfer, die alljährlich den Löschangriff-Wettkampf organisieren, weiß sehr wohl, dass dieser mittlerweile zum richtigen Leistungssport geworden ist. Denn nicht ohne Grund werden Thüringer Landesmeisterschaften und Deutschlandcups in dieser Disziplin ausgetragen.
39 Frauen-, Männer- und Jugendmannschaften trafen sich zum Löschangriff-Wettkampf auf der Stelzendorfer Wiese. Wahrlich heiß ging es her. Nicht nur, dass die Kameraden alles gaben, um bestmögliche Zeiten zu erreichen, sie polierten und schmierten auch die Motoren, feuchteten die Kupplungen der Wasserschläuche an und wurden natürlich von den am Rande stehenden Kameraden lautstark und tatkräftig angefeuert. Tuning bei den Motoren der Tragkraftspritzen ist "in", die mit Airbrush-Technik oder metallicblau glänzend zu echten Unikaten aufgepeppt werden. Manche bekam vor dem Wettkampf eine Streicheleinheit.
Unter den Teilnehmern auch die I. Mannschaft aus Wittgendorf, amtierender Thüringer Landesmeister, der Vizemeister Behrenbach und die erste Mannschaft aus Zedlitz, Pokalverteidiger aus dem vergangenen Jahr.
Besonders gute Leistungen, wie die der siebenköpfigen Stelzendorfer Mannschaft, die die 90 Meter von der Startlinie bis zum Zielpunkt in 28,74 Sekunden zurücklegten, wurden mit kräftigen Beifall belohnt. Auch wenn es für sie als Gastgeber am Ende "nur" für den 7. Platz reichte.
Am Nachmittag dann wurde aller Wettkampfstress vergessen und der Spaß stand im Vordergrund. Mit Paddelbooten, ausgerüstet mit Frisbeescheiben, mussten die Kameraden einen Parcours auf dem Stelzendorfer Teich durchfahren. Dass dabei Kameraden unter dem fröhlichen Gelächter der Außenstehenden ins Wasser fielen, wurde als eine willkommene Abkühlung gesehen.
























