Es schien, als hätten die "Mehl"schen Wettergott Petrus genau pünktlich zum samstäglichen Festtreiben dirigiert. Sonnenschein und doch nicht zu warme Temperaturen - ideale Bedingungen, ein bedeutsames Jubiläum zu begehen: 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr, wenn das mal kein Grund zum Feiern ist. Einläutung fand das feucht-fröhliche Wochenende am Freitagabend mit einer Filmvorführung und Diaschau, welche die Entwicklung der Feuerwehr Revue passieren und Erinnerungen aufkommen ließen. Kein Wunder, viele der Kameraden sind nicht erst seit gestern dabei und blicken auf viele Einsätze als auch gesellige Momente zurück. So beispielsweise auf die große Fete zum 100-jährigen Bestehen 1984, welche wieder einmal bewies, dass die Feuerwehr großen Anteil am gesellschaftlichen Leben im Dorf leistet.
Zurück in die Gegenwart. Beim Gaudiwettkampf am Samstag - einem Parcours, der Schnelligkeit, Geschick und Teamgeist erforderte - legten sich die heimischen Kameraden sowie Freunde benachbarter Wehren aus Zeulenroda, Langenwolschendorf, Triebes, Hohenleuben, Langenwetzendorf, Dörtendorf und Weißendorf gehörig ins Zeug. Acht Teams und eine illustre Auswahl nicht ganz ernst zu nehmender Spiele, das konnte ja nur heiter werden.
Auch an Kinderunterhaltung sollte es nicht mangeln. Extra für die Kleinen rollte gegen 15 Uhr das Spielmobil an, auch Ballspiele wurden rege genutzt. Die Größeren probierten sich auf der Naturkegelbahn, deren Selbstkonstruktion von wahrem Erfindergeist zeugte.
Wer es weniger sportlich bevorzugte, der konnte es sich mit einem der kulinarischen Angebote gut gehen lassen. Vom deftigen Grillgut über leckeres Eis bis zum Kaffeegedeck - Mühe hat hier keiner gescheut. Besonderer Beliebtheit erfreute sich der Stand der "Kuchenfrauen", deren in Eigenregie zubereitetes Backgut nicht lange auf Käufer wartete.
Für die musikalische Untermalung am Nachmittag sorgten die Merkendorfer Musikanten im Festzelt, die mit Hits wie "Kommt lasst uns feiern die ganze Nacht" aufwarteten. Dieser Ansage folgten die Gäste gern und feierten in Mehl"scher Manier bis weit nach Mitternacht zu den Klängen der Elsterberger Memory-Band.
Es war ein wunderbares Fest, das ohne das Engagement zahlreicher Bürger nicht möglich gewesen wäre. Exemplarisch sind hier die Mitglieder des Sport- und Faschingsvereins zu nennen, die das vielfältige Rahmenprogramm stemmten. Das Gros der Organisation oblag natürlich den Kameraden der Feuerwehr und den Anhängern des gleichnamigen Vereins: Wehrleiter Dieter Swierczek und dessen Stellvertreter Ralf Roßram planten die Feierlichkeit bereits Monate voraus und konnten sich über den hervorragenden Anklang nur glücklich schätzen. Dass ein Ort nicht groß sein muss, um Großes auf die Beine zu stellen, dafür ist Mehla wahrlich ein Paradebeispiel.
Quelle: T. Höch; OTZ-Onlineausgabe vom 23.08.2009




























