Feuerwehr Zeulenroda-Triebes

Seite: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |

Tschirmaer Brandhaus jetzt unter Eis

2011-01-04 | >>

Der Brand in einem Vierseithof in Tschirma hielt in der Nacht zum Mittwoch 45 Feuerwehrmänner viele Stunden in Atem. Gegen 23.30 Uhr wurden über die Rettungsleitstelle Gera die Feuerwehren Tschirma, Wildetaube, Hohenleuben und Berga alarmiert, auch der Rettungsdienst war vorsorglich zur Stelle.

"Als wir mit dem ersten Trupp aus Wildetaube gegen 23.40 Uhr ankamen, schlugen die Flammen schon aus dem Dachstuhl des Seitengebäudes", schildert Klaus Götz, Wehrleiter und Ortsbrandmeister Wildetaube. Das Feuer scheint vermutlich im Spitzboden des Fachwerkbaus ausgebrochen zu sein, wo Stroh und Heu gelagert waren und die Flammen ständig neue Nahrung fanden. "Wir haben vom Dorfteich zum Brandort die Schlauchleitung gelegt, die Tschirmaer hatten damit bereits begonnen, und der erste Löschangriff stand. Die Hohenleubener haben sich sofort eingeklinkt, sodass wir mit vier C-Rohren gegen die Flammen vorgehen konnten", so Einsatzleiter Götz. Die Bergaer Feuerwehrmänner bauten eine zusätzliche B-Leitung auf und haben später gegen 2 Uhr nachts gemeinsam mit den Tschirmaer Kameraden die zweite Schicht im Löscheinsatz übernommen.

Verzweifelt verfolgten Hendryk de Bruijn und seine Frau das Geschehen. Die Tochter des holländischen Paares hatte die Immobilie Tschirma Nummer 18 gekauft. Die Eltern wollten in diesen Tagen einige Arbeiten erledigen. Schließlich stand der Vierseithof schon einige Zeit leer. "Wir haben vor dem Fernseher gesessen, als auf einmal das Licht ausging", schildert de Bruijn. "Als wir nachschauten, stand das Seitengebäude, in dem Holz und Kohlen lagerten, in Flammen."

Die Feuerwehrmänner hatten bis in die frühen Morgenstunden zu tun. Gestern Mittag rückten die Tschirmaer und Bergaer nochmals aus, um Glutnester zu löschen. "Es ist uns gelungen, den Brand auf das Seitengebäude zu begrenzen, ein Übergreifen auf das Wohnhaus konnte verhindert werden. Und glücklicherweise wurden keine Personen verletzt. Alle vor Ort haben sehr gut zusammengearbeitet", resümiert Klaus Götz. Schnee, Glätte und die Hanglage des Hofes ließen den Einsatz der Drehleiter nicht zu. Der Dampf verwandelte sich bei minus acht Grad sofort in Eisregen, der die Männer und Frauen mit Kälte überzog. Hinzu kam, dass das Löschwasser auf der Straße gefror und gestreut werden musste. Zur Brandursache ermittelt die Kriminalpolizei Gera. Da das gesamte Brandobjekt gestern total vereist war, liegt allerdings auch die Ursachenforschung auf Eis. Der durch den Brand entstandene Sachschaden wird vorläufig auf 10 000 Euro geschätzt.

Kathrin Schulz; OTZ-Onlineausgabe vom 05.01.2011

Transporter brennt in Zeulenroda aus

2011-01-02 | >>

Die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel haben Polizei und Feuerwehr einen vergleichsweise ruhigen Dienst beschert.

Im Bereich der Polizeidirektion Gera kam es zu keinen Bränden größeren Ausmaßes. Die Polizeiinspektion Greiz konstatiert dagegen zahlreiche Fälle von Sachbeschädigungen durch pyrotechnische Erzeugnisse. In Gommla wurden beispielsweise 14 Briefkästen gesprengt und dabei größtenteils völlig zerstört. Die Beamten gehen davon aus, dass überwiegend Pyrotechnik aus Tschechien und Polen zum Einsatz kam. Insgesamt zeichne sich die Tendenz ab, dass mit zunehmender Angebotsbreite, vor allem bei den aus dem Ausland verbotswidrig eingeführten Erzeugnissen ohne Prüfzeichen, die Sprengkraft und damit die Sachschäden jährlich zunehmen. Glücklicherweise seien laut Polizei in der Region nur Sachschäden, keine Personenschäden zu verzeichnen gewesen.

Für die Feuerwehren in Zeulenroda-Triebes war Silvester extrem ruhig. Keine der Wehren musste ausrücken, informierte Stadtbrandmeister Frank Tschochner. Dafür wurden die Kameraden der Stützpunktfeuerwehr am frühen Sonntag gegen 1.50 Uhr alarmiert. Auf dem Parkplatz des Philipps-Marktes Hohe Straße brannte ein Kleintransporter aus. Es entstand Totalschaden, die Polizei ermittelt zur Brandursache. Die Stützpunktwehr war mit drei Fahrzeugen und acht Einsatzkräften vor Ort.

Quelle: OTZ-Onlineausgabe; 2011-01-02

Runder Tisch für die Feuerwehr

2010-12-17 | >>

Einen "Runden Tisch" mit lokaler Wirtschaft und kommunaler Politik will Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) im Februar einberufen, um vielfältige Probleme der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda zu klären.

Mit dieser Ankündigung reagierte Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) am Freitag zur Jahreshauptversammlung der Wehr auf recht deutliche Kritik an den Rahmenbedingungen.

"Wir haben Probleme über Probleme, die wir aber selbst nicht lösen können", schilderte Stadtbrandmeister Frank Tschochner in seinem gut einstündigen Leitungsbericht. "Das System krankt, es treten Sachen auf, die es früher nicht gegeben hat." Ein Beispiel: Ende November kam ein Anruf von einem Arbeitgeber, der eine Einstellung plante, sie aber gleich wieder in Frage stellte, weil der Mann ja bei der Feuerwehr sei und deshalb bei Einsätzen dem Betrieb fehle. Die Wehrleitung sah sich zu einem Kompromiss genötigt: Der Mann bekam seinen Job und wird nun eben während der Arbeitszeit von seiner Feuerwehrtätigkeit freigestellt. Auch die Garantie, dass die Lohnausfallkosten gezahlt werden, reicht oft nicht mehr. Der Stadtbrandmeister zeigte einerseits Verständnis für die Lage der Firmen, forderte aber andererseits Lösungen, um die aktiven Kameraden am Ort zu binden "mit Hilfe der Stadt und der Unternehmerschaft."

Zurzeit zählt die Feuerwehr 77 Mitglieder, davon 45 in der Einsatzabteilung. Auf dem Papier ein guter Schnitt wie in den Vorjahren auch. Aber die Zahl derer, die nach der Alarmierung tatsächlich zur Stelle sein können, nimmt ab bzw. wird immer häufiger vakant. Und das bei gleichzeitig wachsendem Einsatzgebiet. Allein im Dezember wurde man zu 27 Hilfeleistungen gerufen.

Wer auswärts arbeitet, steht ebenso wenig zur Verfügung. Zudem fällt nächstes Jahr der Wehrdienst weg, mit ihm auch der Wehrersatzdienst und der Katastrophenschutzdienst, mahnte Tschochner. Dem Abwanderungstrend Einhalt zu gebieten, das sieht auch der Chef der Tauchergruppe, Klaus Zipfel, für unbedingt erforderlich. Er befürchtet, dass nächstes Jahr weitere junge Leute aus der Feuerwehr verschwinden.

Bei der materiellen Unterstützung kann die Wehrleitung nicht klagen. Auch wenn sie Anfang des Jahres befürchtete, die Pflichtaufgabe Feuerwehr gerate aus dem Blickfeld der Stadt. Nach einer Aussprache beim Bürgermeister seien im Nachtragshaushalt die nötigen Korrekturen erfolgt, lobte Tschochner. Auch bei anderen, nicht vorhersehbaren Ausgaben seien vom Bürgermeister und vom Ordnungsamtsleiter alle Möglichkeiten ausgereizt worden, bedankte er sich. Der nun beschlossene Doppelhaushalt enthalte "die groben Vorstellungen der Feuerwehr". So könnten nun auch die Ortsteile mit normgerechter Einsatzkleidung ausgestattet werden. Zudem ist für 2011 das knapp 200 000 Euro teure Staffellöschfahrzeug für die Feuerwehr Pahren angekündigt. Bis 2012 komme ein Einsatzfahrzeug für die Tauchergruppe. Und auch die Ersatzbeschaffung für die teils maroden Schläuche wird möglich.

Den Rahmen der Jahreshauptversammlung nutzten auch Nico Pelz und seine Frau um ein herzliches Dankeschön auszusprechen für die Überraschung zum Polterabend und die Geschenke zur Hochzeit. Dafür bekamen die Zeulenrodaer Kameraden von dem frischen Ehepaar vier Hochleistungs-LED-Blitzer und 2500 Blatt Briefbögen für das 150-jährige Jubiläum 2013.

Quelle: OTZ-Onlineausgabe; Steffen Beikirch und Nico Pelz; 2010-12-20

Seite: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |

Suche

Erweiterte Suche | Hilfe