Um 09.39 Uhr wurden die Feuerwehren Langenwetzendorfs und seiner Ortsteile sowie Zeulenroda-Triebes alarmiert, um einen Brand in der Schweinemastanlage an der B 92 bei Langenwetzendorf zu löschen. Unter dem Dach eines Schweinestalls war es vermutlich durch einen technischen Defekt zum Brand gekommen. Zwei Buchten mit Schweinen mussten umgestallt werden. Die Feuerwehrmänner und -frauen hatten den Brand nach 30 bis 40 Minuten im Griff. Erschwert wurden die Löscharbeiten allerdings durch die auf dem Dach installierte Solaranlage. Einsatzleiter Knut Barthold von der Feuerwehr Langenwetzendorf dankte allen Wehren für die schnelle Einsatzbereitschaft. Zur Schadenshöhe gibt es derzeit noch keine Erkenntnisse. Verletzt wurde niemand und alle Tiere konnten gerettet werden.
Quelle: Kathrin Schulz; OTZ; 20.08.2011
Recyclinghof Mehla: Gegen 10.40 Uhr lädt ein 62-jähriger Fahrzeugführer Betonbruch von einem Dreiachser LKW-Abrollcontainer mit Hakenlift-Funktion. Als er den Container entleert hat und wegfahren will, ist er unaufmerksam und bleibt mit dem Hakenlift in einer 20 Kilovolt-Starkstromleitung hängen. Der Lkw fängt Feuer. Dicke, schwarze Rauchwolken steigen auf, die weithin zu sehen sind.
"Es war etwa 10.50 Uhr, als wir alarmiert worden sind", sagt Frank Schneider, stellvertretender Stadtbrandmeister in Zeulenroda-Triebes und Einsatzleiter in Mehla. Er selbst sei kurz nach 11 Uhr auf dem Gelände der Entsorgungsgesellschaft Umwelt mbH eingetroffen. Etwa 24 Feuerwehrleute aus Zeulenroda-Triebes, Dörtendorf und Mehla waren mit vor Ort. Doch es habe fast nichts gelöscht werden können, da bis etwa 12 Uhr keiner genau habe sagen können, ob noch Strom auf der Leitung ist, sagt Schneider. "Als der Strom schließlich abgeschaltet war, gab es nicht mehr viel zu löschen. Der Lkw war zu dieser Zeit schon fast ausgebrannt. "Glücklicherweise ist niemand verletzt worden", sagt Andreas Künzel, Geschäftsführer der Entsorgungsgesellschaft. Er sei gerade auf dem Rückweg von einem Termin bei der Bad Köstritzer Stadtverwaltung gewesen, als er gegen 11 Uhr über das Geschehen in Mehla informiert wurde. "Natürlich bin ich sofort hingefahren. Es war ein ganz schöner Schreck. Überall standen Schaulustige herum. Ich wusste ja, da es ein Lkw der Firma war, dass einer unserer Mitarbeiter in Gefahr ist", sagt Künzel. "Letztendlich hatten wir fast noch mehr Glück als Pech", so der Geschäftsführer.
Der Lkw-Fahrer, der seit April 1986 in der Firma arbeitet, sei gelernter Elektriker. Er habe genau gewusst, wie er sich verhalten muss. "Er ist nicht aus dem Lkw ausgestiegen, sondern gesprungen, so dass er mit beiden Beinen auf der Erde gelandet ist. Ansonsten wäre er verbrannt oder durch einen Stromschlag zu Tode gekommen", sagt Andreas Künzel, der gar nicht daran denken mag.
Der Vorfall hat einiges ins Rollen gebracht. So will Künzel erneut alle Kraftfahrer im Hause belehren. Die Betriebsverordnung soll zum Thema Starkstromleitung ergänzt werden. Außerdem will er versuchen, mit dem Energieversorger Eon zu sprechen, ob die Stromkabel nicht in die Erde verlegt werden könnten.
Der unachtsame Lkw-Fahrer habe zumindest seitens Künzels nichts zu befürchten. "Er ist ein zuverlässiger Mitarbeiter, ich stehe voll hinter ihm", so der Geschäftsführer. Er betont jedoch, dass er damit nicht entschuldige, dass einer seiner Mitarbeiter die Pflicht vernachlässigt habe zu überprüfen, ob er den Abladeplatz gefahrlos verlassen könne.
Heute soll der 62-jährige Mitarbeiter dem Dienstplan zufolge wieder im Einsatz sein. Ein paar freie Tage würde sein Chef ihm allerdings zugestehen, denn beim Ausbrennen des Lkws ist seine Aktentasche mit allen persönlichen Dingen wie Hausschlüssel, Pass, Führerschein und Geld vernichtet worden.
Beim Brand beschädigt wurde auch die Hochspannungsleitung, Kabel müssen ausgetauscht werden. In Mehla, Brückla und Reichenfels fiel der Strom aus. Es entstand ein Schaden von mehreren tausend Euro.
Quelle: Ute Flamich; OTZ-Onlineausgabe vom 18.08.2011
Insgesamt 44 Kinder, Jugendliche und erwachsene Begleiter verbrachten vom 06 bis 13 August 2011 das sechste gemeinsame Jugendferien-und Ausbildungslager im Schullandheim Zeulenroda. Das seit 2007 im jährlichen Wechsel stattfindende Treffen wurde am Samstagabend im Schullandheim eröffnet.
Zahlreiche Programmpunkte zum Thema Feuerwehr aber auch verschiedene Freizeitaktivitäten standen bei besten Wetterbedingungen auf dem Plan. Dazu gehörte ein fröhliches Treiben im Erlebnisbad Waikiki, Besuch der Kartbahn in Mießitz, ein Bowling Nachmittag im Bio- Seehotel, ein Besuch in der Rettungsleitstelle Gera, toben im Freizeitpark Plohn, sowie Bastel, Spiel, Sport und Backrunde im Schullandheim.
Theoretische wie auch praktische Ausbildungen fanden zu folgenden Themen statt: Orientierungslauf mit Geländespiel, wo typische Feuerwehraufgaben, wie Knoten und Bunde, Schlauch- und Gerätekunde sowie Fahrzeugkunde. Bei der Ersten Hilfe stand das Auffinden verletzter Personen und das richtige Vorgehen bei Verkehrsunfällen im Vordergrund.
Bei einem Besuch im Kletterwald Lederhose konnten die Kinder und Jugendlichen Ihr Können im Klettern und Abseilen unter Beweis stellen, dieser Ausflug diente zur Vorbereitung für das Retten von Personen. Auch ein kleiner Sprachkurs in den jeweiligen Fremdsprachen wurde zur Verbesserung der Kommunikation mit viel Spaß und Freude durchgeführt.
Am Donnerstagabend wurde durch die Zeulenrodaer Wehr im Schullandheim eine Einsatzübung durchgeführt, wobei der Nachwuchs viel zum taktischen Ablauf einer Brandbekämpfung lernen konnte. Nach der erfolgreich absolvierten Einsatzübung im Schullandheim wurde gegen 23:30 Uhr eine Nachtwanderung für alle Kinder und Jugendliche durchgeführt. Am Freitag erfolgte dann eine große Abschlussparty im Schullandheim Zeulenroda.
Wie aus den kurzen Ansprachen des Ersten Beigeordneten der Stadt Zeulenroda-Triebes Holger Stößel und Stadtbrandmeister Frank Tschochner deutlich wurde, werden die Kosten von etwa 8000 Euro je zur Hälfte vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds sowie von der Stadtverwaltung bestritten. Einen Obolus steuern fünf Gewerbebetriebe bei.
Stadtbrandmeister Frank Tschochner und Jugendwart Christian Komorowski bedanken sich bei allen Gewerbetreibenden der Stadt Zeulenroda-Triebes und dem Deutsch-Tschechischen-Zukunftsfonds für die finanzielle Unterstützung sowie den Kameraden der Feuerwehren Zeulenroda und Triebes für ihre Unterstützung.
Christian Komorowski
Jugendwart
Bilder vom Ferienlager