Feuerwehr Zeulenroda-Triebes

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Traurige Berühmtheit für ein kleines Dorf; Großeinsatz nach Hubschrauberabsturz

2010-05-23 | >>

Ein Großaufgebot von Rettungskräften, Feuerwehrleuten, Polizei und anderen Beamten arbeitete am späten Nachmittag und Abend des Pfingstsonntages sowie in der Nacht zum Pfingstmontag an der Bergung der Opfer des Hubschrauberabsturzes.

Mönchgrün. Die Einsatzkräfte kümmerten sich nicht zuletzt um die Verwandten aus Moßbach, Oettersdorf, Schleiz, Göschitz und anderen Orten in der näheren Umgebung von Schleiz im Saale-Orla-Kreis.

Viele von ihnen, wie auch Vertreter von Zeitungen, Fernseh- und Rundfunksendern, hörten sicherlich zum ersten Mal von dem Dörflein an der A 9 und suchten es auf. Die 46 Einwohner zählende Ansiedlung gehört zur Gemeinde Görkwitz. An diesem Abend war sie voll von Autos. "Auf solche Berühmtheit hätten wir gern verzichet", sagte gestern der Görkwitzer Bürgermeister Karl-Heinz Barth.

Auf dem Feld am Ortsrand gab bis in die Nacht u. a. die Freiwillige Feuerwehr Schleiz ihr Bestes. Sie übernahm auch die Arbeit von Kameraden aus den kleinen Dörfern, da diese gute Bekannte, Freunde oder sogar Verwandte unter den Opfern hätten haben können.

Neben Sicherungsarbeiten, der großflächigen Ausleuchtung der Einsatzstelle, der Versorgung aller am Einsatz beteiligten Kräfte war die Aufgabe der Feuerwehr, technische Hilfe bei der Ursachenforschung, aber auch der Bergung der Getöteten zu leisten. Stadtbrandmeister Ronny Schuberth sagte dazu, noch ganz aufgewühlt. "Für die meisten Einsatzkräfte war es wohl das Schlimmste, was sie bisher gesehen haben ein unfassbares Unglück."

Quelle: Judith Albig/Karl-Heinz Putzmann; OTZ-Onlineausgabe vom 24.05.2010

Tödlicher Rundflug bei Schleiz

2010-05-23 | >>

Beim Absturz eines Helikopters am Pfingstsonntag nahe Schleiz sind alle vier Insassen ums Leben gekommen. Die Ursache ist noch unklar. Es deutet aber einiges darauf hin, dass dem Hubschrauber der Treibstoff ausgegangen war.

Mönchgrün. "Er war ein ruhiger und sicherer Pilot", sagt Gisela Krösel. Die Bürgermeisterin von Moßbach kannte Andreas B., der beim Absturz seines Hubschraubers mit seinen drei Fluggästen ums Leben kam, gut. "Ich bin selbst schon mit ihm geflogen", berichtet sie allerdings mit seinem Flugzeug, einer kleinen Propellermaschine. Den Hubschrauber habe B. erst vor gut einem Monat angeschafft. Es sei vermutlich sein erster Hubschrauberflug mit Gästen gewesen. Trotzdem, an seinen Fähigkeiten zweifelt Gisela Krösel nicht: "Er wollte mich auch beim ersten Mal mitnehmen." B. habe am Wochenende noch versucht, sie anzurufen: "Aber ich war nicht zu Hause. Sonst wäre ich vielleicht mitgeflogen", sagt die Bürgermeisterin leise.

Gestartet war der Hubschrauber vom Typ Fairchild-Hiller FH 1100 am Pfingstsonntag vermutlich von einem privaten Start- und Landeplatz in Moßbach, was die Polizei aber gestern noch nicht bestätigte. An Bord waren der 49-jährige B. sowie ein 50-Jähriger aus Görkwitz und ein 50-Jähriger mit seinem 22-Jährigen Sohn aus Oettersdorf. Beide Orte gehören zur selben Verwaltungsgemeinschaft wie Moßbach. Gegen 16.30 Uhr stürzte der Helikopter in Mönchgrün bei Schleiz auf ein Feld am Waldrand. Laut Augenzeugen fiel er wie ein Stein aus rund 50 Metern Höhe herunter. In der Nacht zu gestern bargen Polizei und Feuerwehr die Leichen und das Wrack. Experten vom Luftfahrtbundesamt suchen nach der Ursache des Absturzes.

Noch steht diese nicht fest. Es gibt aber Anzeichen, dass dem 1968 gebauten Hubschrauber der Treibstoff ausgegangen war. Ein Augenzeuge sagte unserer Zeitung, der Helikopter habe vor dem Absturz Aussetzer gehabt. Ein Ohrenzeuge bestätigte, den Motor stottern gehört zu haben. Zudem habe das Wrack nicht gebrannt und nicht nach Benzin gerochen, so Feuerwehr-Einsatzleiter Ronny Schuberth am Sonntagabend. Ein Polizeisprecher betonte aber gestern, im Ackerboden an der Absturzstelle habe man "Betriebsstoffe" gefunden. Ob es sich um Motoröl oder Treibstoff handele, müsse noch ermittelt werden.

Moßbachs Bürgermeisterin Gisela Krösel will nicht über Ursachen spekulieren. Fest stehe, sagt sie mit belegter Stimme, dass das Dorf mit Andreas B. einen sehr engagierten Bewohner verliere. Der Unternehmer war im Gemeindeleben aktiv und hat zudem viel gespendet, ob für den Sportverein oder den Kindergarten. Seine Leidenschaft fürs Fliegen war "im ganzen Kreis bekannt", erklärt eine junge Frau aus Moßbach, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. "Er wollte so viel schaffen", sagt Gisela Krösel. Von Moßbach aus habe B. zum Beispiel Rundflüge anbieten und so helfen wollen, das Gewerbegebiet wieder zu beleben.

Aber jetzt hat die Bürgermeisterin keine Zeit mehr. Eine Sache ist wichtiger als Gespräche über große Pläne. Sie will einen Besuch machen und ihr Beileid ausdrücken: Bei der Lebensgefährtin des Verunglückten.

Quelle: Malte Wicking TA; OTZ-Onlineausgabe vom 25.05.10

Hubschrauberabsturz: Leichen identifiziert

2010-05-23 | >>

Eine Tragödie ereignete sich am Pfingstsonntag am Ortsrand des Schleizer Ortsteiles Mönchgrün, der in unmittelbarer Nachbarschaft zur Autobahn A 9 liegt.

Mönchgrün. Aus bisher ungeklärter Ursache stürzte gegen 16.30 Uhr ein Helikopter vom Typ Fairchild-Hiller FH 1100 aus etwa 50 Metern Höhe wie ein Stein zu Boden und zerschellte. Laut Polizeiangaben vor Ort kamen dabei alle vier Insassen ums Leben. Die vier männlichen Insassen stammen aus dem Landkreis Saale-Orla. Bei dem Piloten handelt es sich um einen 49jährigen. Der Jüngste der getöteten Insassen war 22 Jahre alt. Die beiden anderen waren 50 jährig. Noch in der Nacht wurden die Leichen geborgen und untersucht.

Bei dem Flug handelte es sich um einen rein privat organisierten Rundflug, der in Moßbach startete. Das auf der Seite liegende völlig zertrümmerte Fluggerät, zu dessen Typ zunächst keine Angaben gemacht wurden, ist nicht in Flammen aufgegangen, borte sich aber regelrecht in den Boden. Nach bisherigen Erkentnissen scheint der Helikopter auch nicht mit der etwa 150 Meter entfernten Hochspannungstrasse in Berührung gekommen zu sein. Vielmehr näherte sich der Hubschrauber aus Richtung Möschlitz nach Mönchgrün und bog dann aber kurz vor dem Ort zum Waldrand ab, um in Richtung Volksmannsdorf weiter zu fliegen.

Nach Zeugenaussagen ist der Hubschrauber dabei wohl in eine Art Sinkflug übergegangen und stürzte dann am Waldrand senkrecht ab. Die Ermittlungen zur Absturzursache hat inzwischen das Luftfahrtbundesamt übernommen, dessen aus Braunschweig herbei geeilte Spezialisten am Abend an der Unglücksstelle eintrafen.

Wie Polizeirat Heiko Steinbiß, Leiter der Polizeiinspektion Saale-Orla, vor Ort bestätigte, sicherten die unverzüglich alarmierten Beamten der Polizeiinspektion Saale-Orla sowie Saalfelder Kriminalpolizisten mit Unterstützung der Schleizer Feuerwehr die Absturzstelle weiträumig ab und führten erste Beweissicherungsmaßnahmen durch.

Quelle: Karl-Heinz Putzman; OTZ-Onlineausgabe vom 24.05.2010

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