Am Sonnabend gegen 14.40 Uhr heulten die Sirenen in Zeulenroda, Langenwolschendorf und Läwitz: Die Kameraden der Freiwilligen Wehren wurden zu einem Wohnhausbrand in den Zeulenrodaer Ortsteil Läwitz gerufen. Hier brannte aus bisher noch ungeklärter Ursache eine Wohnung in der ersten Etage eines Zweifamilienhauses.
Erste Ermittlungen durch die Polizei ergaben, dass das Feuer im Wohnzimmer ausgebrochen ist. Zwei weitere Zimmer wurden in Mitleidenschaft gezogen und teilweise beschädigt. Hauseigentümer und -bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen und blieben unverletzt. Sie kamen zunächst bei Verwandten im Ort unter.
Der entstandene Sachschaden wird mit mindestens 50 000 Euro angegeben.
Wie Stadtbrandmeister Frank Tschochner berichtete, konnte dank der schnellen Einsatzbereitschaft der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Läwitz, Zeulenroda und Langenwolschendorf das Übergreifen des Feuers auf den Dachstuhl des Wohnhauses verhindert werden. Mit der Zeulenrodaer Drehleiter und teilweise unter Atemschutz bekämpften die Kameraden das Feuer. Es waren insgesamt 36 Feuerwehrleute im Einsatz.
Gegen 15.10 Uhr war der Brand gelöscht, so der Stadtbrandmeister.
Quelle: Heidi Henze; OTZ-Onlineausgabe vom 18.07.2010
Der Tipp klang seltsam aus dem Mund eines Mannes, von dem man eigentlich Hilfe erwartet. "Reicht dem Ertrinkenden niemals die Hand!" Doch Klaus Zipfel, Chef der Feuerwehr-Tauchergruppe Zeulenroda, weiß, wovon er spricht. "In lebensbedrohlichen Zuständen entwickeln die Menschen unwahrscheinliche Kräfte." Am Ende also könne falsches Verhalten dazu führen, dass neben dem zu Rettenden auch noch die Retter im Wasser liegen und selbst Hilfe brauchen. Ein Seil, ein Paddel oder ein anderer Gegenstand seien für die Kontaktaufnahme folglich sicherer.
Diese und weitere Erkenntnisse nahmen 20 Kameraden der Triebeser Freiwilligen Feuerwehr am Donnerstagabend dankbar auf. Im Rahmen ihrer Ausbildung trainierten sie im Naturfreibad die Wasserrettung. Dafür wurde das feuerwehreigene Schlauchboot zu Wasser gelassen, der Motor vorher demontiert.
Mit vorschriftsmäßig angelegten Schwimmwesten ruderte die Besatzung Klemens Köhler, Marcus Winkler und Klaus Neupert los, um zunächst Michael Schmidt und dann Claudia Stamm herauszufischen.
Immer seitlich beidrehen, riet Klaus Zipfel und erinnerte ein weiteres Mal an die Eigensicherung. Zwei Leute ziehen das Opfer ins Boot, während der Dritte die ganze Chose ausbalanciert. Ist die Person an Bord, ziehen bei einem Gewässer dieser Größenordnung am besten die Kameraden an Land die ganze Truppe mit dem Seil ans Ufer. Das geht schneller, als zu rudern. Und Zeit ist bei der Rettung ja das, was man am wenigsten hat.
Michael Schmidt wurde an Land von seinen Feuerwehrkameraden Michail Syhre und Gordon Schütz übernommen. Beide machen derzeit, wie vier andere, eine Feuerwehr-Ausbildung zum Rettungshelfer, konnten gleich erste Fertigkeiten anwenden. Vorsorglich wurde Schmidt eine Halskrause angelegt und wegen einer "Verletzung" der rechte Unterschenkel geschient. Mit Stethoskop und Blutdruckmessgerät überwachte man indes die Vitalfunktionen.
"Der Blutdruck rauscht in der Regel richtig runter, während die Herzfrequenz steigt." Woran man einen Schock erkennt und was man dann am besten unternimmt, steuerte Jens Krüger, Feuerwehrmann und gelernter Rettungsassistent, zu dieser Ausbildungseinheit der besonderen Art bei.
Quelle: Steffen Beikirch; OTZ-Onlineausgabe 2010-07-03
Am 28.06.2010 gegen 6.25 Uhr kam ein Lkw auf der Bundesautobahn 9 in Fahrtrichtung Nürnberg kurz vor der Anschlussstelle Bad Lobenstein von der Fahrbahn ab und fuhr in die Leitplanken.
Wie die Polizei mitteilt, sei der Fahrer, ein 28-jähriger Pole, nach eigenen Angaben eingeschlafen. Kurz vor dem Mast einer Schilderbrücke wachte er auf und lenkte den Lkw Mercedes mit Anhänger wieder nach links. Als er dabei wieder über die Leitplanken fuhr, riss er sich den Lkw-Tank auf. Hunderte Liter Diesel liefen aus, verteilten sich über alle Fahrspuren und wurden von nachfolgenden Fahrzeugen über 700 Meter weit breitgefahren. Motorenöl und Dieselkraftstoff verschmutzten alle Fahrspuren, so dass die Autobahn komplett gesperrt wurde. Um 10.45 Uhr konnte die Fahrbahn wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Der Sachschaden beläuft sich auf über 20 000 Euro. Personen wurden nicht verletzt.
"Für die Schleizer Freiwillige Feuerwehr war es ein Großprojekt", sagt Stadtbrandmeister Ronny Schuberth. Unmengen von Bindemittel mussten auf die Autobahn aufgebracht werden, um das Öl zu beseitigen. Auch die Abwasserkanäle mussten mit Spezialtechnik ausgesaugt werden. Erst gegen Mittag waren die Arbeiten beendet.
Quelle: OTZ-Onllineausgabe 2010-06-28