Feuerwehr Zeulenroda-Triebes

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Vierter Lauf zum Deutschlandcup 2006

2006-09-09 | >>

Finale furioso; Stelzendorferinnen waren nicht zu bremsen

Am Samstag (09.09.2006) wurde in Halle (Saale) der Letzte von vier Läufen zum Deutschlandpokal ausgetragen. Bei schönstem Wettkampfwetter gingen über 180 der besten Feuerwehrsportler Deutschlands an den Start.

Aus Stelzendorfer Sicht war die Konstellation so, dass das Frauenteam sich mächtig ins Zeug legen musste, um den 3. Platz in der Gesamtwertung gegen das immer stärker werdende Team Lausitz zu verteidigen. Das Männerteam der Stelzendorfer Delegation hatte von vorn herein keine Chance in der Gesamtwertung ein Wörtchen mit zu reden, machte sich aber Hoffnungen auf Einzelerfolge in den Disziplinen Löschangriff und Hindernisstaffel. Wie gewohnt fighteten die Jungs und gaben alles, aber am Ende fehlte einfach das Quäntchen Glück, welches man manchmal zum siegen braucht.

20060909_c04 Feuerwehr Zeulenroda-Triebes Gesamt gesehen konnten sie auch kein Glück haben, denn das hatten die Stelzendorfer Frauen an diesem Tag für sich allein gepachtet. Dabei begann der Tag alles andere als verheißungsvoll. Als erstes musste die B-Staffel antreten. Bis zur letzten Starterin lief alles reibungslos. Doch die vierte Position, das Löschen einer Brandwanne mit einem Feuerlöscher, hatte es in sich. Die Läuferin bekam den an einer Funktionsstörung leidenden Löscher nicht rechtzeitig in Gang und musste so wertvolle Zeit verstreichen lassen, was am Ende nur Platz 8 einbrachte. Nun lagen alle Hoffnungen auf der A-Staffel, die im direkten Vergleich gegen die in dieser Disziplin favorisierten Mecklenburger antreten durfte. Startläuferin Kerstin Hübschmann überquerte ihr Hindernis, eine 2m hohe Leiterwand, zwar nicht lupenrein, aber dafür schnell. Die Übergabe an Läuferin 2, Franziska Porst, klappte. Franziska zeigte einen sauberen Lauf über die Hürde und übergab an Annekathrin Daßler. Das ging jedoch daneben. Das Staffelstrahlrohr fiel herunter. Doch Annekathrin lies sich nicht beeindrucken, lief den Rückstand wieder heraus und übergab an die Schlussläuferin Sissy Daßler. Die nahm den Feuerlöscher auf, aktivierte und ? nichts geschah. Nicht einmal blauer Dunst wollte dem Gerät entweichen. Totalausfall! Auch die Mecklenburger hatten Probleme. Beide Teams reklamierten auf technisches Versagen und bekamen glücklicherweise Recht. Somit Wiederholungslauf, erneuter Start. Und wieder gab es ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen der Kontrahenten. Gingen die Mecklenburger mit den ersten beiden Läuferinnen noch leicht in Führung, konnte wiederum Annekathrin auf der Balkenstrecke aufholen und an Sissy als Erste übergeben. Und die lies im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr anbrennen. Ausgerüstet mit dem letzten zur Verfügung stehenden Löscher, gab sie weder dem Feuer noch der Konkurrenz eine Chance und stürmte zum verdienten Sieg. Es sollte an diesem Tag nicht das letzte Mal sein, dass die Norddeutschen die Ostthüringerinnen von hinten sahen.

Mit diesem Gewinn war der Punktevorsprung zum Team Lausitz auf komfortable 8 Zähler angewachsen und nun wurde die zweite Disziplin des Tages, der Löschangriff, mit großem Selbstbewusstsein angegangen. Zu Recht, wie sich heraus stellen sollte. Denn wiederum liefen die Stelzendorferinnen den anderen Frauenteams davon und entschieden den Wettkampf souverän für sich. Zweite Disziplin, zweiter Sieg für Stelzendorf. Spätestens jetzt fingen die Mannschaftsleiter von Mecklenburg und Buckow an zu rechnen. Die Trainerin vom Team Lausitz konnte praktisch damit aufhören und die Hoffnung auf Platz 3 begraben.

Bei der dritten Disziplin des Tages, der Gruppenstafette, gehörten die Stelzendorferinnen nicht zum unmittelbaren Favoritenkreis. Aber beflügelt durch die beiden vorhergehenden Erfolge, liefen die Mädels wie entfesselt. Herausragend hier Nadine Porst, die wahrscheinlich einen neuen Rekord beim Knotenbinden aufgestellt hat. Jubel über Platz 2, und schon wieder vor Mecklenburg ? Vorpommern! Vor der letzten Disziplin des Tages, der 100m Hindernisbahn, stellte sich die Frage über die Verteidigung des 3. Platzes nicht einmal noch theoretisch. Der war jetzt sicher.

Eine andere Tatsache stand im Raum. Stelzendorf war inzwischen mit einem Punkt Vorsprung vor Mecklenburg auf den zweiten Platz in der Gesamtwertung gerutscht. Die auf der Hindernisbahn klar besseren Norddeutschen mussten hier also mit zwei Plätzen Abstand die Mannschaftswertung für sich entscheiden. Die besten Voraussetzungen also für ein furioses Finale. Und das sollte es auch werden. Die Stelzendorfer Starterinnen, die glücklicherweise von all diesen Rechenspielen nichts wussten, liefen zur Hochform auf. Konnten die beiden ersten Läuferinnen, Annett Porst und Monia Keil, ihr wahres Leistungsvermögen nicht ausschöpfen, liefen die Nachfolgenden einfach unglaublich. Sissy Daßler steigerte sich genau wie Franziska Porst gegenüber den vorangegangenen Veranstaltungen um über eine Sekunde. Kerstin Hübschmann, in diesem Jahr erstmals am Start, lies trotz mangelnden Trainings ihre Klasse aufblitzen. Grit Rechner aus Nordthüringen, die sich am Morgen des Wettkampftages den Stelzendorfern spontan angeschlossen hatte, erwies sich als eine äußerst leistungsstarke Unterstützung. Ein hervorragender 11. Platz stand für sie am Ende zu Buche.

20060909_c06 Feuerwehr Zeulenroda-Triebes Dann Annekathrin Daßler. Schon im Vorlauf zeigte sie mit einer konzentrierten Leistung, dass sie an diesen Tag mehr wollte als nur dabei sein. Mit der bis dahin zweitbesten Zeit gelangte sie in den Endlauf und traf hier auf die amtierende Deutsche Meisterin, Grit Thurow. Und diese Paarung hielt was sie versprach. Die Zuschauer erlebten einen spannenden Lauf, der es in sich hatte. Bis kurz vor dem Ziel bot Annekathrin der hochgewachsenen Brandenburgerin Paroli. Doch dann hatte sie mit einem Schritt das Nachsehen. Trotzdem eine klasse Leistung, die ihr nicht nur den 2. Platz an diesem Tag einbrachte, sondern auch den 2. Platz in der Gesamteinzelwertung. Darüber hinaus war mit der gelaufenen Zeit von 20,3s die Norm für das Bundesleistungsabzeichen in Silber erfüllt. Prima!

Aber wie sah es nun in der Gesamtwertung aus? Buckow sicherte sich durch die starke Mannschaftsleistung auf der 100m Hindernisbahn den Gesamtsieg, was an sich keine große Überraschung war. Trotz erheblicher Leistungssteigerung belegte das Stelzendorfer Team in dieser Disziplin nur den 4. Rang. Den Mecklenburgern hätte der 2. Platz gereicht, um auch den 2. Platz in der Gesamtwertung zurück zu erobern. Aber da hatten sie die Rechnung ohne das Team Lausitz gemacht. Überraschend deutlich verwiesen die Südbrandenburgerinnen die Norddeutschen auf den 3. Platz in der Mannschaftswertung 100m ? Bahn. Das war für diese 1 Zähler zu wenig. Punktgleichheit mit Stelzendorf bedeutete, dass diejenige Mannschaft den 2. Platz in der Gesamtwertung innehat, welche die bessere Bilanz im Löschangriff aufweisen kann. Und das war nicht Mecklenburg - Vorpommern. Zur Siegerehrung war der Jubel im Stelzendorfer Lager riesengroß, als man den mächtigen Pokal für das zweitbeste Frauenteam Deutschlands 2006 im Feuerwehrsport überreicht bekam. Der größte Erfolg nicht nur in der Wettkampfgeschichte Stelzendorfs, sondern auch in der von ganz Thüringen. Glückwunsch!

Bleibt zu wünschen, dass diese prima Truppe auch in Zukunft durch ihren Ehrgeiz und ihren hervorragenden Teamgeist noch viele Erfolge erkämpfen und feiern möge.

Quelle: Feuerwehrverein Stelzendorf

Bilder zum Tag:

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Die Ergebnisse des vierten Laufes zum Deutschlandpokal 2006 in Halle

4 mal 100m Hindernisstaffel der Frauen
Platz Mannschaft Zeit in Sek. Punkte
1 Stelzendorf (Thüringen) A 78,59 10
2 Ballendorf A (Sachsen) 82,91 9
3 Lausitz B (Brandenburg) 83,13 8
4 Mecklenburg-Vorpommern A 83,37 7
8 Stelzendorf (Thüringen) B 87,12 3


4 mal 100m Hindernisstaffel der Männer
Platz Mannschaft Zeit in Sek. Punkte
1 Thüringenauswahl A 66,41 10
2 Halle (Sachsen-Anhalt) A 67,38 9
3 Mecklenburg-Vorpommern A 68,10 8
7 Stelzendorf (Thüringen) 70,10 4


100m Hindernisbahn Frauen
Platz Name, Vorname Mannschaft Zeit in Sek. Punkte
1 Thurow, Grit Buckow (Brandenburg) 19,75 30
2 Daßler Annekathrin Stelzendorf (Thüringen) 20,30 29
3 Schötz, Theresa Team Lausitz (Brandenburg) 20,34 28
11 Rechner, Grit Stelzendorf (Thüringen) 21,54 20
17 Hübschmann, Kerstin Stelzendorf (Thüringen) 22,77 14
22 Porst, Franziska Stelzendorf (Thüringen) 22,89 9
28 Daßler, Sissy Stelzendorf (Thüringen) 23,77 3
34 Porst, Annett Stelzendorf (Thüringen) 25,34 0
35 Keil, Monika Stelzendorf (Thüringen) 25,80 0


100m Hindernisbahn Männer
Platz Name, Vorname Mannschaft Zeit in Sek. Punkte
1 Schwabe, Andreas Thüringen Auswahl 17,26 30
2 Lehmann, Christian Taura (Sachsen) 17,60 29
3 Pohsner, Christian Berlin 17,71 28
18 Gessinger, Daniel Stelzendorf (Thüringen) 19,15 17
57 Schüler, Ralf Stelzendorf (Thüringen) 22,03 0
64 Schmid, Sebastian Stelzendorf (Thüringen) 22,83 0
71 Daßler, Mathias Stelzendorf (Thüringen) 23,83 0
79 Zschach, Michael Stelzendorf (Thüringen) 32,43 0


100m Hindernisbahn Frauen - Mannschaftswertung -
Platz Mannschaft Zeit in Sek. Punkte
1 Buckow (Brandenburg) 81,90 10
2 Team Lausitz (Brandenburg) 83,67 9
3 Mecklenburg-Vorpommern 86,39 8
4 Stelzendorf (Thüringen) 87,50 7


Hakenleitersteigen Männer
Platz Name, Vorname Mannschaft Zeit in Sek. Punkte
1 Rost, Hannes Halle (Sachsen-Anhalt) 15,09 30
2 Kolesnikow, Vadim Team Lausitz (Brandenburg) 15,32 29
3 Engel, Robert Mecklenburg-Vorpommern 15,88 28
38 Gessinger, Daniel Stelzendorf (Thüringen) 22,40 0
58 Daßler, Mathias Stelzendorf (Thüringen) 27,19 0
72 Schmidt, Sebastian Stelzendorf (Thüringen) 37,03 0
73 Schüler, Ralf Stelzendorf (Thüringen) 43,25 0


Gruppenstafette Frauen
Platz Mannschaft Zeit in Sek. Punkte
1 Buckow (Brandenburg) 90,66 10
2 Stelzendorf (Thüringen) 92,57 9
3 Mecklenburg-Vorpommern 95,92 8


Löschangriff Männer
Platz Mannschaft Zeit in Sek. Punkte
1 Gamstädt (Thüringen) 26,59 10
2 Thalheim (Sachsen-Anhalt) 27,59 9
3 Team Westsachsen (Sachsen) 28,50 8
4 Stelzendorf Thgüringen 28,91 7


Löschangriff Frauen
Platz Mannschaft Zeit in Sek. Punkte
1 Stelzendorf (Thüringen) 33,53 10
2 Ballendorf (Sachsen) 35,09 9
3 Mecklenburg-Vorpommern 36,53 8


Tagesmannschaftswertung Männer
Platz Mannschaft Punkte
1 Thüringen-Auswahl 28
2 Team Lausitz (Brandenburg) 27
3 Halle (Sachsen-Anhalt) 27
9 Stelzendorf (Thüringen) 12


Tagesmannschaftswertung Frauen
Platz Mannschaft Punkte
1 Stelzendorf (Thüringen) 36
2 Ballendorf (Sachsen) 31
3 Mecklenburg-Vorpommern 31


Endstand - Gesamtwertung Männer
Platz Mannschaft Punkte
1 Team Lausitz (Brandenburg) 116
2 Märkisch-Oberland (Brandenburg) 100
3 Thüringen-Auswahl 94
9 Stelzendorf (Thüringen) 36


Endstand - Gesamtwertung Frauen
Platz Mannschaft Punkte
1 Buckow (Brandenburg) 115
2 Stelzendorf (Thüringen) 111
3 Mecklenburg-Vorpommern 111
4 Team Lausitz (Brandenburg) 100

Thüringer Feuerwehrcup - vierter Lauf in Gamstädt

2006-07-15 | >>

Stelzendorfer Frauen stehen kurz vor dem Titelgewinn

20060715_01 Feuerwehr Zeulenroda-Triebes Vergangenen Samstag (15.07.2006) fand in Gamstädt, eingebettet in den Wettkampf um den ?Nessetalpokal?, der vierte von fünf Läufen zum Thüringer Feuerwehrcup in der Disziplin Löschangriff statt. Bereits am Vormittag gingen die Jugendmannschaften an den Start. Der Vorjahressieger Stelzendorf wählte im Aufbau eine sehr risikoreiche Alles-oder-Nichts Variante. Im ersten Durchgang gelang ein Nichts, im zweiten fast Alles. Leider nur fast. Der aufkommende Gegenwind fegte den Strahlrohrführern das Wasser ins Gesicht und damit den schon sicher geglaubten Sieg aus der Hand. Glücklicherweise konnte man sich am Ende wenigstens noch mit dem 3. Platz trösten.

Ähnlich erging es am Nachmittag den Männern. Zwar lief in beiden Durchgängen der neu entwickelte Aufbau reibungslos, aber die Füllzeiten waren einfach zu lang. Dennoch ist bei dieser Truppe ein eindeutiger Aufwärtstrend zu erkennen und ein erfolgreicheres Abschneiden in den noch anstehenden Wettkämpfen auf Landes- und Bundesebene zu erwarten.

Hingegen Jubelstimmung bei den Frauen. In einem furiosen Lauf trieb eine hochmotivierte Maschinistin das Wasser und damit ihre Mannschaft kompromisslos nach vorn. Die beiden Strahlrohrführerinnen reihten sich in die Klasseleistung ihres Teams ein und füllten die Zielgeräte trotz Gegenwind in einer sehr guten Zeit. Resultat: persönliche Bestleistung, Nessetalpokal gewonnen und Gesamtsieg beim Thüringer Feuerwehrcup so gut wie sicher. Beim abschließenden Lauf in Frienstedt genügt den Stelzendorferinnen lediglich ein gültiger Durchgang zum Titelgewinn. Das sollte doch zu schaffen sein.

Ergebnisse: Thüringer Feuerwehrcup im Löschangriff (4. Lauf) Männer
Platz Mannschaft Landkreis Zeit in Sek. Punkte Gesamt
1 Tüttleben Gotha 25,42 10 23
2 Wittgendorf I Saalfeld-Rudolstadt 26,75 8 31
3 Zella Unstrut-Hainich-Kreis 27,40 6 18
4 Wittgendorf II Saalfeld-Rudolstadt 27,86 5 15
5 Gamstädt Gotha 27,95 4 14
6 Stelzendorf Greiz 28,36 3 7
7 Frienstedt Stadt Erfurth 28,68 2 20
8 Marolterode Unstrut-Hainich-Kreis 30,31 1 7
9 Schwarzbach Schmalkalden-Meiningen 30,59 0 9
10 Tröchtelborn Gotha 31,01 0 10
11 Rudisleben Stadt Arnstadt 40,79 0 0
12 Neusiss Ilm-Kreis 41,11 0 0
13 Lengefeld Weimaer Land -- 0 2
14 Burkersdorf Altenburger Land -- 0 0

Ergebnisse: Thüringer Feuerwehrcup im Löschangriff (4. Lauf) Frauen
Platz Mannschaft Landkreis Zeit in Sek. Punkte Gesamt
1 Stelzendorf Greiz 29,21 10 38
2 Vehra Sömmerda 34,93 8 30
3 Marolterode Unstrut-Hainich-Kreis 36,29 6 28
4 Gamstädt Gotha 36,59 5 13
5 Schwarzbach Schmalkalden-Meinigen 44,81 4 12
6 Burkersdorf Altenburger Land -- 0 10

Höchstleistungen am Schlauch beim 9. Mühlenpokal in Stelzendorf

2006-07-08 | >>

Kampf und Spaß bei Thüringens größter Feuerwehrsportveranstaltung in Stelzendorf am 8. Juli 2006

So beschaulich wie es der Name "Mühlenpokal" vermuten lässt, geht es beim Stelzendorfer Feuerwehrwettkampf keineswegs zu. Hier wird um Liter und Sekunden gekämpft, jedes Rennen penibel vorbereitet und dann das Letzte aus sich herausgeholt. Nicht weniger als 50 Siebener-Trupps - so viele wie noch nie - traten am Sonnabend bei Thüringens größter Feuerwehrsportveranstaltung auf der Wiese hinterm Dorf an, die durchaus den Namen "Sankt-Florians-Stadion" verdient hätte.

350 männliche und weibliche Lösch-Angreifer sowie weitere rund 150 Helfer - ob Mannschaftsbetreuer, Schiedsrichter, Wasser- oder Gastronomieversorger - bevölkerten den leicht abschüssigen Platz, Zuschauer nicht mitgezählt. Von 9.30 Uhr bis 15 Uhr ging es bei der nunmehr neunten Auflage des Pokalwettbewerbs nicht nur in vier verschiedenen Kategorien um die Mühlen-Trophäe, sondern für 15 Männer- und acht Frauenteams auch noch um wertvolle Zähler im Thüringer Feuerwehrcup. Mit dem hatten die späteren Sieger der Hauptkategorie "neue Tragkraftspritze" (27 Mannschaften) zum Glück nichts zu tun. Die Kameraden der Stelzendorfer Partner-Wehr aus Tlucna (Tschechien) waren mit ihren 25,09 Sekunden nicht zu toppen. Auch wenn ihnen auf Rang zwei die Rand-Saalfelder von Wittgendorf I, die Führenden im Thüringen-Cup, mit 25,89 Sekunden dicht auf den Fersen waren. Rang drei ging an Tüttleben (27,40 Sekunden) vor den Mitfavoriten Frienstedt und Tröchtelborn.

Während in der Kategorie "alte Tragkraftspritze" Bermbach (31,64 Sekunden) siegte, das beste Jugendteam aus Zedlitz (34,29 Sekunden) kam und auch die Stelzendorfer Frauen souverän ihrer Favoritenrolle gerecht wurden (31,42 Sekunden), landeten ihre Männer mit 29,17 Sekunden nur auf Rang zehn. Die Doppelbelastung war einfach zu groß, schätzt auch Organisationsleiter Norbert Daßler. "In einem 80-Einwohner-Ort Gastgeber und Mitkämpfer zu sein - da haben manche Leute verdammt viel zu tun", weiß der Vorsitzende des Feuerwehrvereins aus eigener Erfahrung. Bis gestern Nachmittag dauerte die Nachbereitung des Spektakels, mit dessen Verlauf die Stelzendorfer vollauf zufrieden sind. "Diese hohe Anzahl der Mannschaften zu bewältigen, war eine Schwierigkeit", sagt Norbert Daßler. Er ist begeistert von der Organisation der eigenen Leute und der Disziplin der Wettkämpfer, mit deren Hilfe es gelang, die 50 Doppelläufe in nur fünf Stunden durchzuziehen, wo dafür doch sonst sieben nötig sind. Da konnte auch die kleine Panne am Nachmittag - ein Batteriedefekt an der Signalanlage der Füllbehälter - nicht für Unruhe sorgen. Lob ebenso von Teilnehmern: "Organisation prima, Wettkampf einwandfrei", macht es Winfried Neubert, Mannschaftsbetreuer der FFW Marolterode, kurz und bündig. "Wir sind zum dritten Mal da, und es gefällt uns wieder sehr", schloss sich Josef Filip, Feuerwehrchef aus Tlucna, an. Die Sieger trainieren zu Hause zweimal wöchentlich. "Eine gute Mannschaft mit schnellen Läufern", so Filip über das Erfolgsgeheimnis.

Den Triumph im anschließenden Gaudi-Wettkampf auf dem Dorfteich fuhr nach vier Läufen Remptendorf ein. Nach einem gemütlichen Ausklang am Abend mit den Kameraden aus Tlucna, von der Zeulenrodaer Partnerfeuerwehr Nirany (ebenfalls Tschechien) sowie aus Burkersdorf und Bermbach war der IX. Mühlenpokal dann gestern nach einem gemeinsamen Frühstück endgültig Geschichte.

Quelle: Onlineausgabe OTZ; von Steffen Beikirch; 2006-07-09

09.07.2006
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