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2011-07-02 | >>Zeulenroda wird Gesamtsieger. Liebschwitz verteidigt den Stadtpokal.
Der Jubel war am Sonnabend groß bei der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Gera-Liebschwitz. In der Geraer Stadtmeisterschaft 2011 im Löschangriff konnten die Vorjahressieger den Wanderpokal verteidigen.
In der Gesamtwertung der acht Mannschaften der Aktiven aus der Stadt Gera und dem Landkreis Greiz hatten die Geraer allerdings das Nachsehen: Drei der vier Wehren aus dem Kreisfeuerwehrverband Osterland ließen auch die schnellsten Feuerwehrleute des Stadtfeuerwehrverbandes Gera hinter sich.
Erstmals hatten beide Feuerwehrverbände einen gemeinsamen Wettbewerb organisiert, der auch erstmals mitten im Stadtzentrum von Gera ausgetragen wurde. "Wir gewinnen", war sich Wolfgang Kröger von der FF Haselbach, dem Kreismeister des Vorjahres, nach der Eröffnung morgens um neun noch sicher. Jeden Sonnabend hatten die Haselbacher trainiert für einen Sieg. Doch es sollte anders kommen. Unangefochtener Kreismeister und zugleich Gesamtsieger des Wettbewerbs wurde die Feuerwehrmannschaft aus Zeulenroda. Die Haselbacher waren mit 27,2 Sekunden auf der Strecke zwischen dem Wasserbassin an der Dr.-Eckener-Straße und dem Ziel am Stadtmuseum für das Löschwasser aus den ausgerollten Schläuchen eine Sekunde langsamer. Noch eine knappe Sekunde mehr benötigte Zelitz für den Löschangriff auf der genormten Distanz. Geras Stadtmeister Liebschwitz hatte Pech, musste den ersten Wertungslauf abbrechen und schaffte mit 29,5 Sekunden im zweiten Durchgang zwar den Sieg auf Stadtebene, aber in der Gesamtwertung nur den vierten Platz.
Ein Achtungszeichen setzte am Samstag Geras Feuerwehrjugend, die mit drei Mannschaften in gesonderter Wertung angetreten war. "Die kleinen Mädchen von Aga sind Spitze", sagte Petra Küttner-Wohlfahrt. Sie war als Zuschauerin gekommen, um ihrem Sohn Yves und der hochgewachsenen Langenberger Jugend die Daumen zu drücken. "Für uns war die Meisterschaft im Zentrum eine Gelegenheit, die Arbeit der Feuerwehr in den Blick der Geraer zu rücken", sagte zum Abschluss der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes Gera, Steffen Höntsch. 2012 soll es wieder einen gemeinsamen Wettkampf geben, dann im Landkreis.
Quelle: Angelika Munteanu, OTZ-Onlineausgabe vom 04.07.11
Wasser marsch; durch Regen und Kuppelfehler2009-06-27 | >>Beim Löschangriff in Göhren-Döhlen"Wasser marsch!" hieß es am Samstagnachmittag zum 18. Weidatalfest in Göhren-Döhlen von verschiedenen Seiten. Das Nieselwetter auf der einen, die Feuerwehrübung mit dem "Löschangriff" auf der anderen. Aus Triebes, Zedlitz, Braunichswalde und Münchenbernsdorf kamen die Teilnehmer an der Kreismeisterschaft im Löschangriff.
"Es nützt nichts, wenn einer in der Mannschaft gut ist, diese Übung zeigt die Kameradschaft. Man ist nur so gut, wie das schwächste Glied , so Norbert Daßler, Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes Greiz, und einer der vier Zeitnehmer. Die vier Mannschaften traten jeweils zweimal an, die schnellere der beiden Zeiten wurde gewertet. So zeigte sich schon beim ersten Lauf der Triebeser, wie wichtig das Zusammenspiel aller ist. An einer Pumpe Rosenbauer-Fox II mussten an drei Kontakten bzw. Kupplungen Schläuche angeschlossen werden, damit das Wasser fließen kann. Jeder Kamerad hatte dabei seine Aufgabe. Einer war für die Pumpe zuständig, der andere zum Tauchen des Schlauches ins benachbarte Becken mit Weida-Wasser. Die restlichen Mitstreiter rannten mit den Schläuchen insgesamt 80 Meter weit, dann war die Füllbox mit dem Wasserstrahl anzupeilen. Zehn Liter galt es durch ein fünf Zentimeter großes Loch zu jagen. Wurde die rote Klappe sichtbar, stoppte die Zeit.
Die Triebeser waren eifrig und rannten los. Die Pumpe wurde angeworfen, das Wasser bahnte sich zischend und fauchend seinen Weg durch die Schläuche. Doch die Kupplung an der Pumpe rutschte ab, es spritzte nur so - Publikum und Wehr bekamen eine ordentliche Dusche ab. Auch die "sehr versierte Mannschaft , so Norbert Daßler, aus Zedlitz hatte im ersten Durchgang ihre Schwierigkeiten: Die Schläuche waren auf der Sprintstrecke verschlungen, die Wehr kam nicht bis zur Endmarke und brauchte knapp 50 Sekunden. Als dritte Starter im ersten Durchgang gaben die Braunichswalder den Kampf auf, denn auch hier rutschte die Kupplung zur Pumpe. "Typisch Männer hörte man da aus dem Publikum." Entweder ist das Gerät Schuld oder die anderen. Münchenbernsdorf als letzte Starter absolvierten den ersten Sprint am schnellsten und auch ohne "Kupplungsfehler".
Im zweiten Durchgang blieben gröbere Fehler aus und das Publikum trocken. Braunichswalde holte sich trotz nur einer verwertbaren Zeit den dritten Platz vor der Mannschaft aus Triebes. Mit nur knapp einer Sekunde Vorsprung schafften die Münchbernsdorfer mit 32,56 Sekunden den zweiten Platz und die Zedlitzer holten den Pokal mit 27,56 Sekunden. Zur Urkunde gab es von Norbert Daßler und Frank Geißler, Vorsitzender im Kreis-Feuerwehr-Verband Osterland, das Maskottchen der Feuerwehren, den Plüschdrache Grisù.
Frank Geißler und Norbert Dassler sowie die Feuerwehren danken den Veranstaltern aus Göhren-Döhlen, die den Platz für den Wettkampf sowie Speis und Trank zur Verfügung stellten.
Ergebnisse:
| Mannschaft |
1.Lauf in Sekunden |
2.Lauf in Sekunden |
| Zedlitz |
48,20 |
27,56 |
| Triebes |
44,21 |
46,85 |
| Münchenbernsdorf |
33,47 |
32,56 |
Braunichswalde |
--- |
33,23 |
Quelle: niseki; OTZ-Onlineausgabe 2009-06-28
Lauf zum Deutschlandcup 2008
2008-06-13 | >>Stelzendorfer Teams sorgen für Überraschung
Die Stelzendorfer Frauen reisten zwar mit einem stattlichen 10-Punkte-Vorsprung nach Charlottenthal (Meckl./Vorp.), wußten aber wohl um die Heimstärke der Gastgeber und mussten darüber hinaus den Ausfall von 3 Stammkräften kompensieren. Das Ziel der Unternehmung konnte also nur lauten, so wenig wie möglich Punkte zu verlieren. Aber diese Rechnung wurde ohne den heiligen Florian gemacht. Der meinte es nämlich an diesem Tag besonders gut mit den Stelzendorfern und alles kam mal wieder ganz anders als gedacht.
Begonnen wurden die Wettkämpfe mit der 100m Hindernisbahn der Männer. Zwar gelang es hier nicht ganz an die sehr gute Mannschaftsleistung des 1. Laufes zum DC 08 anzuknüpfen, dafür sorgten aber die Einzelleistungen von Daniel Gessinger und Mathias Daßler für Furore. Mit persönlicher Bestzeit (18,50s) brachte Mathias zur Überraschung Aller erstmals in dieser Disziplin die Stelzendorfer Farben auf das Podest und musste nur Ch. Engel von der Thüringen-Auswahl (17,84s) und H. Rost vom Team Halle/Thalheim (18,04s) den Vortritt lassen. Daniel war mindestens gleich schnell unterwegs und hätte beinahe für die zweite Sensation des Tages gesorgt, aber auf den letzten Metern versprang ihm das Strahlrohr und er musste sich mit dem 16. Rang begnügen. Trotzdem tolle Leistung.
Die im Anschluss startenden Frauen sprangen auf den Erfolgszug der Männer auf und sorgten für die nächste dicke Überraschung. In der Mannschaftswertung "100m Bahn" konnten die Stelzendorferinnen bisher maximal den 3. Platz erreichen, aber diesmal war alles anders. Engagiert und leidenschaftlich kämpften sich gleich 6 Starterinnen in den Endlauf. Annekathrin Daßler lief mit 19,28s wiederum ihren Verfolgerinnen (20,37s und 20,51s) davon bleibt im Besitz des Gelben Trikots der Führenden in der Cupwertung. Kerstin Hübschmann sicherte sich mit 21,20s den 6. Platz und Sissy Daßler, ihre ganze Kampfkraft zum Einsatz bringend, verbesserte sich um fast 2s auf 21,84s und erreichte so Platz 11. Grit Rechner (22,40s/20.), Julia Noffke (22,60s/22.) und Manuela Stoike (23,16s/25.) machten die ausgezeichnete Teamleistung komplett, die in der Mannschaftswertung den nie für möglich geglaubten Sieg bedeutete.
In der folgenden Disziplin, dem Hakenleitersteigen, konnten die Männer ihre Leistungen gegenüber dem vorhergehenden Wettkampf ebenfalls deutlich steigern und ein Achtungszeichen setzen, so dass am Ende ein 4. Platz in der Mannschaftswertung zu Buche stand. Parallel zum Leitersteigen führten die Frauen die Disziplin Gruppenstafette aus. Hier war es für die Stelzendorferinnen besonders schwierig zu bestehen, da die Mannschaft kurzfristig umgestellt werden musste. Um so größer die Freude über den 2. Platz in 92,50s. Nur das Team Lausitz war mit 90,44s schneller. Tragik pur dagegen beim Team M/V. Über weite Strecken lagen sie mit ihrer Stafette auf Siegkurs bis im letzten Augenblick das Strahlrohr den Dienst versagte. Somit 6. Platz und nur 5 Punkte.
Als letzte Disziplin des Tages wurde der Löschangriff ausgetragen. Die Frauen mussten beginnen. Jetzt galt es die Nerven zu bewahren und kein Risiko einzugehen. Und dass setzten die Stelzendorferinnen mit Bravour um. Routiniert brachten sie ihren Lauf mit 34,62s sicher ins Ziel und mussten nur dem Team Muldenthal (33,12s) den Vortritt lassen.
Die im Anschluss startenden Männer krönten ihre guten Tagesleistungen mit einem souveränen Sieg in 25,1s vor den Teams aus Märkisch-Oderland (25,58s) und Halle/Thalheim. Das sollte natürlich erheblichen Einfluss auf die Tageswertung haben. Zur Siegerehrung war der Jubel groß, als fest stand, das die Männer neben dem 1. Platz im Löschangriff auch noch den 3. Platz in der Mannschaftswertung belegt hatten. Bei den Stelzendorfer Frauen mischte sich ungläubiges Staunen mit Riesenjubel, als sie erfuhren, dass sie anstatt Punkte an die Verfolger abzugeben, die Tageswertung deutlich gewonnen hatten. Alles in allem also ein sehr erfolgreicher Lauf zum Deutschlandcup 2008 aus Stelzendorfer Sicht. Mit diesen Leistungen können das Männer- und das Frauenteam selbstbewußt zur Deutschen Meisterschaft nach Böblingen reisen, um vielleicht die eine oder andere Medaille zu erkämpfen. Beim abschließenden Lauf zum Deutschlandcup im September in Brandenburg treten die Frauen nun mit einem 16-Punkte-Vorsprung an und können sich eigentlich nur noch selbst schlagen. Der Gesamtsieg ist greifbar nah, und das ist nicht nur dem heiligen Florian zu verdanken.
Bericht von N. Daßler, Fotos von N.Porst
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