Mit einem derartigen Zuspruch hatte wohl keiner der Organisatoren gerechnet. Denn das inzwischen 11. gemeinsame Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr Triebes und ihres Feuerwehrvereins hatte schon gehörigen Volkfestcharakter.
Schätzungsweise 800 kleine und große Gäste tummelten sich am Freitag und Samstag auf dem Platz vor der Feuerwehr. Die meisten trafen natürlich am Samstagnachmittag ein und bekamen eine ganze Menge an Unterhaltung und Wissenswertem über die Feuerwehr von den Kameraden geboten. Die Bandbreite reichte beispielsweise von einer Ausstellung der Technik aus längst vergangenen Zeiten bis hin zum Spielmobil, Ponyreiten oder Zielspritzen durch die Bambini-Feuerwehr für die jüngeren Gäste. Ein ganz besonderer Anziehungspunkt für die Mädchen und Jungen war aber natürlich die Fahrt mit einem Feuerwehrauto.
"Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden: Mit dem Kaffeetrinken ging der Gästeansturm los und riss nicht mehr ab", freute sich Bernd Steger, Vorsitzender des Feuerwehrvereins. Viele Kameraden vor und hinter den Kulissen sorgten für ein reibungsloses Fest.
Die richtige Stimmung kam am Abend beim Auftritt der Neugernsdorfer Schalmeienkapelle auf. Nach der Begleitung des traditionellen Lampionumzuges folgte ein Platzkonzert mit einer unverwechselbaren Atmosphäre. Bis weit in die Abendstunden wurde später bei Musik aus der Konserve getanzt und gefeiert, wie es sich für Sommerfest bei der Feuerwehr gehört.
Berichte von Thomas Stöcker, OTZ-Onlineausgabe 2008-08-17
Die neue bauliche Hülle für die Rettungsleitstelle im Haus der Geraer Berufsfeuerwehr ist fast geschaffen. Ab Mitte September wird die neue Technik eingebaut.
In unmittelbarer Nachbarschaft koordinieren in der 16 Jahre alten Leitstelle bis zu vier Disponenten gleichzeitig Einsätze von Rettungsdienst, Krankentransport, kassenärztlichem Notfalldienst, Brandschutz und Katastrophenschutz in Gera und den Landkreisen Greiz und Altenburger Land. Alle drei schlossen sich 1995 zum Rettungsdienstzweckverband Ostthüringen zusammen.
Der Zweckverband trägt die Hauptlast bei der Betreibung der Leitstelle mit 69 Prozent. Jeweils neun Prozent steuern die beiden Landkreise bei. Der Rest kommt von der Stadt Gera. Sie ist es, die allein in die neue Ausstattung investiert. 350 000 Euro kostet die Technik, informiert Branddirektor Ludwig Geiger, Fachdienstleiter für den Brand- und Katastrophenschutz in der Geraer Stadtverwaltung. 280 000 Euro davon fördert das Innenministerium. Neu an der Technik ist beispielsweise, dass statt Tasten künftig alles über Touchscreen - die Berührung der Bildschirme - funktioniert. Weitere 150 000 Euro werden in den Umbau gesteckt.
Zur Rettungsleitstelle kommt der Ersatz der ausgezogenen Atemschutzwerkstatt eine Etage tiefer. In allen Räumen haben auch Beamte der Berufsfeuerwehr Eigenleistungen erbracht. "Besonders Oberbrandmeister Jens Katnik hat hier Spuren hinterlassen, sogar in der Freizeit", sagt Geiger.
Mit dem Umbau ist die Leitstelle um 25 auf 100 Quadratmeter gewachsen und künftig an einem weniger von der Sonne verwöhnten Ort im Haus untergebracht. Zusätzlich zur Klimaanlage erhält die neue Schaltzentrale wärmegedämmte Fenster. Wie jetzt auch, werden wieder fünf Arbeitsplätze installiert, informiert der Branddirektor.
Noch nicht beigelegt ist ein Konflikt, der sich aus der Geraer Verwaltungsstrukturreform ergibt. Dort sind künftig nur noch 13 statt der jetzt 24 Mitarbeiter für die ständig einsatzbereite Rettungsleitstelle aufgeschrieben. "Es gibt bislang keine Entscheidung", sagt dazu Geras Bürgermeister Norbert Hein (CDU) und betont: "Nur das Einsparen von zwei Beschäftigten trage ich mit."
Dahinter steht ein unverrückbares Argument. Die Zahl der koordinierten Einsätze. Insgesamt 93 250 Hilfeersuchen nahm die Geraer Rettungsleitstelle im Vorjahr entgegen. Davon entfielen beispielsweise 68 500 auf den Rettungsdienst und den Krankentransport sowie rund 3 500 auf Brand- und Katastrophenschutz.
Von Sylvia Eigenrauch; OTZ-Onlineausgabe vom 13.08.2008