Feuerwehr Zeulenroda-Triebes

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Die Feuerwehr-Rente ist sicher

2009-02-26 | >>

Innenminister erläutert vor Feuerwehren der Region die neue Ehrenpesnion

20090226_01 Feuerwehr Zeulenroda-TriebesEine gute Nachricht hatte Thüringens Innenminister Manfred Scherer (CDU) gestern den Feuerwehren von Zeulenroda-Triebes und Umgebung mitgebracht: Die Feuerwehr-Rente ist so gut wie sicher. "Das Gesetz kommt im März zur ersten Lesung in den Landtag, im Mai zur zweiten - und das war´s", sagte Scherer in der Freiwilligen Feuerwehr Zeulenroda vor Vertretern von Wehren aus der Umgebung. Laut dem Entwurf zahlen die Kommunen und das Land jeweils sechs Euro pro Mann und Monat für die "Ehrenpension" langjähriger Kameraden und Kameradinnen ein, die ab Anfang 2010 gelten wird. "Da wird kein Riesenbetrag herauskommen", meinte der Minister, "wahrscheinlich so 50 bis 60 Euro im Monat bei 35 Jahren Einzahlung". Damit diejenigen, die jetzt schon viele Jahre Dienst tun, nicht gänzlich leer ausgehen, soll bei deren Ausscheiden in den ersten 15 Jahren nach 2010 das angesparte Geld wenigstens als Einmalbetrag ausgezahlt werden.

"Ich bin froh, dass wir die letzten Hürden jetzt noch genommen haben", bekannte Scherer mit Blick auf die wenig rosige finanzielle Perspektive des Freistaats. Eingeweihte hatten freilich mit acht Euro Monats-Salär von Kommunen und Land gerechnet. "Ich musste in den Verhandlungen auf sechs Euro runter, um im Gegenzug das Ganze als Pflichtaufgabe ins Gesetz zu bekommen", erläuterte der Innenminister freimütig seine Konflikte mit der Finanz-Amtskollegin, "das ging zu wie auf dem Basar." Nunmehr sei jedoch eine gute Lösung erreicht. Für die Ehrenpension der rund 42 000 Angehörigen freiwilliger Feuerwehren wird das Land rund drei Millionen Euro jährlich direkt zahlen und indirekt den gleichen Betrag über den kommunalen Finanzausgleich.

Die rund 80 Angehörigen der Zeulenrodaer Wehr fänden die Renten-Regelung wirklich gut, dankte Stadtbrandmeister Frank Tschochner dem Minister, aber sie seien skeptisch, ob sich damit der Nachwuchs gewinnen und das Ausbluten durch Abwanderung stoppen lasse. "Es wäre gut, wenn Firmen gefördert würden, die ihre Mitarbeiter unterstützen, zum Beispiel beim Freistellen für Lehrgänge", betonte Tschochner. Ein weiteres Problem sei die 70-stündige Grundausbildung neuer Kameraden an der Landesschule in Bad Köstritz. "Es wird immer schwieriger, die Leute für so einen Block am Stück freizubekommen oder sie davon zu überzeugen, dafür ihren Urlaub zu nehmen", unterstrich Tschochner. Scherer, der zunächst Zweifel hatte, ob mit einer gestückelten Grundausbildung die notwendige Qualität erreicht werde, lenkte schließlich ein: "Wenn das der Feuerwehrverband auch so sieht, können wir das anpacken." Weniger Erfolg hatte indes Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) mit ihrem Vorstoß, für höhere Ausbildungen namentlich der Stützpunktfeuerwehren doch eine gemeinsame Schule in Mitteldeutschland einzurichten statt wie jetzt die Lehrgänge bei Bonn stattfinden zu lassen, was allein zwei Tage Fahrtzeit koste. Das mache nur Sinn, wenn auch die Lehrgänge verkürzt würden, befand Scherer: "Und da habe ich meine Zweifel."

Quelle: Jens Voigt; OTZ-Onlineausgabe vom 26.02.2009

Bilder vom Besuch:

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Holzfeuerung eine Wissenschaft

2009-02-10 | >>

OTZ befragt Schornsteinfeger Matthias Jensch zum Umgang mit dem Natur-Brennstoff

Öfen, Kamine und vor allem Heizungssysteme mit Holz zu betreiben, ist eine Wissenschaft für sich und bedarf einiger Überlegungen, so Matthias Jensch. Der Zeulenrodaer war bis Ende des Jahres 2008 Bezirksschornsteinfeger und hat nun das Amt an seinen Bruder Frank weitergegeben. Wer gedankenlos zum Rohstoff Holz greift, um den stetigen Preisen von Öl und Gas zu trotzen, wird nicht lange seine Freude daran haben, geben beide Brüder Jensch zu bedenken.

Allein in den ersten sechs Wochen des Jahres wurden die "Essenkehrer" zu drei Schornsteinbränden in Zeulenroda und Umgebung gerufen. Worin die Ursache liegt und wie solche Brände entstehen - das wollte die OTZ etwas genauer wissen: Das Fazit des "Schwarzen Mannes" ist, dass in der Regel Vorgaben nicht beachtet werden.

Die Bundesimissionsschutzverordnung hat klare Bestimmungen erlassen: Nur trockenes, unbehandeltes, naturbelassenes Holz, das mindestens zwei Jahre abgedeckt getrocknet wurde, darf verbrannt werden. Notwendig, um auch im Inneren eines Scheits die höchstmögliche Trocknung zu gewährleisten. Als Faustregel gilt: Das Brennholz in kleine Scheite spalten, aufrichten und zwei Jahre luftig unterm Dach lagern. Noch mehr Freude hat der, der sein Ofenholz drei bis fünf Tage vor dem Verfeuern neben dem Ofen - freilich nicht zu nah - aufrichtet. Dann ist es "zundertrocken und hat den höchsten Heizwert. Von Altholz aus Abrissgebäuden ist auf alle Fälle abzusehen. Imprägnierte, lackierte oder lasierte Hölzer sowie Abfall entwickeln unkontrolliert giftige und gesundheitsschädigende Dämpfe und Abgase.

Haben die Holzscheite einen zu hohen Wassergehalt (er muss unter 20 Prozent als Richtwert liegen), so sinkt nicht nur der Heizwert, sondern der Holzofen wird zum "Stinker und sorgt für Nachbarschaftsbelästigung.

Dazu kommt, dass alle zu DDR-Zeiten erbauten Feuerstellen, also auch die Küchen- und Kachelöfen, nicht auf eine Holzfeuerung ausgelegt sind. "Wie sich alle noch gut erinnern können, war Holz damals ein sehr rarer Brennstoff", so Jensch. Mittlerweile hat sich zwar einiges geändert, trotzdem schützt Unwissenheit vor Schaden nicht. Denn auch bei den neuen Heizöfen ist kein unkontrolliertes Verbrennen möglich, und das gilt auch bei den Heizsystemen. Hier müsse unbedingt ausreichend auf eine ausreichende Pufferspeicherung (Wasserspeicherung) geachtet werden. Ist nicht genug Wassermenge vorhanden, kann es sehr schnell zum Schwelbrand kommen, so Matthias Jensch. Allerdings räumt der Schornsteinfeger ein, dass bei den neuen Heizsystemen diese Fragen nicht mehr zur Debatte stehen, da hier ausreichend Vorsorge seitens der Hersteller getroffen wird.

Ähnlich verhält es sich bei Feuerstellen, wie bei Öfen oder auch Kaminen. Der Hersteller gibt eine Füllhöhe und Scheitgröße an, die unbedingt einzuhalten ist, so Jensch. Denn auch das "Vollpacken" eines Ofens mit trockenem Holz kann die optimale Verbrennung schon deutlich einschränken und jenen Glanzruß entstehen lassen, der die latente Gefahr brennender Essen in sich birgt.

Obwohl Schornsteinbrände in letzter Zeit verstärkt auftreten, so glaubt der Zeulenrodaer Schornsteinfeger, dass der ganz große Boom eigentlich schon wieder vorbei ist. "Fossile Brennstoffe kann doch kaum einer noch bezahlen", meint Jensch. Wenn Öl- und Gaspreis indes wieder steil ansteigen sollten, werde das die nächste Holz-Feuerwelle anschieben. Wobei zuweilen nicht allein der natürliche Brennstoff die Schuld trage an qualmenden und verrußten Schornsteinen: Mancher Haushalt, so Jensch, verwechsle offenbar noch immer den Ofen mit einer Müllverbrennung.

Ein Bericht von Heidi Henze; OTZ-Onlineausgabe 2009-02-10

Deutschland-Cup macht Station in Stelzendorf

2009-01-17 | >>

Feuerwehrsportler mit Bilanz und Ausblick

Der Deutschland-Cup im Feuerwehrsport wird 2009 erstmals in Stelzendorf Station machen. Dies war die wohl wichtigste Botschaft zur Jahreshauptversammlung, die Norbert Daßler, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, am Samstag in der Stelzendorfer "Scheune" den Mitgliedern mitteilte. Im Beisein von Frank Steinwachs, Bürgermeister von Zeulenroda-Triebes, dem ersten Beigeordneten Holger Stößel sowie Frank Geißler, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Greiz, und Heidrun Winkler vom Büro des Bürgermeisters, informierte der Vereinschef über das anstehende Ereignis.

Nach bisherigen Planungen soll am 6. Juni der erste von drei Wettkämpfen zum Deutschland-Cup im Zeulenrodaer Waldstadion über die Bühne gehen. Für die Stelzendorfer bedeutet dies nicht nur das Unternehmen Titelverteidigung - 2008 holte das Frauen-Team den Cup - sondern auch eine organisatorische wie logistische Herausforderung. Erwartungsgemäß gab es von Bürgermeister Steinwachs die Zusage, im Rahmen der Möglichkeiten die Stelzendorfer zu unterstützen.

"Stelzendorf ist ein kleiner Leuchtturm, den man vorzeigen kann", sagte Steinwachs mit Blick auf die Leistungen der Bürger und des Feuerwehrvereins. Es sei, so das Stadtoberhaupt, eine Gemeinschaft, die funktioniert und zusammenhält. Als Stadt wolle man nicht daneben stehen, sondern aktiv mithelfen. Worte, die man seitens des Vereins gern zur Kenntnis genommen haben dürfte. Insgesamt konnte Norbert Daßler eine durchweg positive Resonanz zur Arbeit 2008 ziehen. Man habe die Feuerwehr unterstützt, wenn es darum ging, neue Helmlampen zu besorgen, eine Aufhängung für A-Schläuche zu schaffen, Wettkampfkleidung aus Lottomitteln zu beschaffen oder sich um den Transport sowie die Versorgung der Mannschaften zu kümmern. Selbstverständlich wurde auch das Vereinsleben mit Leben erfüllt, beteiligte man sich am Stadtfest oder organisierte den Floriangottesdienst.

Einen besonderen Stellenwert nimmt natürlich der Feuerwehrsport ein - wohl auch ein Grund, warum 2008 ein neues Siegerpodest gebaut werden musste. Mit dem Bundesleistungsabzeichen für Feuerwehrsport in Bronze wurden Sissy Daßler, Grit Rechner, Sholin Spiegler, Mathias Daßler und Daniel Gessinger ausgezeichnet. Nicht minder anspruchsvoll sind die Vorhaben für 2009. Ganz oben steht natürlich die Unterstützung der Feuerwehr, wo man bei der Anschaffung von Ausrüstung mithelfen möchte. Mit dem Feuerwehrfest im Juli, dem Floriangottesdienst, der Betreuung der Sportmannschaft, der Renovierung des Gerätehauses oder dem Unternehmen Deutschland-Cup 2009 haben sich die Kameradinnen und Kameraden ehrgeizige Ziele gesetzt.

Quelle: Thomas Stöcker; OTZ-Onlineausgabe vom 18.01.2009

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