Seite: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | Hochachtung vor Freundschaft2006-06-18 | >>50 Jahre freundschaftliche Bande zwischen Kameraden der Wehren aus Triebes und Kostelec
Ob Horst Decker aus Triebes und Bohumil Drobohlav aus Kostelec vor 50 Jahren davon geträumt haben, dass aus einer Freundschaft zweier junger Burschen eine freundschaftliche Verbindung zweier Freiwilligen Feuerwehren und seit 1998 auch noch eine Städtepartnerschaft wird? Aber auf alle Fälle haben diese beiden Herren und ehemaligen Feuerwehrkommandanten mit Unterstützung einiger Kameraden den Grundstein für eine 50-jährige Freundschaft zwischen dem thüringischen Triebes und dem tschechischen Kostelec nad Orlici gelegt.
Die ersten Jahre musste man sich auf Briefkontakte beschränken. Auch ständige schriftliche Auseinandersetzungen mit Behörden und Institutionen wegen einer Besuchererlaubnis von Kameraden beider Länder waren nicht von Erfolg gekrönt. Erst 1961 konnten Triebeser Kameraden zu einem ersten offiziellen Besuch nach Kostelec reisen. Die freundschaftlichen Bande hielt, auch wenn sich sporadische gegenseitige Besuche meistens auf privater Ebene abspielen mussten. Und wenn offiziell, dann durfte nur ein ausgesuchter Personenkreis reisen. 1974 kam ein Glückwunschschreiben aus dem tschechischen Kostelec zum 25. DDR-Jubiläum. Fortan wurden die Feste gefeiert, wie sie fielen. Kulturelle und sportliche Anlässe gab es viele. Teilnahme an Feuerwehrwettkämpfen oder selbst gemeinsame Silvesterfeiern folgten. 1998 wurde die Freundschaft auf Wunsch beider Wehren mit einem Städtepartnerschaftsvertrag zwischen Kostelec nad Orlici und Triebes besiegelt.
Am Wochenende nun hatten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Triebes ihre Freunde aus Kostelec mit der Bürgermeisterin Ivana CÞervinkovà zu Gast. Gemeinsam ließen sie die vergangenen 50 Jahre Revue passieren und natürlich wurde zünftig gefeiert.
Für den Triebeser Ortsbürgermeister Gerhard Helmert ist diese 50-jährige Freundschaft "einfach bombastisch". Es sei hervorragend, wie aus der Bekanntschaft zweier ehemaliger Wehrleiter eine Freundschaft langsam, aber stetig wuchs, zollte der Ortsbürgermeister diesem wahrlich nicht alltäglichen Jubiläum seinen Respekt: "Wahre Freundschaft übersteht eben auch kritische Zeiten".
Die Kostelecer Bürgermeisterin Ivana CÞervinkovà hat schon vor zehn Jahren bemerkt, dass nicht nur eine formelle Freundschaft die Wehren verbindet, sondern eine echte herzliche. Sie wünsche sich, dass die Bande auch durch die jungen Leute weitergetragen und vertieft wird. Auch für den FFW-Vereinsvorsitzenden aus Kostelec, Jan Vodicka, ist die unterschiedliche Sprache eher zweitrangig und kein Hindernis. Wichtig seien auch ihm regelmäßige Kontakte der Jugend.
Quelle: Heidi Henze, OTZ-Onlineausgabe 2006-06-18
140-Jährige Handdruckspritze übergeben2006-05-23 | >>Weckersdorfer Kameraden möbeln in unzähligen Stunden alte Technik auf
Am 13. März 1950 war die Weckersdorfer Handdruckspritze in Leitlitz zum letzten Mal im Einsatz. Dann stand sie in verschiedenen Unterkünften im Ort. Bis zu dem Tag, an dem die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Weckersdorf das gute alte Stück in die Kur nahmen. Unzählige Stunden wurden investiert, bis die Handdruckspritze, die mittlerweile 140 Jahre auf dem Buckel hat, wieder so manchen neidischen Blick auf sich zieht.
In voller Schönheit funkelte und blitzte sie am Sonntagnachmittag zum Feuerwehrfest im Zeulenrodaer Ortsteil Weckersdorf. Doch die Schönheit der 140-jährigen Technik ist längst nicht alles, denn sie ist auch wieder voll funktionstüchtig. Wohl jeder, der zur feierlichen Übergabe anwesend war, kann nur zu gut den Stolz der Weckersdorfer Kameraden verstehen.
1866 wurde die Handdruckspritze im Feuerlöschgerätewerk "Baldauf" in Chemnitz gefertigt. Für 510 Taler erwarben die Weckersdorfer das Gerät. Am 6. September 1866 wurde die Technik erstmals in einer Übung erprobt.
Am Sonntag übergab nun ganz offiziell der Ortssprecher Andreas Schmidt die Handdruckspritze an die Weckersdorfer Kameraden. Den feierlichen Akt erlebten auch Kameraden auf Oettersdorf, Kleinwolschendorf, Langenwolschendorf, Kirschkau und Pörmitz sowie Einwohner des Ortes mit.
Die Kameraden aus Langenwolschendorf hatten ihre alte Technik mitgebracht und führten einen Löschangriff durch, die Kinder des Ortes zeigten ein Theaterstück unter dem Motto: "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt" und die Schalmeienmusikanten aus Neugernsdorf sorgten für Stimmung. Vom Bürgermeister der Stadt Zeulenroda-Triebes, Frank Steinwachs, gab es ein Fass Bier zum Jubiläum.
Quelle: OTZ; H:Henze; Ausgabe 2006-05-23
Katastrophenschutz-Auto in Triebes2006-05-19 | >>Übergabe des Sonderfahrzeuges - spezielle Ausbildung folgt
Wie froh ist man heute in Triebes, dass man den Sanitärtrakt der alten Schule nicht einfach abgerissen hat, sondern zu einer großen zusätzlichen Garage umfunktionierte. Durch den Ausbau damals verfügen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr heute über ausreichend Platz für die Unterbringung des Katastrophenschutz-Einsatzfahrzeuges "Technische Gruppe" (ETG). Die Triebeser Wehr wurde zur Sicherstellung des Einsatzfahrzeuges ausgewählt, bis die entsprechenden Voraussetzungen beim DRK-Kreisverband Landkreis Greiz eine Zuordnung zum Sanitätszug ermöglichen.
Am vergangenen Freitag übergab die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg das landeseigene Katastrophenschutz-Einsatzfahrzeug an die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Die Beschaffung dieses Einsatzfahrzeuges erfolgte auf der Grundlage des "Konzeptes des friedensmäßigen Katastrophenschutzes im Freistaat Thüringen" durch den Freistaat. Das Sonderfahrzeug hat einen Gesamtwert von 109 175 Euro und wird von der Technischen Gruppe im Rahmen des Katastrophenschutzes für Hilfeleistung und Betreuung benötigt. Es hat eine mobile Beladung zur Betreuung von 50 Personen.
Bei Bedarf ist das ETG zur Erfüllung von Einsatz- und Transportaufgaben, insbesondere bei Großschadensereignissen und Katastrophen im Freistaat Thüringen auch über die bereits genannten Aufgaben hinaus einsetzbar. Neben einem Stromerzeuger, Beleuchtungssätzen, Notbekleidung für 50 Personen, Klapptischen und -stühlen, Feldbetten, Versorgungsmaterial (zum Beispiel Getränke- und Speisebehälter, Einweggeschirr, Hygieneartikel) hat das Fahrzeug auch eine Werkbank mit Werkzeug für verschiedenste Kleinreparaturen an Bord.
Für das ETG sind vier Kameraden (ein Gruppenführer und drei Truppmänner bzw.-frauen) verantwortlich. In den kommenden Wochen erhalten diese Kameraden nun noch eine spezielle Ausbildung für den Einsatz des Sonderfahrzeuges.
Quelle: OTZ-Onlineausgabe von H.Henze; Ausgabe 2006-05-23
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