Feuerwehr Zeulenroda-Triebes

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Kyrill lässt Leitungen bei Versicherungen glühen

2007-01-19 | >>

Zahlreiche Sturmschäden angezeigt

Die Telefonleitungen bei den Versicherungsvertretungen der Region glühten gestern regelrecht. Das Orkantief "Kyrill" hat erheblichen Schaden angerichtet. "Meist waren es beschädigte Dächer oder Autos. In Einzelfällen ist aber auch schon mal ein halbes Dach abgedeckt worden", weiß Udo Gürtler von der Greizer Allianz-Generalvertretung. "Wer einen Sturmschaden hat, sollte zuerst zum Hörer greifen und die Versicherung informieren, bevor er etwas in die Wege leitet", sagt Günter Pfaff, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Thüringen. Die Notsicherung müsse natürlich sofort erfolgen. Für alles andere sollten sich die Geschädigten einen Kostenvoranschlag geben, auf jeden Fall aber den Schaden von einem Handwerker begutachten lassen, der auch auf eventuelle Folgeschäden aufmerksam machen kann.

Wetterdaten - wie bei örtlichen Wetterkapriolen mitunter nötig - müssen bei "Kyrill" nicht eingereicht werden. "Ich denke, hier wird sich keine Versicherung quer stellen", so Pfaff. Schließlich war es keine regionale Geschichte, sondern in ganz Deutschland wütete der Orkan. "Nein, bei diesem Sturm ist wirklich kein Nachweis notwendig", bestätigt Udo Gürtler.

Während Häuser ja meist gegen Elementarschäden versichert sind, ist es bei Autos schon komplizierter. Kracht ein Baum auf meinen Wagen, ist bei Teil- und Vollkaskoversicherung die Regulierung gesichert. Wer die nicht hat, muss versuchen, den Schaden über die Haftpflichtversicherung des Eigentümers des Gegenstandes, der auf das Auto gefallen ist, zu regulieren, so Pfaff. Ist ein Baum kommunales Eigentum, muss der Schaden bei der betroffenen Kommune angezeigt und die Sache dann über den kommunalen Schadensausgleich geregelt werden.

Pech hatte ein Versicherter, der über die Greizer Allianz-Generalvertretung einen vermutlich durch die gestrigen Stromschwankungen bzw. kurzen -ausfälle kaputt gegangenen Fernseher zu ersetzen versuchte. "Ein Fernseher ist nicht versichert", sagt Gürtler. Dafür eine Zusatzversicherung abzuschließen, sei aber nicht sinnvoll. Ebenso wenig, wie die Energieversorger dafür zur Verantwortung ziehen zu wollen. Die können schließlich auch nichts für das Unwetter.

Eine Sache legt Günter Pfaff den durch den Sturm Geschädigten jedoch ans Herz: "Lassen Sie wirklich nur den Sturmschaden beheben", bittet er. Wenn eine Dachseite zerstört wurde, könne nicht versucht werden, über die Versicherung das komplette Dach erneuern zu lassen. Da spielen die Versicherer nicht mit.

Quelle: OTZ-Onlineausgabe: (OTZ/KG) 19.01.2007

Neue Wehrführer in Triebes und Stelzendorf

2006-12-16 | >>

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren in den beiden Ortsteilen

Die Feuerwehren in Triebes und Stelzendorf haben für die nächsten sechs Jahre ihre neuen Wehrführer gewählt. In Triebes führt Thomas Degen und in Stelzendorf Jens Feustel künftig die Geschicke der Wehr an.

Daneben gab es zur Jahreshauptversammlung am 8. Dezember in Triebes die Berichte von Wehrleitung und Jugendwart sowie diverse Beförderungen und Berufungen. Der bisherige Wehrführer Berthold Pfeil berichtete über Entwicklung und Arbeit der Triebeser Wehr in den vergangenen Jahren. Es war sein Abschlussbericht, da er aus persönlichen Gründen nicht mehr als Wehrführer kandidierte. Er dankte für die gute Zusammenarbeit und das ihm entgegen gebrachte Vertrauen. Dank sagten auch Ralf Herbrich als Beigeordneter des Zeulenroda-Triebeser Bürgermeisters und Ortsbürgermeister Hartmut Strobel.

Stadtbrandinspektor Frank Tschochner sprach noch einmal die gemeinsame Arbeit der Wehrführungen der beiden Feuerwehren von Zeulenroda und Triebes in Vorbereitung zur Städtefusion an sowie die daraus entstandene neue Satzung der Feuerwehr Zeulenroda-Triebes. Das war die Voraussetzung, dass im Oktober diesen Jahres eine gemeinsame Stadtbrandinspektion gewählt werden konnte. Anschließend wurden Wehrführer Thomas Degen, sein Stellvertreter Thomas Schmidt sowie vier Mitglieder aus der aktiven Wehr für den Feuerwehrausschuss gewählt.

Nach den Beförderungen und Ehrungen für langjährige Dienstzeiten gab es mit den Kameraden Patrick Hilpert und Benjamin Rauh auch zwei Neuaufnahmen in die aktive Wehr. Als weiteren Höhepunkt wurde der Triebeser Ex-Bürgermeister Gerhard Helmert in die Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr aufgenommen. "Damit würdigen wir die jahrelange, gute Zusammenarbeit und bieten ihm im Ruhestand einen festen Platz in unserer Wehr", sagte Thomas Degen.

In Stelzendorf wurde auf der Feuerwehr-Jahresversammlung am Sonnabend neben Jens Feustel als Wehrführer auch Tino Böttger als Stellvertreter gewählt. Das junge Führungsteam tritt damit die Nachfolge von Karl Feustel und Norbert Daßler an, die die Geschicke der Stelzendorfer Wehr über viele Jahre geleitet haben. Der Zeulenroda-Triebeser Bürgermeister Frank Steinwachs dankte der Wehrführung für die geleistete Arbeit.

Im Juli hat es am meisten gebrannt

2006-12-15 | >>

Jahresbilanz bei der Hauptversammlung der Zeulenrodaer Feuerwehr

Am Mittwoch, dem 19. Juli diesen Jahres, brannte es gleich vier Mal. Während es im ganzen August keinen einzigen Brand gab, musste die Feuerwehr Zeulenroda einen Monat zuvor zu insgesamt zehn Bränden ausrücken. Vor allem aufgrund der großen Hitze brannte es auf völlig ausgetrockneten Feldern. Negativer Spitzenreiter war der Monat auch mit insgesamt 27 Einsätzen.

Der erst kürzlich wieder gewählte Stadtbrandinspektor Frank Tschochner berichtete über die Tätigkeit der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda am Freitag zu ihrer Jahreshauptversammlung. Das Jahr bedeutete auch den Vollzug der Fusion der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Zeulenroda-Triebes.

Kleinere Probleme hätten sich weniger in der Feuerwehr-Praxis ergeben als bei der Verwaltungsarbeit, wie beim Umschreiben der Fahrzeugpapiere. 164 Mal rückten die Zeulenrodaer aus, darunter waren 31 Brände, elf Verkehrsunfälle und 27 Fehlalarme. Am meisten wurde am Sonnabend Alarm geschlagen. Doch zehn Minuten nach dem Alarm sei man in der Regel vor Ort gewesen. Die Zahl der Einsätze zu Verkehrsunfällen ging um die Hälfte zurück, dagegen stieg die Zahl der Hilfseinsätze um zwölf auf 95 stark an. 17 derartige Einsätze gab es allein im März. Sehr oft mussten Gefahren nach widriger Witterung beseitigt werden, berichtete Tschochner.

Größter finanzieller Brocken war die "dringend nötige" Ausbesserung der Drehleiter, die 37 000 Euro kostete, ebenso wurde die Terrasse am Gerätehaus repariert und in neue Ausrüstung investiert. Von den insgesamt 68 Wehr-Mitgliedern sind 48 in der Einsatzabteilung, die sich im Schnitt in mehr als 51 Stunden weiterbildeten. Die Kameraden nutzten Kurse für Atemschutz, Gefahrgut oder für Einsätze bei der Deutschen Bahn.

Ebenso lag dem Stadtbrandinspektor die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr am Herzen. Die Jugendfeuerwehr besteht derzeit aus neun Mitgliedern. Zukünftig sollen in den Schulen direkte Ansprechpartner gefunden werden, etwa für die Brandschutzerziehung und für die Vorbereitung auf die Jugendfeuerwehr.

Ein bisschen wie bei den verdeckten Ermittlern beschrieb Klaus Zipfel die Arbeit der Feuerwehrtaucher - da er nicht alles sagen dürfe. 13 Taucher gebe es derzeit und die vier Triebeser, mit denen Zipfel sehr zufrieden war, sollen 2007 voll mitwirken.

"Feuerwehrmann zu sein, ist eine tolle Aufgabe", begrüßte schließlich Herbert Jende als Vertreter der Stadt die Versammlung. "Die freiwillige Feuerwehr sei die höchste Form des Ehrenamtes, da sich Menschen für die Sicherung des Lebens anderer und von materiellen Gütern einsetzten", war der Beigeordnete voll des Lobes. Der Vorstand begrüßte außerdem das am Freitag verabschiedete neue Thüringer Feuerwehrgesetz, welches die Altersgrenzen für einen Eintritt in die Feuerwehr erweitert - auch wenn den Zeulenrodaer Veteranen damit gleich mal sechs Mitglieder verloren gehen.

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