Feuerwehr Zeulenroda-Triebes

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Ein kunterbunter Festtag

2008-08-09 | >>

Pöllwitzer Freiwillige Feuerwehr feiert zusammen mit vielen Gästen das 100-Jährige

Die Zahl der Wehren, die das Einhundertjährige feiern, sind nicht allzu viele im Landkreis Greiz, stellt Heinz Klügel, Beigeordneter der Landrätin, am Freitagabend zur Festsitzung anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr in Pöllwitz fest. Der Grund dafür sei: viele Freiwillige Feuerwehren hätten eine Neugründung zu DDR-Zeiten vorgenommen.

Die Pöllwitzer Kameraden gehören zu den wenigen Wehren, die sich das Gründungsdatum März 1908 bewahrt haben. So wurde an zwei tollen Tagen zusammen mit vielen Akteuren und noch viel mehr Gästen auch zünftig gefeiert.

Während man im Voraus dem Fest noch stets gutes Wetter gewünscht hatte, war es den zahlreichen Gästen da alle Veranstaltungen in Festzelten und auf der Grünen Wiese vor dem Gemeindeamt in Pöllwitz stattfanden, egal. Sie hielten sich mehr an die Feststellung von Pastorin Antje Gerlach: "Egal wie das Wetter auch sein mag, es ist euer Festtag". Die Gäste jedenfalls kamen aus Nah und Fern, brachten jede Menge gute Laune mit, freuten sich über ein wahrhaftig gelungenes Programm mit vielen ganz kleinen und großen Akteuren und staunten zu Recht, was eine verhältnismäßig kleine Wehr so alles auf die Beine stellen kann. Schon Freitagabend zur Festveranstaltung wurden nicht nur Ehrenmitglieder der Pöllwitzer Feuerwehr begrüßt, sondern auch Vertreter aus Politik, aus der Gemeinde und natürlich waren auch Kameraden aus allen Wehren der Gemeinde Vogtländisches Oberland ebenso anwesend, wie aus Zeulenroda-Triebes und dem sächsischen Pausa.

Bevor sich die Gäste zur Gratulationscour anstellten, hatten die Kameraden eine Power Point-Präsentation vorbereitet. 100 Jahre Feuerwehr Pöllwitz wurden im Schnelldurchgang in Bild und Ton den Gästen gezeigt. Begonnen mit den 27 Gründungsmitgliedern, die sich spontan entschlossen hatten, zukünftig nach dem Leitspruch: "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" zu handeln, folgten verschiedene Stationen: Der Großbrand am 25. Mai 1980, der das Sägewerk in Pöllwitz vernichtete, der Bau des Feuerwehrhauses bis hin zu den heutigen Aufgaben der 18 aktiven Kameraden, 43 Vereinsmitglieder und 12 Kinder- und Jugendlichen der Jugendwehr. Auf die Jugendwehr ist Wehrführer Siegfried Meyer besonders stolz, ebenso wie er voller Achtung vom Mut und der Einsatzbereitschaft seiner Kameraden spricht.

Mit einem Festgottesdienst und der Ehrung am Denkmal der Gefallenen begann der sonnabendliche Festtag. Jung und alt waren auf den Beinen und konnten sich an Liedern und Tänzen der Jüngsten des Kindergartens "Spatzennest" aus Pöllwitz erfreuen. Die "Wildecker Herzbuben", Schalmeienmusikzüge oder DJ´s gestalteten den ganzen Tag ein buntes Programm. Großen Anklang fanden die historische Feuerwehren aus Thüringen und Sachsen ebenso wie Technik der vergangenen Jahrzehnte. An der Tombola mit den vielen attraktiven Preisen stand man Schlange und Sven Mlejnek zaubert mit seinen Luftballonkreationen viele strahlende Kinderaugen. So kunterbunt wie der Festtag, so farbenfroh war auch der Abschluss. Ein Höhenfeuerwerk ließ den Nachthimmel über dem Pöllwitzer Dorfteich erstrahlen und setzte dem Fest das I-Tüpfelchen auf.

Zitat: Ich bin stolz auf den Mut und die Einsatzbereitschaft meiner Kameraden und hoffe, dass noch viele junge Leute den Weg zur Jugendwehr finden. Siegfried Meyer, Wehrführer der FFW Pöllwitz

Quelle: OTZ-Onlineausgabe 2008-08-10 von Heidi Henze

Pflichtaufgabe Feuerwehr ist in Gefahr

2008-02-22 | >>

2 Wehren im Oberland sehen Handlungsbedarf

Die Gemeinde Vogtländisches Oberland hat Probleme, die Pflichtaufgabe Feuerwehr zu erfüllen. Laut dem am Dienstagabend auf der Ratssitzung beschlossenen Investitionsplan sind bis zum Jahre 2011 keine finanziellen Mittel für die Freiwilligen Feuerwehren vorgesehen.

Doch darin sieht Ortsbrandmeister Steffen Jubold ein großes Problem, will man die Leistungs- und Einsatzfähigkeit der Wehren im Oberland auch für die kommenden Jahre garantieren. Die Liste der anstehenden Investitionen für die kommenden Jahre beinhaltet durchaus nicht nur Wünsche, sondern handfeste Pflichtaufgaben der Gemeinde entsprechend dem Thüringer Brand- und Katastrophenschutzgesetz.

So wirbt zwar die Gemeinde für neue Kameraden, doch schon jetzt fehlen für fünf die so genannte HuPF-Kleidung (Ausstattung für den Einsatz). Pro Ausstattung fallen zirka 900 Euro an. "Zu den dringend anstehenden Maßnahmen gehört auch die Entschlammung des Pansdorfer Teiches als Löschwasserreservat", erklärte Jubold den Ratsmitgliedern auf ihrer Sitzung am Dienstagabend. Als mittelfristige Aufgabe sieht der Ortsbrandmeister den Garagenanbau an das Bernsgrüner Feuerwehrgerätehaus und den Neubau oder die Sanierung des Hohndorfer Gerätehauses, welches nicht mehr der Norm entspricht. "Es muss etwas getan werden, sonst verlieren wir den Versicherungsschutz", erinnert Jubold. Ratsmitglied Lutz Roth (Hohndorfer Wählergemeinschaft) verwies auf die Pflichtaufgaben, die die Gemeinde ohne Wenn und Aber erfüllen muss und Frieder Oschatz (Wählergemeinschaft Pöllwitz) schlug eine Kreditaufnahme vor.

Bereits 2007 musste der Feuerwehrchef für die rund 130 Kameraden eine Null-Runde durch eine ausgesprochene Haushaltssperre fahren. Lediglich 1300 Euro sind im Verwaltungshaushalt 2008 für anfallende Kosten, wie Reparaturen der Einsatzfahrzeuge oder Benzinkosten, enthalten. Sabine Lehmann, Bürgermeister der Gemeinde Vogtländisches Oberland, verweist auf rund 300 000 Euro, die die Gemeinde seit 2001 für die Oberland-Wehren, darunter auch die Anschaffung von zwei neuen Fahrzeugen, investiert hat.

Schon dieses Jahr wurden die Kameraden zu vier Einsätzen gerufen und Jubold sieht hier eine steigende Tendenz. Gründe dafür seien die Umstellung auf Festbrennstoffe in vielen Haushalten und der Wegfall der einst regelmäßigen Brandschutzkontrollen.

Ein Bericht von Heidi Henze; OTZ-Onlineausgabe vom 22.02.2008

Freiwilliige Feuerwehr sucht Jugendwart

2008-02-05 | >>

Uwe Günther tritt von seinem Amt zurück

Uwe Günther, stellvertretender Wehrleiter und langjähriger Jugendfeuerwehrwart der Freiwilligen Feuerwehr Vogtländisches Oberland, Ortsteil Bernsgrün, muss seine Dienste in der Wehr arbeitsbedingt aufgeben bzw. sehr einschränken.

Durch sein Arbeitsverhältnis im Ausland kann er die Arbeit mit der Jugendfeuerwehr nicht mehr regelmäßig und kontinuierlich absichern. Zur Jahreshauptversammlung dankten ihm der Ortsbrandmeister Steffen Jubold, Wehrführer Carsten Fröb und Friedhold Riedel im Namen der Gemeinde für seine ehrenamtliche Arbeit.

"Wer setzt sich nun den Hut auf?, sprach der Wehrführer alle Kameraden an." Wir sind im Zugzwang mit dem Jugendwart, so der Ortsbrandmeister. Und Theodor Spranger, Arnsgrüner Wehrführer, gab zu bedenken, dass die Bernsgrüner Probleme auch die von Arnsgrün sind.Schließlich seien auch Arnsgrüner in der Bernsgrüner Jugendfeuerwehr. Für Spranger ist es wichtig, die Kinder und Jugendlichen weiterhin für die Feuerwehr zu begeistern. Da noch kein Nachfolger gefunden wurde, versprach Günther, vorerst weiter zu machen. Dem Neuen sicherte er jegliche Hilfe und Unterstützung zu.

In seinem Jahrestätigkeitsbericht konnte Günther 705 Stunden abrechnen. Bei den durchschnittlich 10 Jugendfeuerwehrmitgliedern sind das 70,5 geleistete Stunden pro Mitglied im Jahr bei 14 stattgefundenen Diensten und dem Zeltlager des Vogtlandkreises. Auf die Jugendfeuerwehrhelfer Sven Weiland und Walter Ott entfielen 201 Stunden. Mit Luca Simon, Alexander Brand und Lucas Röhler wurden im vergangenen Jahr die Reihen der Jugendfeuerwehr verstärkt. Zum 31.12. 2007 zählte die Jugendfeuerwehr 14 Mitglieder. Neben der theoretischen Ausbildung erhielten die jungen Feuerwehrleute auch eine praktische Ausbildung. Geprobt wurde an den Geräten der FFW und der Unter- und Oberflurhydranten sowie das Verbinden von Knoten und Leinen. Beim Leistungsmarsch des Vogtlandkreises im Juli 2007 belegten die Bernsgrüner einen guten 3. Platz unter 14 teilnehmenden Mannschaften. Neun Mal konnte das Abzeichen "Goldene Flamme" erreicht werden. Aber auch zum ersten Kinderfest 2007 aller Kindertagesstätten der Gemeinde Vogtländisches Oberland waren die Mitglieder der Jugendfeuerwehr eingebunden. Mit einer Feuerwehrübung wiesen sie auf die Gefahren hin und warben gleichzeitig für die Arbeit der Floriansjünger. Im Namen der Gemeinde wurde nochmals allen jungen Floriansjüngern und ihren Verantwortlichen gedankt.

Ein Bericht von Gabriele Wetzel; OTZ-Onlineausgabe 2008-02-05

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