Am Sonnabend um 21.39 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert, weil es erneut einen Brand im Gelände der alten Greika in Mohlsdorf gab. Nach Freitag, dem 12. August, und Dienstag, dem 16. August, ist es die inzwischen dritte Alarmierung ins selbe Areal, wo das Feuer an verschiedenen Stellen in hoher Intensität ausbrach.
"Als wir vor Ort eintrafen, stand das unbewohnte Haus hinter der Shedhalle in Mohlsdorf auch das Schweizerhaus genannt in Flammen", berichtet Einsatzleiter Bernd Peter von der Mohlsdorfer Feuerwehr. Auch der Schuppen neben dem Gebäude, in dem unter anderem auch Gasflaschen aufbewahrt wurden, brannte lichterloh.
42 Feuerwehrleute rückten mit vereinten Kräften dem Feuer in der Nacht zu Leibe. Gegen 1 Uhr konnte dieser Einsatz beendet werden.
Doch einige Stunden später war der Brand im Schuppen wieder aufgeflammt, sodass die Männer um 6.25 Uhr erneut ausrücken mussten. Ein drittes Mal riefen die Rettungsleitstelle und die Sirene an diesem Sonntag um 10.45 Uhr zum Einsatz, weil schwelende Balken im einstigen Wohngebäude nochmals abgelöscht werden mussten. Die Höhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden. Fakt ist allerdings, dass sowohl das Wohnhaus als auch der Schuppen total abgebrannt sind, wie Bernd Peter bestätigt. Einen Brand aus Fahrlässigkeit oder gar wegen technischen Defekts könnte man hier ausschließen, versichert der Wehrleiter. Schon wegen der Schnelligkeit, mit der das Feuer eine solche Ausdehnung erreiche, wird vermutet, dass der Feuerteufel erneut zugeschlagen hat.
"Es wird richtig Zeit, dass dieser Brandstifter gefasst wird", sagt der Einsatzleiter entnervt. Am Sonntag Mittag machte sich unter den Freiwilligen Brandbekämpfern, die durchweg hohe Einsatzbereitschaft zeigten, langsam aber sicher ein Stimmungstief breit. Schließlich ist der Einsatz mit dem Löschen nicht zu Ende.
Die Kripo Gera ermittelt weiter, auch sie geht von Brandstiftung aus und sucht Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen geben können.
Quelle: Kathrin Schulz; OTZ-Onlineausgabe vom 22.08.2011
Das Feuer beschränkte sich auf die Innenbereiche; über die Fenster kam es nach Außen hin zu einer erheblichen Qualmentwicklung.
Fünf Feuerwehren aus dem Bereich der Stadt Greiz und Umgebung kamen zum Einsatz. Durch die Polizei erfolgten umfangreiche Absperrmaßnahmen und die Umleitung des Straßenverkehrs. Die Bevölkerung im Umkreis des Ereignisortes wurde über Rundfunk gewarnt, vorsorglich die Fenster zu schließen. Ein angrenzendes Wohnhaus mit drei Bewohnern wurde vorsorglich beräumt.
Um 22.00 Uhr waren die Löscharbeiten beendet. Personen wurden nicht verletzt. Die Kriminalpolizei war am Ereignisort und nahm die ersten Ermittlungen auf.
Hinweise zu einem möglichen Schaden liegen zurzeit nicht vor, da Mitte des Monats August mit den langfristig geplanten Abrissarbeiten begonnen wird.
Quelle: OTZ-Onlineausgabe vom 05.08.2011
Es sei eines der größten Feuer der vergangenen Jahre im Greizer Stadtbereich gewesen, das Feuer im alten Greizer Theater am Donnerstagabend. Zu dieser Einschätzung kam gestern der Wehrleiter der Greizer Feuerwehr, Peter Lindner.
Bis in die frühen Morgenstunden am Freitag hielt der Brand in dem leerstehenden Gebäude, das Mitte August abgerissen werden soll, die Einsatzkräfte der Greizer Wehr und der Freiwilligen Feuerwehren aus den Ortsteilen in Atem. Zwar konnte laut Lindner bereits gegen 21 Uhr die erste Alarmierung erfolgte um 18.45 Uhr der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Erst gestern gegen 5 Uhr war der Einsatz beendet. Zuvor wurden bei Kontrollen in der Nacht noch kleinere Glutnester entdeckt und gelöscht, berichtet Lindner.
Verletzt wurde bei dem Großbrand niemand, teilte die Polizei gestern mit. Neben einem Radio-Aufruf, die Fenster wegen der Rauchentwicklung geschlossen zu halten, wurde auch ein angrenzendes Wohnhaus mit drei Bewohnern vorsorglich evakuiert. Bereits am Abend war die Kriminalpolizei Gera vor Ort und nahm die Spurensuche nach der Brandursache auf. Diese wurden gestern fortgesetzt. Aus ermittlungstechnischen Gründen wollten die Brandermittler vor Ort allerdings keine Aussagen treffen. Michael Schwenzer, Pressesprecher der Polizeidirektion Gera, bestätigte allerdings, dass Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden könne.
Wehrleiter Peter Lindner kann sich nicht vorstellen, dass eine andere Ursache als Brandstiftung hinter dem Feuer im alten Theater steckt: "Technische Gründe, wie etwa ein Kabelbrand, sind unwahrscheinlich, da eine Medientrennung schon statt gefunden hat, der Strom schon weg war." Ausgebrochen sei das Feuer im großen Saal des Gebäudes. Starke Beschädigungen der Saaldecke hätten die Arbeit zudem erschwert.
"Über 50 Einsatzkräfte mit neun Fahrzeugen waren im Einsatz", so der Wehrleiter. Nach einem ersten Notruf sei gegen 19 Uhr eine zweite Alarmierung erfolgt, zehn Minuten später waren alle Feuerwehrmänner am Einsatzort. Zusätzlich sei der Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz der Feuerwehr Zeulenroda angefordert worden. Da eine Löschbrücke zur Weißen Elster gelegt wurde, war der Abschnitt der Bruno-Bergner-Straße zwischen Kreisel und Friedensbrücke bis 23 Uhr gesperrt.
"Ich möchte mich bei den vielen Einsatzkräften bedanken, die geholfen haben, das Feuer unter Kontrolle zu bringen", sagt Lindner. So konnte unmittelbare Gefahr für die Anwohner und ein Übergreifen des Feuers auf andere Wohngebäude verhindert werden. Hilfreich, so Lindner, sei auch gewesen, dass erst im Mai eine Feuerwehrübung im alten Theater stattgefunden hatte.
Auch Ines Watzek (SPD), die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Greiz, machte sich gleich am Donnerstagabend vor Ort ein Bild. "Wenn ein Gebäude leer steht, muss man leider immer mit solchen Vorfällen rechnen", sagt sie. Das sei auch der Grund, warum bereits vor dem Brand die Polizei in diesem Bereich verstärkt Streife gelaufen und gefahren sei; und das auch am Wochenende weiter tun werde.
Beziffern könne man den Schaden durch das Feuer noch nicht, sagt Watzek. "Natürlich entstehen allein durch den Einsatz zusätzliche Kosten. Aber zumindest waren keine Wertsachen mehr im Gebäude." Das Theater habe im Prinzip "nur noch auf die Abrissbirne gewartet", so die stellvertretende Bürgermeisterin. Auswirkungen auf den für den 15. August geplanten Start der Abrissarbeiten hat das Feuer nach Watzeks Auffassung nicht. "Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten planmäßig anlaufen."
Unterdessen nutzte Peter Lindner die Gelegenheit für einen besonderen Dank: "Der gilt Ute Tröger und den Mitarbeitern des Pflegeheimes Anna Seghers für den außerplanmäßigen Mitternachtsimbiss." Schon bei anderen Einsätzen sei die Greizer Feuerwehr von diesem und vom Haus Kolin gut unterstützt worden.
Quelle: Marcel Hilbert; OTZ-Onlineausgabe vom 06.08.2011