Feuerwehr Zeulenroda-Triebes

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Brand auf einem Recycling-Hof

2009-02-20 | >>

Feuerwehren der Stadt Zeulenroda-Triebes und Hohenleuben stundenlang im Einsatz

20090220_04 Feuerwehr Zeulenroda-TriebesBrennender Abfall hat die Feuerwehren der Stadt Zeulenroda-Triebes in der Nacht vom 20. zum 21. Februar 2009 in Atem gehalten. Am Freitag, dem 20.02.2009, 21.38 Uhr wurde die Feuerwehr Zeulenroda zu einem Brand in der Recycling ? Firma in Zeulenroda, Gewerbegebiet II alarmiert. Die zum Einsatz gekommenen Kräfte stellten vor Ort einen Schwelbrand fest, der bis 22 Uhr unter Kontrolle gebracht und bis 23.30 Uhr vollständig abgelöscht war.

In Brand geraten war eine größere Menge, abgelagerter brennbarer Abfall. Die Polizeiinspektion Greiz und das zuständige Umweltamt führten im Rahmen ihrer Zuständigkeiten entsprechende Maßnahmen durch. Der Betreiber des Recyclinghofs stellte schwere Technik und Personal zur Verfügung, um den abgelagerten, in Brand geratenen Abfall auseinander zu ziehen.

Beim Versuch der Umlagerung des abgelöschten Brandgutes kam es nach Abrücken der Feuerwehren erneut zu einem Brand mit rascher Brandausbreitung. Die am Samstag, 21.02.2009 um 01.25 Uhr erneut alarmierte Feuerwehr Zeulenroda stellte schon bei der Anfahrt zum Einsatzobjekt starke Flammenentwicklung fest. Zusätzlich wurde die Feuerwehr Triebes mit in den Einsatz einbezogen. Die Löscharbeiten dauerten bis 04.30 Uhr. Im Verlauf des Einsatzes wurde die Feuerwehr Hohenleuben mit Messungen zur Bestimmung der Schadstoffbelastung der abziehenden Rauchwolke beauftragt. In diesem Zusammenhang kam der in der Feuerwehr Hohenleuben vorgehaltene Gerätewagen GW-MESS aus dem Gefahrgutzug des Landkreises Greiz zum Einsatz. Die Auswertung der Messungen ergab, dass durch die abziehende Rauchwolke keine gesundheitsbedenklichen Grenzwerte überschritten wurden.

Insgesamt waren beim Einsatz ab 21.38 Uhr 22 Einsatzkräfte mit 6 Einsatzfahrzeugen und beim Einsatz ab 01.25 Uhr 35 Einsatzkräfte mit 9 Einsatzfahrzeugen im Einsatz.

Über das normale Maß der Einsatzbelastung hinaus haben die eingesetzten Kräfte der Feuerwehren Triebes, Zeulenroda und Hohenleuben bei denkbar ungünstigen Einsatz- und Wetterbedingungen alles getan, um die anstehenden Aufgaben der Brandbekämpfung, der Sicherstellung der notwendigen Logistik und der sich an den Einsatz anschließenden Herstellung der Einsatzbereitschaft zu bewältigen. Die Leitung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Zeulenroda-Triebes dankt allen zum Einsatz gekommenen Feuerwehrangehörigen für die hohe Einsatzbereitschaft.

Tschochner, Stadtbrandmeister

Bilder von der Einsatzstelle:

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Fisch-Sterben mit Zeitzünder

2009-02-04 | >>

Nach Gülle-Zufluss in Niederböhmsdorfer Teich fürchten Angler Totalverlust im Frühjahr

Schieres Entsetzen am Mittwochabend bei Axel Wagner und Erik Rücker vom Triebeser Anglerverein: Wo sonst der Mehlabach klares Wasser in den so genannten Badeteich neben dem Hundesportplatz in Niederböhmersdorf führt, sammelt sich eine stinkende gelb-braune Brühe und treibt langsam unter das Eis. "Es riecht wie im Schweinestall", schildert Gewässerwart Rücker seinen Eindruck, "da ist offenbar Gülle ausgebracht worden." Die Angler alarmieren Polizei und Feuerwehr, doch letztere kann nicht wirklich helfen: Das Gemisch aus Tauwasser, Erde und Jauche, das von den umliegenden Feldern zu Tale und damit in den Bach rinnt, würde jede übliche Sperre unterlaufen. Gegen 21 Uhr wird der Einsatz beendet, ein paar Stunden später lässt der langjährige Vereinsvorsitzende Wagner in einer E-Mail seiner Wut und Verzweiflung freien Lauf. "Ich habe vor 25 Jahren die schaumigen Berge in den Flüssen bei Bitterfeld gesehen, tote Fische in der Triebes, nachdem Chlorbleiche von einer Wäscherei eingeleitet wurde, Autowäsche und Batterieentsorgung am Mehlabach. Ich habe einfach nur Wut, wenn ich an die Tiere denke, die sich nicht wehren können." Obwohl der Chef jenes Agrarunternehmens, auf dessen Feldern mutmaßlich die Gülle ausgebracht worden sei, am Abend ebenfalls vor Ort war, habe jener nicht ein einziges Wort mit den Anglern gewechselt. "Diese Ignoranz, der Umwelt und uns als Hauptgeschädigten gegenüber, hat mich zu tiefst betroffen gemacht", so Wagner. Wie jener Geschäftsführer gegenüber OTZ betonte, sei die Gülle jedoch nicht von seinem Unternehmen oder in dessen Auftrag ausgebracht worden. Es gebe noch andere Nutzer der Ackerflächen.

Gestern vormittag nahm Mario Rieleit von Geraer Kriminalpolizei vor Ort die Ermittlungen auf, abgestimmt mit Mitarbeitern der Umweltbehörde im Greizer Landratsamt. Rieleit hatte zuvor bereits das gesamte Gelände rund um den Badeteich in Augenschein genommen und nach verdächtigen Spuren gesucht. Seine Ursachenforschung hatte zumindest ergeben, dass es offenbar keine illegale Entsorgung aus einem Tankwagen heraus gegeben hatte, sondern tatsächlich auf den Feldern ausgebrachte Gülle nicht in der Erde versickerte, sondern einen Weg in die Gräben fand, die Zufluss zum Teich sind. Aber genaues konnte er gestern vor Ort noch nicht feststellen, schließlich laufen die Ermittlungen noch. Ein Verfahren wegen des Verdachts der Gewässerverschmutzung ist bereits eingeleitet. Dabei handelt es sich laut Rieleit um einen Straftatbestand. Zum Abschluss seiner Untersuchungen nahm der Ermittler Wasserproben aus dem Einlauf des Teiches, aber auch aus anderen Zuflussstellen. Genaue Ergebnisse der Untersuchungen lagen bis gestern abend noch nicht vor. Damit nicht noch weitere Gülle die Gewässer vergiftet, erließ die untere Wasserbehörde in Greiz eine Gefahrenabwehranordnung: Dem Nutzer des Ackers wurde auferlegt, so genannte Auffanggruben auszuheben, in die die Gülle einlaufen und abgepumpt werden kann.

Das freilich kann die Stimmung unter den Triebeser Anglern auch nicht aufhellen. Die ersten toten Forellen haben sie bereits geborgen; doch das große Sterben kommt erst noch. "Wenn sich im Frühling das Wasser erwärmt, beginnen in dem gülleverseuchten Wasser chemische Prozesse, die den Sauerstoffgehalt bis auf Null drücken können", erläutert Gewässerwart Rücker. Dann trifft es auch Karpfen, Zander und Aal. Auf knapp 20 000 Euro belaufe sich allein der geschätzte Fisch-Verlust, hat Axel Wagner kalkuliert. Anderes, nämlich der unweigerliche Totalverlust geschützter Arten wie Groppe, Ellritze, Edelkrebs und Teichmuschel lassae sich gar nicht in Geld bemessen, zumal noch niemand wisse, ob der Gülle-Strom in die Teiche talabwärts gedrungen sei. "Wenn wir mit dem Zählen der toten Fische fertig sind, sagen wir Bescheid", verabschiedet sich Wagner verbittert.

Ein Bericht von Karsten Schoß und Jens Voigt; OTZ-Onlineausgabe 2009-02-05

Gasaustritt in Ebert-Straße wird überwacht

2009-01-27 | >>

Energiewerke Zeulenroda prüfen täglich

Gasalarm am Sonntag, Gasalarm am Montag, Gasalarm vielleicht auch heute? Die Zeulenrodaer Feuerwehr nimmt jeden Notruf ernst. Nach mehreren Einsätzen an genau derselben Stelle - vor dem Haus Friedrich-Ebert-Straße 37/39 - schalten sich jetzt aber die Energiewerke Zeulenroda ein und sorgen für öffentliche Aufklärung. "Es ist eine Menge, die wir verantworten können und müssen", versuchte Karsten Klug, Bereichsleiter Gasnetze, gestern Abend zu beruhigen.

Bereits am Mittwoch voriger Woche sei in der Ebert-Straße vor dem genannten Haus Gasgeruch wahrgenommen worden. Die Tiefbaufirma der EWZ habe daraufhin ein Loch gegraben, um nachzuforschen. Bei den Frostgraden ist das Leck aber nicht zu lokalisieren. Das Loch wurde mit einer Stahlplatte abgedeckt, die weiterhin austretende Menge Erdgas wird jeden Tag mit Gasspürgeräten überwacht, betont Karsten Klug.

Dem Erdgas werde grundsätzlich ein extrem starkes Geruchsmittel beigemischt, um undichte Stellen im Netz frühzeitig - noch vor einer gefährlichen Konzentration - wahrnehmbar zu machen. Eben wegen der Stärke des Geruchsmittels falle aber Passanten das Leck immer wieder auf. Damit ab sofort keine weiteren unnötigen Alarmierungen der Feuerwehr mehr veranlasst werden, entschlossen sich die Energiewerke zu dem Hinweis an die Öffentlichkeit.

"Erst wenn der Frost aus dem Boden raus ist, sind wir in der Lage, die tatsächliche Ursache zu beseitigen", sagt Klug. Gestern Abend entschied man trotzdem, ab heute in Richtung Dr.-Stemler-Straße weitere Suchlöcher zu öffnen, um die Störstelle noch mehr einzugrenzen.

Quelle: OTZ/St.B. OTZ-Onlineausgabe vom 27.01.2009

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