Seit 8.30 Uhr ist das Feuer unter Kontrolle. Inzwischen sind rund 60 Kräfte der Feuerwehren Zeulenroda, Triebes, Hohenleuben und Greiz bei der Brandbekämpfung. Auch der Kreisbrandinspektor, die Polizei und das Umweltamt wurden eingeschaltet. Verletzte gab es nicht, der Rettungsdienst ist aber vorsorglich zur Absicherung des Einsatzes mit vor Ort. Ab ca. 9 Uhr werden die Konzentrationen der abziehenden Rauchwolke gemessen, um weitere Maßnahmen zur Warnung der Bevölkerung abschätzen zu können.
Was genau für Abfälle brennen, ist nicht klar. Auch die Ursache ist noch nicht ermittelt. Ersten Angaben zufolge soll es bei betriebstechnischen Abläufen zur Entzündung gekommen sein. Derzeit wird auch noch schweres Gerät heranbeordert, um die Haufen auseinander zu ziehen.
Quelle: Steffen Beikirch; OTZ-Onlineausgabe vom 29.04.2010
Kellerbrand in einem Wohnhaus in Zeulenroda, Untere Haardt heißt die Information. Das Feuer brennt seit drei Minuten und wurde eigens für eine Brandschutzübung der Feuerwehren aus Zeulenroda, Niederböhmersdorf und Kleinwolschendorf vom Stadtbrandmeister Frank Tschochner inszeniert. Das verlassene Mehrfamilienhaus, ein Gebäude der Pumpstation in der Flur Tscherlich in Zeulenroda, stellte der Wasser-Abwasser Zweckverband Zeulenroda (WAZ) zur Verfügung.
Schnell frisst sich das Feuer vom Keller und dem Treppenhaus in die nächsten Etagen, dicker schwarzer Qualm steigt auf. Zeulenroda hat das erste Fahrzeug besetzt, gibt Feuerwehrchef Tschochner kurz nach der Alarmierung bekannt, bereits vier Minuten später hört man die Martinshörner in der Schopperstraße Richtung Untere Haardt. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs mit etwa 5000 Litern Wasser der Zeulenrodaer macht sich sofort an die Arbeit, rollt Schläuche aus. Auch wenn die Kameraden sofort beim Eintreffen und Sichten des leerstehenden Gebäudes bemerken, dass dieser Alarm der Überprüfung der Einsatzbereitschaft der Wehren und dem Training gilt, ist Schnelligkeit gefragt. Im Minutentakt treffen weitere Fahrzeuge ein. Die Drehleiter mit den Scheinwerfern wird ausgefahren, um das Gelände auszuleuchten. Atemschutzgeräte werden angeschnallt, taktisches Vorgehen und Absprachen zwischen den Gruppenführern der Einsatzfahrzeuge sind oberstes Gebot.
Am Brandherd im Keller löschen indes die Feuerwehrmänner mit den Atemschutzgeräten die Flammen. Auf dem Gelände rund um das Haus werden die Schläuche und Wasserstrahler parat gelegt, um damit das Feuer einzudämmen und den Dachstuhl zu schützen. Das Feuer hat sich von einem Kellerbrand zu einem kleinen Gebäudebrand ausgeweitet, erklärt Tschochner. Um diese Situation zu erreichen, wurde in dem leeren Haus Holz präpariert, was die Flammen durch die schon zerstörten Fensterscheiben schlagen lässt.
Mitten im Einsatz alarmiert Tschochner spontan noch die Wehr aus Triebes, die auch binnen ein paar Minuten vor Ort ist. Der Triebeser Feuerwehrmann Jens Krüger wollte es sich gerade auf dem Sofa gemütlich machen, als sein Piepser den großen Alarm anzeigte.
Als gelungenen Einsatz resümiert der Stadtbrandmeister die erfolgreiche Teamarbeit aller freiwilligen Wehren. Um 20.32 Uhr war das Feuer gelöscht. Insgesamt waren 48 Kameraden mit neun Einsatzfahrzeugen vor Ort.
Mit den Aufräumarbeiten im Feuerwehrhaus hat nun jede Wehr noch gut eine Stunde zu tun, erklärt Frank Tschochner die Arbeit der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren hinter den Kulissen.
Quelle: Denise Kirchner; OTZ-Onlineausgabe 2010-04-22
Bilder von der Übungsstelle:
Der Blechschaden an den Autos sah relativ harmlos aus. Die Polizei sprach von insgesamt 10000 Euro. Der Aufprall jedoch muss enorm gewesen sein - gestern Nachmittag auf der B 94 am Abzweig Niederböhmersdorf.
Ein ganz normaler Auffahrunfall hatte sich gegen 15:45 in Fahrtrichtung Greiz zugetragen. Ein 45-jähriger Mann, nach Polizeiangaben aus Zeulenroda, wollte mit seinem Citroen Berlingo in Richtung des Ortsteils abbiegen und musste verkehrsbedingt anhalten. Das bemerkte ein 78-jähriger Greizer zu spät und fuhr mit seinem Peugeot 207 SW auf. Er erlitt dabei mittelschwere Verletzungen und wurde ins Krankenhaus Greiz gebracht. Den Citroen-Fahrer erwischte es heftiger. Die Zeulenrodaer Notärztin Grit Beutner entschied, ihn in eine Spezialklinik für Neurochirurgie einzufliegen. So forderte sie zusätzlich zu den Rettungskräften von Zeulenrodaer DRK und der Greizer Rettungsambulanz noch einen Hubschrauber an.
"Christoph 46" von der DRF-Luftrettung Zwickau landete gegen 16:25 Uhr auf der Fahrbahn nach Niederböhmersdorf. Bis zur Aufnahme des Patienten verschlechterte sich das Wetter jedoch zusehends. Der Wind frischte auf und Schneefall setzte ein. Im dichten Flockenwirbel ging es 16:40 wieder zurück zum Heimatstandort, ans Zwickauer Heinrich-Braun-Klinikum. "Ein dickes Lob, dass die bei dem Wetter noch geflogen sind", wollte Grid Beutner darum unbedingt loswerden.
Die Bundesstraße war etwa 50 Minuten gesperrt, wurde 16:35 Uhr zunächst einseitig geöffnet. Neben der Polizei griff auf die Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda mit neun Mann Besatzung helfend ein.
Quelle: OTZ/St.B; Printausgabe vom 16.03.2010
Bilder von der Einsatzstelle: