Feuerwehr Zeulenroda-Triebes

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Kameraden testen neue Technik

2007-06-07 | >>

Zeulenrodaer Feuerwehr probt für künftige Rettungseinsätze nach Unfällen

In der vergangenen Woche trafen sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zeulenroda auf dem Gelände des Autohofes Schaub in der Grüna, wo für sie zwei Autowracks zwecks Rettungsübung zur Verfügung standen.

Diese sollten mit neuer Technik "bearbeitet" werden. Dazu hatte sich Uwe Irrgang von der Firma Weber-Hydraulik GmbH aus dem schwäbischen Güglingen eingefunden, der den Kameraden die neuesten hydraulischen Rettungsgeräte vorstellte, die für den täglichen Einsatz unter härtesten Bedingungen bei Feuerwehren, Rettungsdienst und technischem Hilfswerk genutzt werden. Eingangs verglich er diese Geräte der neuen Generation mit den Geräten, die die Zeulenrodaer Wehr derzeit zur Verfügung hat. Dies sind beispielsweise Scheren mit 22 und 37 Tonnen Schnittkraft. Sie stammen noch aus dem Jahr 1991. Die neuen übertreffen sie um das Doppelte und Dreifache an Leistung, denn hier können bei gleichem Gewicht der Scheren 71 bis 105 Tonnen an Schneidkraft aufgebracht werden. Dazu stehen auch entsprechende moderne Aggregate zur Verfügung, die gleichzeitig eine Mehrfachnutzung für Scheren und Spreizer ermöglichen.

Diese Anforderungen an die neuen Rettungsgeräte sind notwendig geworden, da die Fahrzeugindustrie in den letzten Jahren ihre Produkte technisch so sicher machte, dass die Insassen bei schweren Verkehrsunfällen weitestgehend geschützt sind. Mit den alten Scheren ist es so kaum noch möglich, die Holme eines heutigen Pkw Opel Vectra oder Mercedes durchzutrennen.

Im Anschluss an die theoretischen Ausführungen ging es dann für die Zeulenrodaer Feuerwehrleute darum, selbst an einem Autowrack mit der neuen Technik Hand anzulegen. Der Mitarbeiter der Firma Hydraulik- Weber gab ihnen dabei wertvolle Hinweise für das Vorgehen.

Wie wichtig diese Problematik für jeden Kameraden ist, zeigte sich an diesem Abend vor Ort. Während die Feuerwehrleute ausgebildet wurden, gab es für andere von ihnen Alarm und sie wurden zu einem Einsatz gerufen. Bei Zadelsdorf hatte sich ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein Menschenleben zu beklagen war.

Von OTZ-Redakteur Karsten Schoß; OTZ-Onlineausgabe; 2007-060-10

16 Verletzte aus brennendem Zug geborgen

2007-05-18 | >>

Nächtliche Einsatzübung der Feuerwehren der Region mit über 80 Kameraden und weiteren Helfern

Freitagabend, 18. Mai 2007 23.14 Uhr, Bahnkilometer 64,4 der Strecke Werdau-Mehltheuer: Triebfahrzeugführer Wolfgang Schauer informiert den Fahrdienstleiter in Pöllwitz über die Entgleisung des Reisezuges Hof-Leipzig bei Bernsgrün. Gefahrgut ist ausgelaufen und brennt. Diese Fakten waren Basis der Alarmierung der Feuerwehren aus Pausa, Ebersgrün, Bernsgrün, Zeulenroda, Arnsgrün und Pöllwitz.

Mit Blaulicht sausten die Fahrzeuge aus allen Richtungen nach Bernsgrün, befuhren die Straße am Sportplatz und gelangten zum Unfallort, der sich an dem im Volksmund Ohlig-Brücke genannten Bauwerk befand. Steffen Jubelt, Gemeindewehrleiter im Vogtländischen Oberland, hatte die Einsatzleitung.

Von beiden Seiten des Eisenbahn-Viaduktes aus wurden die Rettungsmaßnahmen mit Leitern von den Pausaer Kameraden und mit der Zeulenrodaer Drehleiter eingeleitet. 16 verletzte Personen waren aus dem verunglückten Zug zu bergen und eine Löschwasserversorgung zu verlegen. Rund 80 Kameraden waren an dieser Einsatzübung als Aktive beteiligt, nochmals etwa 20, die als Helfer am Rande fungierten.

Zum Abschluss der Übung wurden die Kameraden vom Triebfahrzeugführer über die Öffnung des Zuges von außen informiert und sie konnten den Triebwagen besichtigen. Nach gut eineinhalb Stunden werteten Steffen Jubold und der Pausaer Gemeindewehrleiter Wolfgang Rauh die Übung aus. Als erstes bedankte sich Jubold beim Lokführer Wolfgang Schauer für die Mitarbeit bei dieser Übung. Gleiches tat er auch gegenüber dem Notfallmanager Matthias Sommerfeld und dessen Assistenten Michael Strobel sowie den Brandschutzbeauftragten der Niederlassung Süd-Ost der DB AG Wolfgang Görner.

Die Übung fand natürlich außerhalb der Verkehrszeit statt. Drei Frauen waren unter den aktiven Kameraden, dazu saßen noch Romy Anschütz und Susanne Lang im Fahrzeug der Einsatzleitung und protokollierten den Funkverkehr. Mit fünfzehn Kameraden war die Zeulenrodaer Wehr unter Wehrführer Kneupel an der Übung beteiligt.

Im Gespräch mit der Ostthüringer Zeitung zeigte sich Steffen Jubold zufrieden mit der Aufgabenbewältigung aller Beteiligten: "Es war die erste große gemeinsame Übung sächsischer und Thüringer Kameraden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG nach der Wende. Besonders die Menschenrettung hat sehr gut geklappt".

Auch der Pausaer Feuerwehrchef Wolfgang Rauh war zufrieden: "Das Zusammenwirken der Kameraden aus den unterschiedlichsten Wehren hat funktioniert. Kleine Dinge, die im Ernstfall noch besser laufen müssen, werden in der Auswertung mit den Gruppenführern angesprochen".

Ein Bericht aus der OTZ von J. Stefaniak; Onlineausgabe 2007-05-20

Feuerwehrgroßeinsatz geübt

2007-05-10 | >>

64 Kameraden rücken Brand im Zeulenrodaer Gymnasium zu Leibe und bergen Verletzte

Brand in der Aula des Zeulenrodaer Gymnasiums, es befinden sich verletzte Personen im Gebäude Schopperstraße 25, lautete die Einsatzmeldung der Rettungsleitstelle am Donnerstagnachmittag um 17.17 Uhr. Alarmiert wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Zeulenroda, Triebes, Kleinwolschendorf, Niederböhmersdorf und Langenwolschendorf.

Bereits fünf Minuten später waren die Kameraden aus Zeulenroda mit der Drehleiter und Tanklöschfahrzeugen vor Ort. Kurz wurde die angenommene Sachlage besprochen bei dieser Übung der Stützpunktfeuerwehr mit den benachbarten Ortswehren. Bis 17.30 Uhr waren 64 Kameraden mit zwölf Fahrzeugen vor Ort.

Aus allen Ecken der Stadt kamen sie zum Einsatzort und lockten viele Schaulustige an, die das Geschehen genau beobachteten. Doch die Kameraden ließen sich davon nicht beeindrucken. Die Triebeser und Zeulenrodaer Feuerwehrleute legten die Leitern an das Gebäude, um zu den Verletzten in der oberen Etage vorzudringen. Atemschutztechnik musste eingesetzt werden, da eine starke Rauchentwicklung angenommen wurde. 20 Kameraden gingen unter den Atemschutzmasken in das Gebäude, um weitere Verletzte aufzuspüren. Zusätzlich wurde dann noch eine weitere Besatzung der Zeulenrodaer Wehr angefordert, um bei Bedarf über ausreichend Kameraden zum Einsatz von Atemschutztechnik zu verfügen. Über die Feuerwehrleitern und durch das Innere des Schulgebäudes konnte man aber in dieser Übung alle sieben Personen sicher aus dem Schulhaus bringen und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Kleinwolschendorf übernahmen die weitere Versorgung. Um 17.45 Uhr waren alle Verletzten in Sicherheit.

Während dessen flitzten die Langenwolschendorfer, Triebeser und Niederböhmersdorfer mit Schlauchtrommeln in Richtung Feuerlöschteich am Gebäude des Gymnasiums am Dr.-Gebler-Platz. Sie legten eine zweimal rund 350 Meter lange Schlauchleitung zum Einsatzort. Die Löschwasserversorgung über eine lange Wegstrecke zu sichern, war eine der zu bewältigenden Aufgaben.

Um 17.50 Uhr konnte Stadtbrandinspektor Frank Tschochner dann die Übung beenden. Zu diesem Zeitpunkt waren der Brand gelöscht und die Verletzten wohlauf.

OTZ-Onlineausgabe 11.05.2007 von Heidi Henze

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