Feuerwehr Zeulenroda-Triebes

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Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen, Fahrzeug brennt

2006-09-08 | >>

Kameraden der Stützpunktfeuerwehr zur Wochenendschulung überrascht.

20060908_05 Feuerwehr Zeulenroda-Triebes Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen, Fahrzeug brennt... So ähnlich lautete am Freitag der Alarmspruch der Rettungsleitstelle Gera bei der Alarmierung der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda. Der Alarm ertönte gegen 20:15 Uhr, gerade als die Zeulenrodaer Kameraden im Schullandheim zu einer theoretischen Lehrveranstaltung die Schulbank drückten. Keiner der Kameraden ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass es sich hierbei um eine sorgfältig geplante Übung handelte, denn der Ausbildungsplan der Feuerwehr zur Wochenendschulung sah dieses Szenario nicht vor.

Wehrführer Peter Kneupel, welcher zu dieser Wochenendschulung als Einsatzleiter fungierte, teilte im Schullandheim die Kameraden auf die Fahrzeuge ein und legte die Ausrückordnung fest. Kaum eine Minute später waren alle Einsatzfahrzeuge unterwegs und sorgten im verschlafenen Schwarzbachgrund für ein Meer an Blaulichtern. Zeitgleich veranlasste der Einsatzleiter die Alarmierung der Abteilung Niederböhmersdorf zur örtlichen Unterstützung. Am Ereignisort in Grüna, auf dem Gelände des Autohofes Schaub, angekommen, stellte sich das Einsatzszenario glücklicherweise als Übung dar und nahm somit den Kameraden etwas von der Anspannung welche ihnen normalerweise bei solchen Ereignissen anhaftet.

Nach einer raschen Lageerkundung teilte der Einsatzleiter die einzelnen Trupps ein, welche unverzüglich mit den Rettungsmaßnahmen begannen. Es galt 6 eingeklemmte Personen aus zwei Fahrzeugen zu befreien und ein drittes Fahrzeug abzulöschen. Während ein Löschfahrzeug mit der Brandbekämpfung begann, sicherten weitere Einsatzkräfte die Fahrzeuge um mit der technischen Hilfeleistung beginnen zu können. Die Kameraden aus Niederböhmersdorf hatten die Aufgabe eine geeignete Stelle zur Hubschrauberlandung auszuleuchten und die Gruppe des Zeulenrodaer Löschfahrzeuges LF16TS richtete eine Sammelstelle für die Verletzten ein und kümmerte sich um diese.

20060908_01 Feuerwehr Zeulenroda-Triebes Die technische Hilfeleistung an den beiden verunfallten Fahrzeugen stellte sich als äußerst schwierig dar. Kameraden der Triebeser Feuerwehr hatten sich beim Herrichten des Szenarios viel Mühe gegeben um ein möglichst realistisches Einsatzgeschehen nachzubilden. Ein Fahrzeug war über die Motorhaube des Anderen aufgefahren und im Bereich dessen Frontscheibe verkeilt. Zuerst galt es die eingeklemmten Personen aus dem aufgefahrenen Fahrzeug zu befreien und dieses dann von dem anderen Fahrzeug zu trennen. Nur so konnte das letzte Fahrzeug ausreichend stabilisiert werden um die Personen mit der nötigen Sicherheit zu retten.

Zuerst wurde das Dach des Fahrzeuges entfernt um die zwei Verletzen auf der Rücksitzbank aus dem Wrack zu bekommen. Danach konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf den Fahrer, welcher auf Grund des Auffahrens des anderen Fahrzeuges am schwersten eingekeilt war. Nach dem Abspreizen der Fahrertür und dem Einsatz der Pedalschere konnte der Fuß- und Schoßraum durch hydraulische Stempel für eine Befreiung des Eingeklemmten ausreichend vergrößert werden.

Einsatz- und Übungsleitung schätzen ein, dass das Übungsziel mit Erfolg erreicht wurde und attestieren allen beteiligten Kameraden ein sicheres Handeln bzw. Auftreten und eine hohe Kompetenz im Einsatzablauf. Kleinere aufgetretene Mängel wurden analysiert und im Laufe der Wochenendschulung besprochen und beseitigt. Nach der Übung ging es wieder zurück zum Schullandheim, wo die Stützpunktfeuerwehr ihren ersten Tag der Wochenendschulung mit geselligem Beisammensein ausklingen ließ.

weitere Bilder zur Einsatzübung:

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Feueralarm in der Behindertenwerkstatt

2006-07-06 | >>

Kameraden aus Zeulenroda-Triebes lernen bei Einsatzübung neu bezogenes Objekt kennen

Rötlicher Rauch stieg am Donnerstagabend an den Vorgtlandwerkstätten im Industriegebiet auf. Das sichere Zeichen dafür, dass es sich nur um eine Übung handelte, als um 18:23 Uhr die Sirenen in beiden Teilstädten heulten. Auch wenn in dem Objekt unweit der Firma Bauerfeind dicke Rauchschwaden standen - das Einzige, was wirklich brannte, war die Sommer-Sonne.

Schon nach gut fünf Minuten kamen die Martinshörner näher und der Einsatzleitwagen von Zeulenroda fuhr auf den Hof. 18:32 Uhr drangen die ersten beiden Kameraden in das Betriebsgebäude vor, in dem zwei Brandherde angenommen wurden. Nur Augenblicke später trugen sie die Vermissten, gespielt von Tobias Flämig und Tom Schneider, aus dem ungefährlichen Disko-Nebel uns Freie. Während Ventilatoren für reine Luft sorgten, stand bereits die Drehleiter hoch über dem Dach. 20 Minuten nach Alarmierung konnte Stadtbrandinspektor Frank Tschochner die erfolgreich verlaufene Übung mit insgesamt 40 Beteiligten und acht Fahrzeugen abbrechen.

"Die Übung war eine Idee der Feuerwehr, aber wir hatten das auch vor", sagte Antje Dietzsch von der Sozialdienstleitung der Vogtlandwerkstätten GmbH, die im Januar mit der Reha-Werkstatt hier eingezogen war. Über 30 Beschäftigte - alles geistig Behinderte - arbeiten hier auf rund 1000 Quadratmetern in den Bereichen Werbung, Stempelfertigung, Montage und Kfz-Pflege. Sie hatten zur Übung allerdings schon Feierabend. Das Notfalltraining mit den Beschäftigten wird nun aber der zweite Schritt sein, erklärte Antje Dietzsch.

Fürs Erste lernten die Einsatzkräfte der Feuerwehren Zeulenroda und Triebes das Objekt kennen. Mit ihrer Arbeit war Frank Tschochner zufrieden. "Für die Triebeser und die Zeulenrodaer jeweils ein Kasten Freibier, die Rechnung geht an mich", belohnte der Stadtbrandinspektor seine Leute, die zuvor bereits Marscherleichterung gekommen hatten.

Quelle: OTZ-Printausgabe; von St. Beikirch; Ausgabe 2006-07-08

Auf Tauchgang in der Talsperre

2006-06-23 | >>

Tauchteam der Feuerwehr Zeulenroda absolviert Lehrgang der Landesfeuerwehrschule vor Ort

Stefan Köhler ging als erster Taucher der Tauchergruppe der Feuerwehr Zeulenroda am Freitagmorgen ins Talsperrenwasser. Gesichert war er mit einer 50-Meter-Signalleine, und über das Unterwasser-Kommunikationsgerät hielt er Verbindung zu den anderen Mitgliedern der Gruppe. Gesucht wurde nach einem Kanister, der - wie ein Angler beobachtet haben will - von einer Person ins Talsperrenwasser geworfen wurde. Für die Taucher bestand die Aufgabe darin, diesen Kanister zu finden und - wenn keine Flüssigkeit ausläuft - ihn zu bergen. Wegen des möglicherweise gefährlichen Inhalts war eine Kontrolle notwendig. Olaf Werner brauchte nur auf zehn Meter Tiefe zu tauchen, dann war der Gegenstand geortet. 20 Grad betrug die Wassertemperatur in den oberen Schichten.

Der Tauchgang ist eine Übung innerhalb eines Wochenendlehrgangs, welcher zum ersten Mal offiziell von der Bad Köstritzer Landesfachschule der Feuerwehren bewertet und durch ein Zertifikat des Freistaates Thüringen für die erfolgreichen Teilnehmer bestätigt wird. Unter den Teilnehmern drei junge Zeulenrodaer Männer: In einer zweijährigen Ausbildung würden sie ständig in Theorie und Praxis geschult, erzählt der stellvertretende Leiter der Tauchergruppe Zeulenroda, Olaf Werner. Anspruchsvoll sei nicht nur die spezielle Ausbildung, sondern auch der Weg bis dahin, so Werner. So müssen die Absolventen in der Freiwilligen Feuerwehr ihren Mann stehen, eine technische Ausbildung haben und die Rettungsstufe "Silber" besitzen.

Insgesamt zwei Feuerwehr-Tauchergruppen existieren im Freistaat Thüringen. Zusammen mit der Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr Gera waren die Zeulenrodaer schon bei zahlreichen Einsätzen gefragt.Anspruchsvoll ist nicht nur die spezielle Ausbildung zum Taucher, sondern auch der Weg bis dahin.

Quelle: OTZ-Onlineausgabe, von Heidi Henze; Ausgabe 2006-06-23

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