Zeulenrodaer Stützpunktfueerwehr übt im ehemaligen Reitstall wiederholt den Ernstfall
Starker Qualm und Flammen drangen am Donnerstag aus dem ehemaligen Reitstall auf dem Gelände der früheren Eckardtsbrauerrei. Um 18 Uhr alarmierte die Geraer Rettungsleitstelle die Feuerwehr Zeulenroda. "Starke Rauchentwicklung zwischen Otto-Grotewohl-Ring und Wildgehege", lautete der Einsatzbefehl.
Dach war dies kein Ernstfall, sondern eine Übung der Feuerwehr, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. Geübt wurde in einem leerstehenden, für den Abriss vorgesehenen Gebäude. Zuvor hatten Stadtbrandmeister Frank Tschochner und Klaus-Dieter Richter den Einsatzort vorbereitet. Bewusst sei bei der Alarmierung der exakte Einsatzort nicht verraten worden, um die Aufmerksamkeit der Feuerwehrleute schon bei der Anfahrt mehr zu schulen, erklärte Tschochner.
Der Einsatz sei wie im Bilderbuch abgelaufen: 18:03 Uhr waren die ersten drei Einsatzfahrzeuge unterwegs, 18:20 Uhr war die Feuerwehr Zeulenroda mit 20 Kameraden und sechs Fahrzeugen vor Ort. "Und damit mit einem ausreichenden Kräfte- und Mittelansatz zu Bewältigung der Situation", berichtete Tschochner. Zu dem Zeitpunkt war der Brand schon unter Kontrolle. 18:40 Uhr war er gelöscht.
Der Stadtbrandmeister lobte die hohe Einsatzbereitschaft und das fachliche und taktische Geschick der Kameraden: "Die Leistung zeigt, dass die Feuerwehr Zeulenroda eine leistungsfähige, hoch motivierte Wehr ist und, dass sich jeder auf unsere Feuerwehr verlassen kann."
Quelle: OTZ-Printaufgabe vom 26.03.2011; Bildmaterial: Sabine Matthes und Nico Pelz.
Der Einsatz sei wie im Bilderbuch abgelaufen: 18:03 Uhr waren die ersten drei Einsatzfahrzeuge unterwegs, 18:20 Uhr war die Feuerwehr Zeulenroda mit 20 Kameraden und sechs Fahrzeugen vor Ort. "Und damit mit einem ausreichenden Kräfte- und Mittelansatz zu Bewätligung der Situation", berichtete Tschochner. Zu dem Zeipunkt war der Brand schon unter Kontrolle. 18:40 Uhr war er gelöscht.
Der Stadtbrandmeister lobte die hohe Einsatzbereitschaft und das fachliche und taktische Geschick der Kameraden: "Die Leistung zeigt, dass die Feuerwehr Zeulenroda eine leistungsfähige, hoch motivierte Wehr ist und, dass sich jeder auf unsere Feuerwehr verlassen kann."
Quelle: OTZ-Printaufgabe vom 26.03.2011; Bildmaterial: Sabine Matthes und Nico Pelz.
Horn im Schlamm: Zeulenrodaer Taucher auf Kontrollgang
So, lassen wir die Luft raus, sagt Klaus Zipfel und öffnet das Ventil. Binnen Sekunden ist er mit seinem Begleiter unter der Wasseroberfläche verschwunden, auf der beide gerade noch lässig in Rückenlage schaukelten. Nun künden nur noch aufsteigende Luftblasen vom Kurs, den die zwei Feuerwehrtaucher rund um die Talsperrenbrücke nehmen. Diesmal finden sie ein Parforcehorn und einen Einkaufswagen.
Zeulenroda. Kurz vor 13 Uhr war es, als Klaus Zipfel und André Kneupel gestern wieder einen Routine-Tauchgang vom Quingenberger Ufer aus unternahmen. Dick eingepackt in ihren Anzügen aus Trilaminat, in denen ein Luftpolster für Isolation und bei Bedarf auch für Auftrieb sorgt. Die Neopren-Handschuhe bieten diesen Luxus leider nicht. Als die beiden Männer nach 20 Minuten wieder aus den Fluten steigen, steht ihnen die Kälte ins Gesicht geschrieben. Ich habe meine Hände teilweise gar nicht mehr gespürt, berichtet André Kneupel nach der Aktion im zwei Grad kalten Wasser.
Das Eis ist geschmolzen, deshalb rangen sich die beiden Zeulenrodaer zu der Kontrolltour durch, die auch Übungszwecken dient. Es sei gut, die Talsperre aus dem Effeff zu kennen. Im Stausee befinden sich noch viele Bäume und eine Menge Gestrüpp, drei Meter hoch, erzählt Klaus Zipfel. Wenn du dich da nicht auskennst, kommst du nicht wieder raus.
Bis zu 18 Meter tief war das Duo gestern abgetaucht. Das Schmelzwasser sorgte dabei für schlechte Sichtbedingungen. Einen halben Meter weit, mehr war nicht zu erkennen. Größere Funde waren gestern ein Einkaufswagen vom Kaufland und ein Parforcehorn. Beides steckte aber so tief im Schlamm, sagt Zipfel, dass es größeren Aufwand erfordert, es rauszuholen. Aber das macht ja keinen Schaden.
Bei früheren Tauchgängen waren schon Fahrräder, zwei offene Geldschränke oder auch ein Portemonnaie mit Ausweispapieren gefunden worden. Wenn im Mai die Frühjahrszirkulation beginne, sei die Sicht top. Zipfel: Dann tauchen wir nochmal richtig ab.
Auf dem Internet-Videoportal YouTube sind seit längerem einige Unterwasserfilme zu sehen. Viele Leute würden Klaus Zipfel fragen, wie es denn eigentlich in der Talsperre aussehe. Dort könnten sie nun selbst nachsehen, meint Zipfel, der die Videos eingestellt und sogar mit Musik unterlegt hat. Filme sind zu finden auf dem Videoportal www.youtube.com. Suchwort: Talsperre Zeulenroda
20 Kameraden der Triebeser Freiwilligen Feuerwehr trainierten am Donnerstagabend im Rahmen ihrer Ausbildung im Naturfreibad die Wasserrettung
Der Tipp klang seltsam aus dem Mund eines Mannes, von dem man eigentlich Hilfe erwartet. "Reicht dem Ertrinkenden niemals die Hand!" Doch Klaus Zipfel, Chef der Feuerwehr-Tauchergruppe Zeulenroda, weiß, wovon er spricht. "In lebensbedrohlichen Zuständen entwickeln die Menschen unwahrscheinliche Kräfte." Am Ende also könne falsches Verhalten dazu führen, dass neben dem zu Rettenden auch noch die Retter im Wasser liegen und selbst Hilfe brauchen. Ein Seil, ein Paddel oder ein anderer Gegenstand seien für die Kontaktaufnahme folglich sicherer.
Diese und weitere Erkenntnisse nahmen 20 Kameraden der Triebeser Freiwilligen Feuerwehr am Donnerstagabend dankbar auf. Im Rahmen ihrer Ausbildung trainierten sie im Naturfreibad die Wasserrettung. Dafür wurde das feuerwehreigene Schlauchboot zu Wasser gelassen, der Motor vorher demontiert.
Mit vorschriftsmäßig angelegten Schwimmwesten ruderte die Besatzung Klemens Köhler, Marcus Winkler und Klaus Neupert los, um zunächst Michael Schmidt und dann Claudia Stamm herauszufischen.
Immer seitlich beidrehen, riet Klaus Zipfel und erinnerte ein weiteres Mal an die Eigensicherung. Zwei Leute ziehen das Opfer ins Boot, während der Dritte die ganze Chose ausbalanciert. Ist die Person an Bord, ziehen bei einem Gewässer dieser Größenordnung am besten die Kameraden an Land die ganze Truppe mit dem Seil ans Ufer. Das geht schneller, als zu rudern. Und Zeit ist bei der Rettung ja das, was man am wenigsten hat.
Michael Schmidt wurde an Land von seinen Feuerwehrkameraden Michail Syhre und Gordon Schütz übernommen. Beide machen derzeit, wie vier andere, eine Feuerwehr-Ausbildung zum Rettungshelfer, konnten gleich erste Fertigkeiten anwenden. Vorsorglich wurde Schmidt eine Halskrause angelegt und wegen einer "Verletzung" der rechte Unterschenkel geschient. Mit Stethoskop und Blutdruckmessgerät überwachte man indes die Vitalfunktionen.
"Der Blutdruck rauscht in der Regel richtig runter, während die Herzfrequenz steigt." Woran man einen Schock erkennt und was man dann am besten unternimmt, steuerte Jens Krüger, Feuerwehrmann und gelernter Rettungsassistent, zu dieser Ausbildungseinheit der besonderen Art bei.