Seite: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | Feuerwehr Triebes trainiert Wasserrettung und Schock-Versorgung2010-07-01 | >>20 Kameraden der Triebeser Freiwilligen Feuerwehr trainierten am Donnerstagabend im Rahmen ihrer Ausbildung im Naturfreibad die Wasserrettung
Der Tipp klang seltsam aus dem Mund eines Mannes, von dem man eigentlich Hilfe erwartet. "Reicht dem Ertrinkenden niemals die Hand!" Doch Klaus Zipfel, Chef der Feuerwehr-Tauchergruppe Zeulenroda, weiß, wovon er spricht. "In lebensbedrohlichen Zuständen entwickeln die Menschen unwahrscheinliche Kräfte." Am Ende also könne falsches Verhalten dazu führen, dass neben dem zu Rettenden auch noch die Retter im Wasser liegen und selbst Hilfe brauchen. Ein Seil, ein Paddel oder ein anderer Gegenstand seien für die Kontaktaufnahme folglich sicherer.
Diese und weitere Erkenntnisse nahmen 20 Kameraden der Triebeser Freiwilligen Feuerwehr am Donnerstagabend dankbar auf. Im Rahmen ihrer Ausbildung trainierten sie im Naturfreibad die Wasserrettung. Dafür wurde das feuerwehreigene Schlauchboot zu Wasser gelassen, der Motor vorher demontiert.
Mit vorschriftsmäßig angelegten Schwimmwesten ruderte die Besatzung Klemens Köhler, Marcus Winkler und Klaus Neupert los, um zunächst Michael Schmidt und dann Claudia Stamm herauszufischen.
Immer seitlich beidrehen, riet Klaus Zipfel und erinnerte ein weiteres Mal an die Eigensicherung. Zwei Leute ziehen das Opfer ins Boot, während der Dritte die ganze Chose ausbalanciert. Ist die Person an Bord, ziehen bei einem Gewässer dieser Größenordnung am besten die Kameraden an Land die ganze Truppe mit dem Seil ans Ufer. Das geht schneller, als zu rudern. Und Zeit ist bei der Rettung ja das, was man am wenigsten hat.
Michael Schmidt wurde an Land von seinen Feuerwehrkameraden Michail Syhre und Gordon Schütz übernommen. Beide machen derzeit, wie vier andere, eine Feuerwehr-Ausbildung zum Rettungshelfer, konnten gleich erste Fertigkeiten anwenden. Vorsorglich wurde Schmidt eine Halskrause angelegt und wegen einer "Verletzung" der rechte Unterschenkel geschient. Mit Stethoskop und Blutdruckmessgerät überwachte man indes die Vitalfunktionen.
"Der Blutdruck rauscht in der Regel richtig runter, während die Herzfrequenz steigt." Woran man einen Schock erkennt und was man dann am besten unternimmt, steuerte Jens Krüger, Feuerwehrmann und gelernter Rettungsassistent, zu dieser Ausbildungseinheit der besonderen Art bei.
Quelle: Steffen Beikirch; OTZ-Onlineausgabe 2010-07-03
Feueralarm in der Unteren Haardt2010-04-20 | >>Die Sonne geht gerade unter, als in einem Wohnhaus in Zeulenrodas Unterer Haardt Feuer lodert. Um 19.55 Uhr werden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Zeulenroda und Umgebung von der Rettungsleitstelle Gera zu einem Großeinsatz gerufen. Kellerbrand in einem Wohnhaus in Zeulenroda, Untere Haardt heißt die Information. Das Feuer brennt seit drei Minuten und wurde eigens für eine Brandschutzübung der Feuerwehren aus Zeulenroda, Niederböhmersdorf und Kleinwolschendorf vom Stadtbrandmeister Frank Tschochner inszeniert. Das verlassene Mehrfamilienhaus, ein Gebäude der Pumpstation in der Flur Tscherlich in Zeulenroda, stellte der Wasser-Abwasser Zweckverband Zeulenroda (WAZ) zur Verfügung.
Schnell frisst sich das Feuer vom Keller und dem Treppenhaus in die nächsten Etagen, dicker schwarzer Qualm steigt auf. Zeulenroda hat das erste Fahrzeug besetzt, gibt Feuerwehrchef Tschochner kurz nach der Alarmierung bekannt, bereits vier Minuten später hört man die Martinshörner in der Schopperstraße Richtung Untere Haardt. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs mit etwa 5000 Litern Wasser der Zeulenrodaer macht sich sofort an die Arbeit, rollt Schläuche aus. Auch wenn die Kameraden sofort beim Eintreffen und Sichten des leerstehenden Gebäudes bemerken, dass dieser Alarm der Überprüfung der Einsatzbereitschaft der Wehren und dem Training gilt, ist Schnelligkeit gefragt. Im Minutentakt treffen weitere Fahrzeuge ein. Die Drehleiter mit den Scheinwerfern wird ausgefahren, um das Gelände auszuleuchten. Atemschutzgeräte werden angeschnallt, taktisches Vorgehen und Absprachen zwischen den Gruppenführern der Einsatzfahrzeuge sind oberstes Gebot.
Am Brandherd im Keller löschen indes die Feuerwehrmänner mit den Atemschutzgeräten die Flammen. Auf dem Gelände rund um das Haus werden die Schläuche und Wasserstrahler parat gelegt, um damit das Feuer einzudämmen und den Dachstuhl zu schützen. Das Feuer hat sich von einem Kellerbrand zu einem kleinen Gebäudebrand ausgeweitet, erklärt Tschochner. Um diese Situation zu erreichen, wurde in dem leeren Haus Holz präpariert, was die Flammen durch die schon zerstörten Fensterscheiben schlagen lässt.
Mitten im Einsatz alarmiert Tschochner spontan noch die Wehr aus Triebes, die auch binnen ein paar Minuten vor Ort ist. Der Triebeser Feuerwehrmann Jens Krüger wollte es sich gerade auf dem Sofa gemütlich machen, als sein Piepser den großen Alarm anzeigte.
Als gelungenen Einsatz resümiert der Stadtbrandmeister die erfolgreiche Teamarbeit aller freiwilligen Wehren. Um 20.32 Uhr war das Feuer gelöscht. Insgesamt waren 48 Kameraden mit neun Einsatzfahrzeugen vor Ort.
Mit den Aufräumarbeiten im Feuerwehrhaus hat nun jede Wehr noch gut eine Stunde zu tun, erklärt Frank Tschochner die Arbeit der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren hinter den Kulissen.
Quelle: Denise Kirchner; OTZ-Onlineausgabe 2010-04-22
Bilder von der Übungsstelle:
Bis an die eigenen Leistungsgrenzen2009-09-05 | >>39 Angehörige der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda absolvieren Wochenendschulung
Nicht selbstverständlich und nicht alltäglich ist der Dienst der Einsatzkräfte der Feuerwehr Zeulenroda. Brände, Verkehrsunfälle, Hilfeleistungen, Ölspuren, Einsätze nach Unfällen mit gefährlichen Stoffen spiegeln die Vielseitigkeit der Einsätze wider.
Bis zum heutigen Tag musste die Feuerwehr Zeulenroda in diesem Jahr zu 80 Einsätzen ausrücken. Bei jedem wird von den Kameradinnen und Kameraden professionelles Handeln erwartet. Dazu muss jeder Handgriff sitzen, Technik richtig bedient werden. Richtiges taktisches Vorgehen und umsichtiges Handeln entscheiden meist über den Ausgang und manchmal über Leben und Tod. Jede Einsatzkraft muss sich blind auf den Nebenmann, auf die anderen und die Einsatzleitung verlassen können. Das setzt eine kontinuierliche Ausbildung voraus. 40 Stunden pro Jahr sind für jeden aktiven Feuerwehrangehörigen vorgeschrieben. Die Feuerwehr Zeulenroda führt 14-tägig Ausbildungen durch, um den Leistungsstand der Kameraden zu erhalten und zu erhöhen. Leider nicht genug, denn aus persönlichen und beruflichen Gründen können nicht alle Kameraden regelmäßig an der Ausbildung teilnehmen.
Aus diesem Grunde wurde im Jahr 2001 die Wochenendschulung eingeführt. Sie findet regelmäßig Anfang September statt - so auch am vergangenen Wochenende. Die Leitung der Feuerwehr Zeulenroda hatte sich vorgenommen, verstärkt Teambildung und Teamarbeit zu fördern und den Teilnehmern Belastbarkeit und Herangehen an die eigenen Leistungsgrenzen abzufordern.
39 Teilnehmer und die Einsatztechnik der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda wurden von Freitag bis Sonntag im Schullandheim Zeulenroda stationiert. Nach einer theoretischen Schulung, in der Karsten Klug, Mitarbeiter der Energiewerke Zeulenroda, Grundsätze zum Thema "Erdgashavarien" schulte, fand gegen 21 Uhr im Bürokomplex der Raster-Zeulenroda GmbH eine Einsatzübung statt, bei der ein Brand in der vierten Etage des Komplexes angenommen wurde. Der pünktlich zu Übungsbeginn einsetzende Starkregen machte es den Einsatzkräften nicht leichter, ihre Aufgaben zu erfüllen. Trotzdem konnte die Übung nach einer Stunde erfolgreich beendet werden.
Am Samstagvormittag machten sich die Teilnehmer mit den Objektbedingungen an der Zeulenrodaer Rötleinschule vertraut. Eine Begehung im Schulkomplex und eine anschließende Einsatzübung waren wichtig, ist doch die Schule einer der Einsatzschwerpunkte in Zeulenroda.
Am Samstagnachmittag betraten die Teilnehmer "feuerwehrtechnisches Neuland" im Kletterwald Koala bei Lederhose. Bewältigung unterschiedlicher Parcours in Höhen bis zu 12 Metern ließen sie an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stoßen, zumal die Bewältigung der Parcours in voller Einsatzbekleidung abgefordert wurde.
Am Sonntag um 9.07 Uhr heulten dann die Sirenen der Stadt zur letzten Einsatzübung des Wochenendes. In einem leer stehenden Wohnhaus in Zeulenroda, Flur Tscherlich, wurde ein Wohnungsbrand inszeniert. Bereits kurze Zeit nach dem Eintreffen waren alle Verletzten gerettet und der Brand gelöscht. Die Einsatzleitung schätzte die Übung als gelungen ein.
Nach Herstellung der Einsatzbereitschaft und Reinigung der Fahrzeuge und Ausrüstungen beendete Stadtbrandmeister Frank Tschochner die Wochenendschulung. Die Stützpunktfeuerwehr blickt auf ein erfolgreiches Ausbildungswochenende mit zirka 17 Ausbildungsstunden je Teilnehmer zurück. Die Leitung der Feuerwehr bedankt sich bei allen Teilnehmern für die erbrachten Leistungen, die hohe Einsatzbereitschaft und den guten Teamgeist, der alle Veranstaltungen begleitete. Besonderer Dank gilt Herrn Klug, EWZ Zeulenroda, der Raster GmbH und dem Zweckverband WAZ Zeulenroda.
Quelle: SBM Frank Tschochner; OTZ-Onlineausgabe vom 07.09.2009
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