Mönchgrün. Die Einsatzkräfte kümmerten sich nicht zuletzt um die Verwandten aus Moßbach, Oettersdorf, Schleiz, Göschitz und anderen Orten in der näheren Umgebung von Schleiz im Saale-Orla-Kreis.
Viele von ihnen, wie auch Vertreter von Zeitungen, Fernseh- und Rundfunksendern, hörten sicherlich zum ersten Mal von dem Dörflein an der A 9 und suchten es auf. Die 46 Einwohner zählende Ansiedlung gehört zur Gemeinde Görkwitz. An diesem Abend war sie voll von Autos. "Auf solche Berühmtheit hätten wir gern verzichet", sagte gestern der Görkwitzer Bürgermeister Karl-Heinz Barth.
Auf dem Feld am Ortsrand gab bis in die Nacht u. a. die Freiwillige Feuerwehr Schleiz ihr Bestes. Sie übernahm auch die Arbeit von Kameraden aus den kleinen Dörfern, da diese gute Bekannte, Freunde oder sogar Verwandte unter den Opfern hätten haben können.
Neben Sicherungsarbeiten, der großflächigen Ausleuchtung der Einsatzstelle, der Versorgung aller am Einsatz beteiligten Kräfte war die Aufgabe der Feuerwehr, technische Hilfe bei der Ursachenforschung, aber auch der Bergung der Getöteten zu leisten. Stadtbrandmeister Ronny Schuberth sagte dazu, noch ganz aufgewühlt. "Für die meisten Einsatzkräfte war es wohl das Schlimmste, was sie bisher gesehen haben ein unfassbares Unglück."
Quelle: Judith Albig/Karl-Heinz Putzmann; OTZ-Onlineausgabe vom 24.05.2010