Wie der Notarzt später ermittelte, hatte der schwer zuckerkranke Weißendorfer hinterm Steuer einen Herzinfarkt erlitten. Sein Körper verkrampfte, so dass er die Kontrolle über seinen Kleinwagen vom Typ Honda Logo verlor und auf dem Weg hinunter ins Dorf vermutlich sogar noch Gas gab, um unweit seines Wohngebäudes gegen die Einzäunung von Hausnummer 71 zu prallen. Säule und Grundmauer der Einfriedung sind zerstört, das Auto auch. "Ich habe einen lauten Knall gehört, aus dem Fenster gesehen und bin sofort runter gerannt", schilderte Anwohner Kurt Kleinert. Gemeinsam mit Bianca Tamme, die wenig später mit dem Auto um die Ecke bog, versuchte er den Fahrer aus dem Wrack zu befreien. Was aber misslang, weil er eingeklemmt war. "Ich habe versucht, Puls zu fühlen, aber da war schon nichts mehr", erzählt Bianca Tamme, die sofort die Rettungsleitstelle rief.
Gegen 10.17 Uhr ging die Sirene im Dorf. Als die örtliche Feuerwehr mit fünf Leuten anrückte, war der Notarzt bereits da, berichtete Einsatzleiter Sören Begemann. Auch Feuerwehrunterstützung aus Triebes und Zeulenroda eilte noch zum Unfallort. Die einzig verbliebene Aufgabe: Ölbindemittel ausbringen und den nächsten Gully versiegeln. Schließlich befand man sich im Trinkwassereinzugsgebiet.
Quelle: Steffen Beikirch; OTZ-Onlineausgabe vom 25.05.2010