Bis an die eigenen Leistungsgrenzen

39 Angehörige der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda absolvieren Wochenendschulung

Nicht selbstverständlich und nicht alltäglich ist der Dienst der Einsatzkräfte der Feuerwehr Zeulenroda. Brände, Verkehrsunfälle, Hilfeleistungen, Ölspuren, Einsätze nach Unfällen mit gefährlichen Stoffen spiegeln die Vielseitigkeit der Einsätze wider.

Bis zum heutigen Tag musste die Feuerwehr Zeulenroda in diesem Jahr zu 80 Einsätzen ausrücken. Bei jedem wird von den Kameradinnen und Kameraden professionelles Handeln erwartet. Dazu muss jeder Handgriff sitzen, Technik richtig bedient werden. Richtiges taktisches Vorgehen und umsichtiges Handeln entscheiden meist über den Ausgang und manchmal über Leben und Tod. Jede Einsatzkraft muss sich blind auf den Nebenmann, auf die anderen und die Einsatzleitung verlassen können. Das setzt eine kontinuierliche Ausbildung voraus. 40 Stunden pro Jahr sind für jeden aktiven Feuerwehrangehörigen vorgeschrieben. Die Feuerwehr Zeulenroda führt 14-tägig Ausbildungen durch, um den Leistungsstand der Kameraden zu erhalten und zu erhöhen. Leider nicht genug, denn aus persönlichen und beruflichen Gründen können nicht alle Kameraden regelmäßig an der Ausbildung teilnehmen.

Aus diesem Grunde wurde im Jahr 2001 die Wochenendschulung eingeführt. Sie findet regelmäßig Anfang September statt - so auch am vergangenen Wochenende. Die Leitung der Feuerwehr Zeulenroda hatte sich vorgenommen, verstärkt Teambildung und Teamarbeit zu fördern und den Teilnehmern Belastbarkeit und Herangehen an die eigenen Leistungsgrenzen abzufordern.

39 Teilnehmer und die Einsatztechnik der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda wurden von Freitag bis Sonntag im Schullandheim Zeulenroda stationiert. Nach einer theoretischen Schulung, in der Karsten Klug, Mitarbeiter der Energiewerke Zeulenroda, Grundsätze zum Thema "Erdgashavarien" schulte, fand gegen 21 Uhr im Bürokomplex der Raster-Zeulenroda GmbH eine Einsatzübung statt, bei der ein Brand in der vierten Etage des Komplexes angenommen wurde. Der pünktlich zu Übungsbeginn einsetzende Starkregen machte es den Einsatzkräften nicht leichter, ihre Aufgaben zu erfüllen. Trotzdem konnte die Übung nach einer Stunde erfolgreich beendet werden.

Am Samstagvormittag machten sich die Teilnehmer mit den Objektbedingungen an der Zeulenrodaer Rötleinschule vertraut. Eine Begehung im Schulkomplex und eine anschließende Einsatzübung waren wichtig, ist doch die Schule einer der Einsatzschwerpunkte in Zeulenroda.

Am Samstagnachmittag betraten die Teilnehmer "feuerwehrtechnisches Neuland" im Kletterwald Koala bei Lederhose. Bewältigung unterschiedlicher Parcours in Höhen bis zu 12 Metern ließen sie an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stoßen, zumal die Bewältigung der Parcours in voller Einsatzbekleidung abgefordert wurde.

Am Sonntag um 9.07 Uhr heulten dann die Sirenen der Stadt zur letzten Einsatzübung des Wochenendes. In einem leer stehenden Wohnhaus in Zeulenroda, Flur Tscherlich, wurde ein Wohnungsbrand inszeniert. Bereits kurze Zeit nach dem Eintreffen waren alle Verletzten gerettet und der Brand gelöscht. Die Einsatzleitung schätzte die Übung als gelungen ein.

Nach Herstellung der Einsatzbereitschaft und Reinigung der Fahrzeuge und Ausrüstungen beendete Stadtbrandmeister Frank Tschochner die Wochenendschulung. Die Stützpunktfeuerwehr blickt auf ein erfolgreiches Ausbildungswochenende mit zirka 17 Ausbildungsstunden je Teilnehmer zurück. Die Leitung der Feuerwehr bedankt sich bei allen Teilnehmern für die erbrachten Leistungen, die hohe Einsatzbereitschaft und den guten Teamgeist, der alle Veranstaltungen begleitete. Besonderer Dank gilt Herrn Klug, EWZ Zeulenroda, der Raster GmbH und dem Zweckverband WAZ Zeulenroda.

Quelle: SBM Frank Tschochner; OTZ-Onlineausgabe vom 07.09.2009